B
⭐⭐⭐⭐⭐ Meine Breedlove Artista Pro Concertina CE BA – unerwarteter Glücksgriff
Eigentlich hatte ich mich vor meinem Besuch bei Thomann bereits für eine Epiphone L-00 entschieden. Sie lag preislich mit rund 707 € praktisch auf dem gleichen Niveau und hatte beim Ausprobieren zunächst klar die Nase vorn. Sie ließ sich angenehm spielen und klang schön. Trotzdem fehlte mir bei ihr irgendwie das gewisse Extra. Auch optisch ist das matte Vintage-Finish nicht ganz mein persönlicher Geschmack.
Eigentlich war ich schon auf dem Weg zur Kasse, um die Epiphone zur Abholung fertig machen zu lassen. Auf dem Weg dorthin fiel mein Blick eher zufällig auf die Breedlove. Zunächst war es tatsächlich die Optik, die mich neugierig machte. Als ich sie dann in die Hand nahm, haben mich sofort das geringe Gewicht und die angenehme Korpusgröße überrascht.
Ich habe mich hingesetzt und sie ausprobiert – und nach nicht einmal drei Minuten war meine Entscheidung gefallen: Es wurde die Breedlove.
Verarbeitung und Haptik
Die Verarbeitung empfinde ich als hervorragend. Ich konnte keinerlei Mängel feststellen. Die Mechaniken machen einen sehr stabilen Eindruck, lassen sich gleichzeitig feinfühlig einstellen und die Gitarre bleibt bereits nach den ersten Tagen erstaunlich stimmstabil.
Die Hochglanzlackierung wirkt sehr hochwertig. Auch die Bünde sind sauber verarbeitet – nichts steht über und beim Spielen, Sliden oder Bending stört nichts.
Besonders angenehm finde ich die Halsbreite. Trotz der kompakten Bauform bietet das Griffbrett genügend Platz für Fingerpicking und auch anspruchsvollere Akkorde lassen sich relativ sauber greifen, ohne dass es zu „Fingerverknotungen“ kommt.
Klang
Für die relativ kompakte Korpusgröße ist der Bass erstaunlich präsent und absolut ausreichend. Mitten und Höhen passen für mich ebenfalls sehr gut.
Klanglich würde ich sie nicht als warm beschreiben, sondern eher als klar, direkt und brillant. Sie reagiert ausgesprochen unmittelbar auf den Anschlag und gibt auch kleine Nuancen sehr ehrlich wieder. Das gilt übrigens auch für Nebengeräusche – beispielsweise beim Rutschen über die Saiten. Daran musste ich mich zunächst etwas gewöhnen.
Insgesamt empfinde ich das Klangbild als sehr präsent und voluminös. Im direkten Vergleich zu meiner Fender CD-60 SCE ist die Breedlove für mich klanglich voller und deutlich präsenter.
Spielgefühl
Das Greifen von Akkorden fällt mir auf der Breedlove ausgesprochen leicht. Besonders bei den Wechseln zwischen meinen Cowboy-Chords empfinde ich sie als sehr angenehm.
Auch Barré-Akkorde funktionieren für mich inzwischen besser. Hier spielt sicherlich auch mein eigener Fortschritt der letzten Wochen eine Rolle, aber die Gitarre unterstützt mich dabei meiner Meinung nach sehr gut.
Bending und Slides funktionieren für mich deutlich angenehmer als auf der Fender. Auch beim Fingerpicking macht die Breedlove richtig Spaß.
Die Saitenlage empfinde ich ab Werk als absolut passend. Ob ich daran später noch etwas verändern möchte, möchte ich nach längerer Eingewöhnung beurteilen.
Saiten
Ich habe die Breedlove zunächst mit den originalen D'Addario XT PB Light 12–53 gespielt. Für meinen persönlichen Spielstil empfand ich diese Saiten als relativ straff und bissig.
Deshalb habe ich – wie auch auf meiner Fender – auf Martin MA-530S 10–47 gewechselt. Diese Besaitung liegt mir persönlich deutlich besser.
Interessant finde ich, dass die Breedlove auch mit den dünneren 10er-Saiten einen erstaunlich voluminösen und präsenten Klang entwickelt. Natürlich liefern die originalen 12er mehr Druck und nochmals etwas mehr Volumen, aber auch mit den 10ern fehlt es der Gitarre keineswegs an Präsenz. Beim nächsten Saitenwechsel werde ich eventuell einmal 11er ausprobieren.
Elektronik
Die Elektronik habe ich bisher nur kurz getestet. Sie funktioniert und die vorhandenen Funktionen wie Lautstärke, 2-Band-EQ und integriertes Stimmgerät sind vorhanden.
Das Stimmgerät liegt bei meinem Vergleich mit einem separaten Stimmgerät teilweise etwas tiefer, ist für das schnelle Nachstimmen im Alltag aber durchaus hilfreich.
