Nachdem ich meinem Floyd Rose einen schweren Messingblock spendiert habe, waren die labbrigen Standard-Federn natürlich der nächste logische Schwachpunkt. Um dem System die nötige Stabilität und Knackigkeit zurückzugeben, habe ich auf High Tension Federn (z.B. von Gotoh) gewechselt. Wer ein direktes, stimmstabiles Brett sucht, kommt an härteren Federn nicht vorbei.
Die Federn tun qualitativ und mechanisch absolut genau das, was sie sollen. Sie bringen ordentlich Grundspannung mit, allerdings kommt es hier ganz entscheidend auf die persönliche Vorliebe beim Einbau an.
Parallele Aufhängung (Sehr smooth) Wenn man die Federn schnurgerade (parallel) einhängt, arbeitet das System spürbar weicher und geschmeidiger. Manche Gitarristen mögen dieses "smoothe" Gefühl beim Vibrato sehr – mir persönlich war das für knackige Riffs allerdings noch ein Stück zu nachgiebig.
Die V-Form (Mein Favorit für maximalen Punch): Ich habe die Federn trotz der ohnehin schon hohen Spannung in V-Form montiert (an der Kralle enger zusammen, am Block weiter auseinander). Das nimmt dem System das zu weiche Gefühl und macht den Widerstand genau richtig stramm. Das Tremolo rastet dadurch extrem präzise in der Nullposition ein, federt bei harten Anschlägen nicht nach und fühlt sich absolut stabil an.
Alternative 4. Feder wer es noch brutaler und fast schon wie eine feste Brücke blockiert haben möchte, kann alternativ natürlich noch eine vierte Feder dazupacken. Für meinen Geschmack ist die V-Form mit diesen High-Tension-Federn aber bereits der absolute Sweetspot aus Stabilität und Bespielbarkeit.
Ein absolut empfehlenswertes Upgrade! Die Federn bieten genau die Performance und den Gegenzug, den ein optimiertes Floyd Rose braucht. Durch die härtere Gangart und das feine Tuning über die V-Anordnung verhält sich das System beim Riffing absolut kompromisslos.