G
407 Wörter zur Schecter Omen Extreme 6 Gloss Natural
Die Schecter Omen Extreme 6 Gloss Natural war in Deutschland zum Zeitpunkt der Bestellung kaum zu bekommen. Also fragte ich bei Thomann an, ob sie in absehbarer Zeit ins Programm aufgenommen wird. Ich habe die Gitarre dann auch sofort bestellt, trotz langer Lieferzeit. Sie ist dann 3 Monate früher als erwartet angekommen.
Die E-Gitarre kam gut umverpackt mit Original-Karton bei mir an.
Darin die Gitarre mit zwei unterschiedlichen Inbusschlüsseln für Halsstab und Potiknöpfe.
Einwandfrei lackiert. Nur ein wirklich sehr sehr kleiner Lufteinschluß, welcher lediglich gegen das Licht sichtbar ist, ist vorhanden.
Die Potiknöpfe aus Metall eierten etwas, waren aber schnell mit dem mitgelieferten Inbusschlüssel justiert und befestigt - sie sind auf Potis mit geteilter Riffel-Aufnahme mit einer Madenschraube fixiert, halten bombenfest, schleifen nicht auf dem Lack und raspeln auch nicht am Holz.
Die Saitenlage war mir ein kleines bißchen zu hoch. Bei 42 mm Sattelbreite haben deswegen schwingende Leersaiten bei den Akkorden die Finger berührt. Mit dem größeren Inbusschlüssel den Halsstab eingestellt, der übrigens neutral voreingestellt war, also ohne Zug bzw. Druck in irgendeine Richtung, und das Problemchen war auch gelöst. Die Intonation war schon ziemlich gut, ich konnte es aber nicht lassen sie noch genauer einzustellen.
Die kleine Schönheit hat keinerlei Mängel, die Bundstäbchen sind gut abgerichtet, deren Enden sind bündig mit dem Griffbrettrand. Die Mechaniken sind leichtgängig aber nicht zu leichtgängig und laufen
sauber.
Noch ein Wort zum unlackierten Hals: Er fühlt sich sehr angenehm an, ist wohl etwas dünner. Menschen mit kleineren Händen kommt das sicher entgegen. Die Abalone-Anteile der einwandfrei verarbeiteten
Abalone- und Pearloid-Vector-Griffbretteinlagen glitzern im Sonnenlicht und sehen insgesamt sehr gut aus.
Pickups - nur kurz auf Funktion geprüft: Alle Kombinationen funktioneren. Sie haben wohl ein paar PS mehr, ich musste erstmal den Amp leiser drehen. Der erste Eindruck vom Clean-Sound hat mich nicht umgehauen. Allerdings habe ich bisher weder meine Lieblingssaiten aufgezogen, noch die Pickups justiert. Verzerrt war der Sound schon deutlich cooler.
Ich habe die End-Pins für die Gurtbefestigung getauscht gegen goldfarbene "Daddario Elliptical End-Pins", aber die wirklich mehr als ausreichend langen Originalschrauben verwendet. Einen beigen Gurt angebracht und fertig.
Zum Gewicht des Instruments: Meine Personenwaage zeigt 3,6 Kg
Wer sich jetzt noch fragt, ob auf den Produktfotos alles goldfarbig an der Hardware ist, oder ob sich da doch etwas Chrom eingeschlichen hat, der kann sich jetzt antworten: Alles sichtbare Metallische ist goldig ausser die Saiten und Bundstäbchen.
Fazit:
Eine wertige Every-Day-Gitarre für diesen Preis (649,00 € Stand November 2022)
Die E-Gitarre kam gut umverpackt mit Original-Karton bei mir an.
Darin die Gitarre mit zwei unterschiedlichen Inbusschlüsseln für Halsstab und Potiknöpfe.
Einwandfrei lackiert. Nur ein wirklich sehr sehr kleiner Lufteinschluß, welcher lediglich gegen das Licht sichtbar ist, ist vorhanden.
Die Potiknöpfe aus Metall eierten etwas, waren aber schnell mit dem mitgelieferten Inbusschlüssel justiert und befestigt - sie sind auf Potis mit geteilter Riffel-Aufnahme mit einer Madenschraube fixiert, halten bombenfest, schleifen nicht auf dem Lack und raspeln auch nicht am Holz.