Eine abschließende Bewertung der Elektronik möchte ich mir nach längerer Nutzung vorbehalten.
Vergleich mit meiner Fender
Im direkten Vergleich empfinde ich die Breedlove in nahezu allen für mich relevanten Bereichen als angenehmer.
Sie klingt für mich präsenter, voluminöser und druckvoller, wirkt etwas lauter und überzeugt mich besonders bei Brillanz, Fingerpicking und längerem Spielen. Auch beim Strumming gefällt sie mir etwas besser.
Gleichzeitig ist sie kompakter und deutlich leichter. Gerade bei längeren Spielsessions macht sich das sehr positiv bemerkbar.
Der Koffer
Ein echtes Highlight ist für mich auch der mitgelieferte Hardshell-Koffer.
Er macht einen sehr hochwertigen und edlen Eindruck. Die Verschlüsse funktionieren sauber, die Gitarre sitzt passgenau und insgesamt wirkt alles sehr gut aufeinander abgestimmt. Für mich ist der Koffer bei diesem Preis ein echtes zusätzliches Plus.
Preis-Leistung
Hier bin ich wirklich begeistert.
Die Konstruktion aus massiven Hölzern macht sich für mich unmittelbar im Ton, in der Resonanz und im gesamten Spielgefühl bemerkbar. Man hat tatsächlich das Gefühl, ein sehr hochwertiges Instrument in der Hand zu haben.
Die Gitarre wird derzeit für 699 € statt 1.399 € UVP angeboten. Nach meinem aktuellen Kenntnisstand handelt es sich bei diesem Modell um einen Abverkauf, da es offenbar nicht mehr produziert wird.
Wer sich für diese Art von Instrument interessiert, hat damit momentan die Möglichkeit, ein wirklich hochwertiges Instrument zu einem sehr attraktiven Preis zu bekommen.
Ich persönlich kann nach meinen bisherigen Erfahrungen ehrlich gesagt nur schwer nachvollziehen, warum solche Instrumente aus dem Programm verschwinden sollten. Wenn es meine Entscheidung wäre, würde ich diese Gitarren definitiv weiterbauen.
Mein Fazit
Ich hatte ursprünglich eine völlig andere Gitarre im Kopf und war eigentlich schon auf dem Weg zur Kasse. Die Breedlove war letztlich ein spontaner Kauf, den ich bisher überhaupt nicht bereue.
Für mich verbindet sie eine hervorragende Verarbeitung, geringes Gewicht, angenehme Größe, ein sehr direktes und brillantes Klangbild und ein ausgesprochen angenehmes Spielgefühl.
Für 699 € inklusive des hochwertigen Hardshell-Koffers halte ich das Gesamtpaket für außergewöhnlich attraktiv. Ich würde sie nach meiner bisherigen Erfahrung definitiv wieder kaufen.
Eigentlich war ich schon auf dem Weg zur Kasse, um die Epiphone zur Abholung fertig machen zu lassen. Auf dem Weg dorthin fiel mein Blick eher zufällig auf die Breedlove. Zunächst war es tatsächlich die Optik, die mich neugierig machte. Als ich sie dann in die Hand nahm, haben mich sofort das geringe Gewicht und die angenehme Korpusgröße überrascht.
Ich habe mich hingesetzt und sie ausprobiert – und nach nicht einmal drei Minuten war meine Entscheidung gefallen: Es wurde die Breedlove.
Verarbeitung und Haptik
Die Verarbeitung empfinde ich als hervorragend. Ich konnte keinerlei Mängel feststellen. Die Mechaniken machen einen sehr stabilen Eindruck, lassen sich gleichzeitig feinfühlig einstellen und die Gitarre bleibt bereits nach den ersten Tagen erstaunlich stimmstabil.
Die Hochglanzlackierung wirkt sehr hochwertig. Auch die Bünde sind sauber verarbeitet – nichts steht über und beim Spielen, Sliden oder Bending stört nichts.
Besonders angenehm finde ich die Halsbreite. Trotz der kompakten Bauform bietet das Griffbrett genügend Platz für Fingerpicking und auch anspruchsvollere Akkorde lassen sich relativ sauber greifen, ohne dass es zu „Fingerverknotungen“ kommt.
Klang
Für die relativ kompakte Korpusgröße ist der Bass erstaunlich präsent und absolut ausreichend. Mitten und Höhen passen für mich ebenfalls sehr gut.
Klanglich würde ich sie nicht als warm beschreiben, sondern eher als klar, direkt und brillant. Sie reagiert ausgesprochen unmittelbar auf den Anschlag und gibt auch kleine Nuancen sehr ehrlich wieder. Das gilt übrigens auch für Nebengeräusche – beispielsweise beim Rutschen über die Saiten. Daran musste ich mich zunächst etwas gewöhnen.
Insgesamt empfinde ich das Klangbild als sehr präsent und voluminös. Im direkten Vergleich zu meiner Fender CD-60 SCE ist die Breedlove für mich klanglich voller und deutlich präsenter.
