Compare 2 folgt einem eigentlich simplen Prinzip: Ein 'Comparator' schaut, ob, bzw. wann sich das eingehende Signal innerhalb eines bestimmten Spannungsfensters befindet. Entsprechend gibt das Modul ein Gatesignal aus (oder eben nicht). Position und Größe des Fensters werden mit den entsprechenden Drehreglern oder per CV gesteuert. Das ganze gibt es in zwei Kanälen, die identisch funktionieren. Dazu gibt es eine Logik-Sektion mit den üblichen AND, OR, etc. Operationen. Je nach Eingangsquelle lassen sich so recht komplexe Gate-Signale entwickeln, die sich natürlich noch irgendwie an den Grundfrequenzen und damit dem Rhythmus der Eingangssignale orientieren, aber natürlich völlig losgelöst von festgelegten musikalischen Notenwerten sind. So lassen sich interessante Rhythmusexperimente und -patterns entwickeln. Da das Modul, Joranalogue-typisch, komplett analog ist, funktioniert das natürlich auch im Audiobereich. Dann entstehen PWM-mäßige Modulationen, da der Ausgang natürlich weiterhin aus Gate-(= Rechteck-)-Wellen besteht.
Auch, wenn Komparatoren in vielen Modulen verbaut sind, ist dieser direkte Zugriff darauf recht eigen/einzigartig und ermöglicht somit Klangexperimente an der Basis der elektronischen Synthese. Wer stattdessen "Plug and Play" sucht oder nicht lange rumexperimentieren möchte, bis es "musikalisch" wird, ist hier eher falsch!
Wie eigentlich immer bei Joranalogue, ist das Modul hochwertig gefertigt, kommt recht liebevoll verpackt und ist inzwischen sehr gut dokumentiert. So gibt es vom bekannten Youtuber Bries ein eigenes Manual, das mit fortgeschrittenen Patches demonstriert, wozu dieses eigentlich ganz basisch aufgebaute Modul fähig ist.