I
Für das Geld? No-Brainer.
Lange schon bin ich auf der Suche nach einem fünfsaitigen Fretless-Bass gewesen, wollte aber dafür nicht so viel Geld ausgeben wie für meine Hauptinstrumente (Fender American Professional II Jazzbass und Ibanez SRSC 805). Also bin ich nach einiger Recherche bei dem Sire "Marcus Miller V7 5 New Gen Antique White" gelandet. Erstmal sah der für mich auf den Bildern einfach nur chic aus. Das hat mich neugierig gemacht.
Die erste Bestellung lief dann leider etwas schief. Erstens dauerte die Bestellung außergewöhnlich lange, da offenbar das Label irgendwie fehlerhaft war und das ganze Paket dann (laut DHL) eine "Sonderbehandlung" brauchte. Dann, als das Teil endlich bei mir war, musste ich leider feststellen, dass der aktive Vorverstärker irgendwie defekt war. Nach wenigen Minuten Spielzeit war der Ton vollständig verzerrt – ganz so als wäre die Batterie erschöpft. Selbst der mehrfache Austausch der Batterien (zwei 9V Blockbatterien) erbrachte keine Veränderung.
Ansonsten hat das Gerät aber einen unfassbaren Eindruck hinterlassen. Der passive Spielbetrieb war grandios, die Verarbeitung herausragend – außer der Elektronik hatte ich wirklich nichts auszusetzen .
Also habe ich das Teil schweren Herzens zurückgeschickt. Meine erste Retoure bei Thomann nach Jahren treuer Kundschaft. Aber wie gut ein Unternehmen wirklich im Umgang mit den Kindern ist merkt man dann eben erst im Krisenfall so wirklich. Kurz: Der Umtausch hat tadellos geklappt. Einen solchen Kundendienst würde ich mir an anderen Stellen hierzulande auch wünschen.
Das zweite Exemplar, welches ich jetzt bekommen habe, hat dann auch gar keine Mängel mehr. Ich bin rundum zufrieden. Ich muss sagen, dass mir das Teil von der Verarbeitung her sogar noch besser gefällt als meine anderen Bässe oder E-Gitarren (neben den o.g. Bässen: Les Paul Standard, Fender Am Elite Strat – allesamt erheblich teurer [um Faktoren!]).
Und einen solchen Sound hätte ich für dieses Geld auch nicht erwartet. Allerdings packt der EQ des Vorverstärkers schon ordentlich zu. Aber das ist ja durchaus gewollt und ermöglicht eine ziemliche Vielfalt. Von Jaco Pastorius bis Tony Levin (was macht das Teil mit einem Octaver und / oder einem Chorus Laune – Halleluja) ist alles möglich.
Die Saiten klingen sehr ausgewogen – es gibt keinen Abfall in Dynamik oder Sustain. Die werkseitig aufgezogenen Saiten klingen schon richtig gut – etwas brillanter als vermutet (was meinem Spiel aber entgegenkommt).
Die Ausstattungsmerkmale sind insgesamt – tut mir echt leid, wenn das jetzt etwas lobhudelig daherkommt – phänomenal für das Geld: gerösteter Ahornhals mit seidenmatter Lackierung, leichtgängige Mechaniken (die die Stimmung sehr gut halten), wunderschön gemasertes, lackiertes Palisandergriffbrett mit tadellos gearbeitetem Binding, massive Brücke, die das Besaiten auch durch den Korpus erlaubt, klar auflösende J-Style-Pickups – und für mich echt schön anzusehen: diese endgeile weiße Lackierung mit dem roten Tortoise Pickguard. Vielleicht wären noch Strap-Locks drin gewesen ... aber vielleicht ist das dann bei dem Preis auch irgendwann unverschämt.
Die drei einzigen Mankos, die ich für mich festhalten konnte, die aber für mich gleichzeitig nicht wirklich bedeutsam sind, sind zum ersten das relativ hohe Gewicht, zum zweiten die leichte Kopflastigkeit und zum dritten dass das Teil ohne ein Case oder eine Tasche kommt. Da ich das Teil (im Gegensatz zu den anderen Äxten) wahrscheinlich ohnehin nur in meinem Heimstudio betreiben werde, macht mir das nichts aus.