Spielgefühl
Das Greifen von Akkorden fällt mir auf der Breedlove ausgesprochen leicht. Besonders bei den Wechseln zwischen meinen Cowboy-Chords empfinde ich sie als sehr angenehm.
Auch Barré-Akkorde funktionieren für mich inzwischen besser. Hier spielt sicherlich auch mein eigener Fortschritt der letzten Wochen eine Rolle, aber die Gitarre unterstützt mich dabei meiner Meinung nach sehr gut.
Bending und Slides funktionieren für mich deutlich angenehmer als auf der Fender. Auch beim Fingerpicking macht die Breedlove richtig Spaß.
Die Saitenlage empfinde ich ab Werk als absolut passend. Ob ich daran später noch etwas verändern möchte, möchte ich nach längerer Eingewöhnung beurteilen.
Saiten
Ich habe die Breedlove zunächst mit den originalen D'Addario XT PB Light 12–53 gespielt. Für meinen persönlichen Spielstil empfand ich diese Saiten als relativ straff und bissig.
Deshalb habe ich – wie auch auf meiner Fender – auf Martin MA-530S 10–47 gewechselt. Diese Besaitung liegt mir persönlich deutlich besser.
Interessant finde ich, dass die Breedlove auch mit den dünneren 10er-Saiten einen erstaunlich voluminösen und präsenten Klang entwickelt. Natürlich liefern die originalen 12er mehr Druck und nochmals etwas mehr Volumen, aber auch mit den 10ern fehlt es der Gitarre keineswegs an Präsenz. Beim nächsten Saitenwechsel werde ich eventuell einmal 11er ausprobieren.
Elektronik
Die Elektronik habe ich bisher nur kurz getestet. Sie funktioniert und die vorhandenen Funktionen wie Lautstärke, 2-Band-EQ und integriertes Stimmgerät sind vorhanden.
Das Stimmgerät liegt bei meinem Vergleich mit einem separaten Stimmgerät teilweise etwas tiefer, ist für das schnelle Nachstimmen im Alltag aber durchaus hilfreich.
Eine abschließende Bewertung der Elektronik möchte ich mir nach längerer Nutzung vorbehalten.
Vergleich mit meiner Fender
Im direkten Vergleich empfinde ich die Breedlove in nahezu allen für mich relevanten Bereichen als angenehmer.
Sie klingt für mich präsenter, voluminöser und druckvoller, wirkt etwas lauter und überzeugt mich besonders bei Brillanz, Fingerpicking und längerem Spielen. Auch beim Strumming gefällt sie mir etwas besser.
Gleichzeitig ist sie kompakter und deutlich leichter. Gerade bei längeren Spielsessions macht sich das sehr positiv bemerkbar.
Der Koffer
Ein echtes Highlight ist für mich auch der mitgelieferte Hardshell-Koffer.
Er macht einen sehr hochwertigen und edlen Eindruck. Die Verschlüsse funktionieren sauber, die Gitarre sitzt passgenau und insgesamt wirkt alles sehr gut aufeinander abgestimmt. Für mich ist der Koffer bei diesem Preis ein echtes zusätzliches Plus.
Preis-Leistung
Hier bin ich wirklich begeistert.
Die Konstruktion aus massiven Hölzern macht sich für mich unmittelbar im Ton, in der Resonanz und im gesamten Spielgefühl bemerkbar. Man hat tatsächlich das Gefühl, ein sehr hochwertiges Instrument in der Hand zu haben.
Die Gitarre wird derzeit für 699 € statt 1.399 € UVP angeboten. Nach meinem aktuellen Kenntnisstand handelt es sich bei diesem Modell um einen Abverkauf, da es offenbar nicht mehr produziert wird.
Wer sich für diese Art von Instrument interessiert, hat damit momentan die Möglichkeit, ein wirklich hochwertiges Instrument zu einem sehr attraktiven Preis zu bekommen.
Ich persönlich kann nach meinen bisherigen Erfahrungen ehrlich gesagt nur schwer nachvollziehen, warum solche Instrumente aus dem Programm verschwinden sollten. Wenn es meine Entscheidung wäre, würde ich diese Gitarren definitiv weiterbauen.
Mein Fazit
Ich hatte ursprünglich eine völlig andere Gitarre im Kopf und war eigentlich schon auf dem Weg zur Kasse. Die Breedlove war letztlich ein spontaner Kauf, den ich bisher überhaupt nicht bereue.
Für mich verbindet sie eine hervorragende Verarbeitung, geringes Gewicht, angenehme Größe, ein sehr direktes und brillantes Klangbild und ein ausgesprochen angenehmes Spielgefühl.
Für 699 € inklusive des hochwertigen Hardshell-Koffers halte ich das Gesamtpaket für außergewöhnlich attraktiv. Ich würde sie nach meiner bisherigen Erfahrung definitiv wieder kaufen.
0
0
Bewertung melden