Ich benutze das Teil seit ca. 2 Jahren. Zunächst um ein solides 10 Zoll Splashbecken an einem 10 x 7 er Tom zu halten. Das Tom war zunächst direkt an einen Tomhalter montiert, der in einer Bassdrum steckt (alles Tama Club Jam).
Nach einiger Zeit fiel mir auf, dass das Tom (ohne den Cymbal Mount) arg an Klang (Bauch, Sustain) verlor, sobald es an den Tomhalter gesteckt wurde. Also kaufte ich einen RIMS (direkt vor Ort bei Adoro Custom Drums Hamburg). Der hat den Klang erheblich verbessert.
Sobald ich jedoch den Cymbal Mount an den Spannreifen montierte, wurde der Effekt des RIMS stark reduziert oder sogar zunichte gemacht.
Aber: der RIMS ist konzentrisch am Spannreifen angeordnet. Der Rims weist eine stabile Metalleiste von ca. 2,5 bis 3 cm Höhe und Dicke von 2,5 bis 3mm auf. Der RIMS deckt ca. 2/3 des Umfangs des Spannreifens ab (er wird mit 4 der 6 Spannschrauben am Tom montiert). Also dachte ich mir, dass es möglich sein sollte, den Cymbal Mount einfach am RIMS zu befestigen und das in einer Position, die der vormaligen Position nahe kommt. Gesagt, getan - es funktioniert. Der Cymbal Mount lässt sich sogar schneller an meinem RIMS als am Spannreifen befestigen, hält superfest, und der Klang des Toms ist gerettet.
Nach einiger Zeit fiel mir auf, dass sich das Cymbal nicht so frei und perfekt positionieren lässt, wie man es mit einem Beckenständer oä könnte, weil sich die zwei Enden der quasi Z-förmigen Stange nicht gegeneinander verdrehen lassen, wobei einige Grade reichen würden. Also habe ich mich mit meinem technischen versierten und ideenreichen Vater unterhalten, der empfahl, die Z-förmige Stange in der Mitte durchzusägen und mit einer Laborklemme, auch genannt Stativmuffe (siehe z.B. verbinden (meine uralte aus Universitätsbeständen hat genau diese Form). Lustigerweise fand sich eine im Bastelkeller...also habe ich die Z-förmige Stange auf der halben Länge durchgesägt. So hatte ich zwei L-förmige Teile, deren simple Enden in die Stativmuffe gesteckt wurden. Somit sind alle möglichen Positionen möglich, und ich kann das Becken drehen und neigen wie ich mag. Ich habe diese Konstruktion in einigen Konzerten genutzt (jedoch nicht im Heavy Metal oder Hardrock) und bin vollzufrieden. Der Cymbal Mount ist deutlich brauchbarer geworden. Also wer gerne bastelt - Stativmuffe aus dem Laborbereich (Bio oder Chemie) integrieren. Jedoch könnte es sein, dass es nötig ist, die Stange aufzurauhen, oder die Schrauben der Stativmuffe zu schärfen, um Drehen in der Muffe zu verhindern.
Eine letzte Bemerkung: zwischenzeitlich habe ich ein sehr fein klingendes und fragiles 6 Zoll Splashbecken aus der Meinl Byzanz Serie gekauft, was ca. 120 euro gekostet hat. Da handgemacht und sehr schön klingend, war ich mit der Bewegungsfreiheit auf dem Cymbal Mount nicht zufrieden, weil dieser ein 8 mm Gewinde zwecks Beckenaufnahme aufweist. Wenn man dazu noch die Plastikhülle um das Gewinde addiert, werden es 10-11 mm Durchmesser. Das reduziert die Beweglichkeit des kleinen Beckens erheblich. Da Beweglichkeit nötig ist, um die Impulse der Schläge abzufangen und Schaden des Becken abzuwenden, gefiel mir die Konstruktion für dieses leichte 6 Zoll Becken nicht mehr. Also habe ich eine alte Beckenstange aus den 80ern mit 6 mm Gewinde (und geriffelter Oberflaeche) hervorgeholt und angepasst zwecks Verwendung in der Klammer, die am RIMS angebracht wird. Nun ist die Beweglichkeit deutlich höher.
Es ist mir ein Rätsel, wieso in einem Beckenhalter für sehr kleine oder Minibecken 8mm Gewinde verbaut werden. Daher nur 3 Sterne für das Handling.
Alles in allem ist der Cymbal Mount aber sehr praktisch, um kleine Becken zu montieren und Platz auf dem Bühneboden und Gewicht beim Transport zu sparen.