Wer einen 5-Saiter Fretless sucht, dem sei das Teil hier wärmstens zum Antesten empfohlen.
Die erste Bestellung lief dann leider etwas schief. Erstens dauerte die Bestellung außergewöhnlich lange, da offenbar das Label irgendwie fehlerhaft war und das ganze Paket dann (laut DHL) eine "Sonderbehandlung" brauchte. Dann, als das Teil endlich bei mir war, musste ich leider feststellen, dass der aktive Vorverstärker irgendwie defekt war. Nach wenigen Minuten Spielzeit war der Ton vollständig verzerrt – ganz so als wäre die Batterie erschöpft. Selbst der mehrfache Austausch der Batterien (zwei 9V Blockbatterien) erbrachte keine Veränderung.
Ansonsten hat das Gerät aber einen unfassbaren Eindruck hinterlassen. Der passive Spielbetrieb war grandios, die Verarbeitung herausragend – außer der Elektronik hatte ich wirklich nichts auszusetzen .
Also habe ich das Teil schweren Herzens zurückgeschickt. Meine erste Retoure bei Thomann nach Jahren treuer Kundschaft. Aber wie gut ein Unternehmen wirklich im Umgang mit den Kindern ist merkt man dann eben erst im Krisenfall so wirklich. Kurz: Der Umtausch hat tadellos geklappt. Einen solchen Kundendienst würde ich mir an anderen Stellen hierzulande auch wünschen.
Das zweite Exemplar, welches ich jetzt bekommen habe, hat dann auch gar keine Mängel mehr. Ich bin rundum zufrieden. Ich muss sagen, dass mir das Teil von der Verarbeitung her sogar noch besser gefällt als meine anderen Bässe oder E-Gitarren (neben den o.g. Bässen: Les Paul Standard, Fender Am Elite Strat – allesamt erheblich teurer [um Faktoren!]).
Und einen solchen Sound hätte ich für dieses Geld auch nicht erwartet. Allerdings packt der EQ des Vorverstärkers schon ordentlich zu. Aber das ist ja durchaus gewollt und ermöglicht eine ziemliche Vielfalt. Von Jaco Pastorius bis Tony Levin (was macht das Teil mit einem Octaver und / oder einem Chorus Laune – Halleluja) ist alles möglich.
Die Saiten klingen sehr ausgewogen – es gibt keinen Abfall in Dynamik oder Sustain. Die werkseitig aufgezogenen Saiten klingen schon richtig gut – etwas brillanter als vermutet (was meinem Spiel aber entgegenkommt).
Die Ausstattungsmerkmale sind insgesamt – tut mir echt leid, wenn das jetzt etwas lobhudelig daherkommt – phänomenal für das Geld: gerösteter Ahornhals mit seidenmatter Lackierung, leichtgängige Mechaniken (die die Stimmung sehr gut halten), wunderschön gemasertes, lackiertes Palisandergriffbrett mit tadellos gearbeitetem Binding, massive Brücke, die das Besaiten auch durch den Korpus erlaubt, klar auflösende J-Style-Pickups – und für mich echt schön anzusehen: diese endgeile weiße Lackierung mit dem roten Tortoise Pickguard. Vielleicht wären noch Strap-Locks drin gewesen ... aber vielleicht ist das dann bei dem Preis auch irgendwann unverschämt.
Die drei einzigen Mankos, die ich für mich festhalten konnte, die aber für mich gleichzeitig nicht wirklich bedeutsam sind, sind zum ersten das relativ hohe Gewicht, zum zweiten die leichte Kopflastigkeit und zum dritten dass das Teil ohne ein Case oder eine Tasche kommt. Da ich das Teil (im Gegensatz zu den anderen Äxten) wahrscheinlich ohnehin nur in meinem Heimstudio betreiben werde, macht mir das nichts aus.
Wer einen 5-Saiter Fretless sucht, dem sei das Teil hier wärmstens zum Antesten empfohlen.
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