Die Saitenlage war mir ein kleines bißchen zu hoch. Bei 42 mm Sattelbreite haben deswegen schwingende Leersaiten bei den Akkorden die Finger berührt. Mit dem größeren Inbusschlüssel den Halsstab eingestellt, der übrigens neutral voreingestellt war, also ohne Zug bzw. Druck in irgendeine Richtung, und das Problemchen war auch gelöst. Die Intonation war schon ziemlich gut, ich konnte es aber nicht lassen sie noch genauer einzustellen.
Die kleine Schönheit hat keinerlei Mängel, die Bundstäbchen sind gut abgerichtet, deren Enden sind bündig mit dem Griffbrettrand. Die Mechaniken sind leichtgängig aber nicht zu leichtgängig und laufen
sauber.
Noch ein Wort zum unlackierten Hals: Er fühlt sich sehr angenehm an, ist wohl etwas dünner. Menschen mit kleineren Händen kommt das sicher entgegen. Die Abalone-Anteile der einwandfrei verarbeiteten
Abalone- und Pearloid-Vector-Griffbretteinlagen glitzern im Sonnenlicht und sehen insgesamt sehr gut aus.
Pickups - nur kurz auf Funktion geprüft: Alle Kombinationen funktioneren. Sie haben wohl ein paar PS mehr, ich musste erstmal den Amp leiser drehen. Der erste Eindruck vom Clean-Sound hat mich nicht umgehauen. Allerdings habe ich bisher weder meine Lieblingssaiten aufgezogen, noch die Pickups justiert. Verzerrt war der Sound schon deutlich cooler.
Ich habe die End-Pins für die Gurtbefestigung getauscht gegen goldfarbene "Daddario Elliptical End-Pins", aber die wirklich mehr als ausreichend langen Originalschrauben verwendet. Einen beigen Gurt angebracht und fertig.
Zum Gewicht des Instruments: Meine Personenwaage zeigt 3,6 Kg
Wer sich jetzt noch fragt, ob auf den Produktfotos alles goldfarbig an der Hardware ist, oder ob sich da doch etwas Chrom eingeschlichen hat, der kann sich jetzt antworten: Alles sichtbare Metallische ist goldig ausser die Saiten und Bundstäbchen.
Fazit:
Eine wertige Every-Day-Gitarre für diesen Preis (649,00 € Stand November 2022)
8
0
Bewertung melden
KS
Gut für den Preis - Es gibt aber günstigere Alternativen
+ SETUP +
Gutes Setup, musste nur die Brücke etwas absenken für mein Vorlieben, war aber schon auf 1,5 mm am 12. Bund eingestellt. Intonation war auch gut.
+ OPTIK +
Geschmackssache, aber ich finde dieses "himmlische" mit dem weiß, blond, gold für eine Gitarre für harte Musik ein tolles Konzept. Steh auf diesen Kontrast.
+ SOUND +
Sound ist vielfältig und überraschend hochwertig. Ich jage das Signal der Gitarre in mein Amplitube 5 Max in eine Engl Powerball oder Orange Thunderverb 200 mit ner Menge gain. Die Klarheit ist klasse, der Sound top.
Man muss bei dieser Gitarre wirklich die Tonabnehmer nicht tauschen. Das ist ein großer Pluspunkt in diesem Preisbereich.
Der Bridge PU ist schön hot und aggressiv. Selbst gesplittet! Hier ist es toll etwas Fundament aus der Zerre zu entfernen wenn man möchte. Lärm ist auch in Ordnung gesplittet, als Humbucker sehr sehr still.
Der Neck PU ist bauchig, geschmeidig. Hört sich super mit Fuzz an, gesplittet ist er auch klasse.
Zum vergleich hatte ich bisher die standard Harley Benton High-Gain PUs, EMG SA/S/81/85/60A/Retro Active Hot 70.
Ein Interessanter Punkt: Wenn es einem NUR um den Sound geht und nicht um die Features und Optik, dann würde ich eher die Harley Benton Rock Series um die 120€ Marke empfehlen. Der Sound (hat kein Coilsplit) ist sehr sehr ähnlich, fast gleich.
Ich habe selber die Harley Benton WL-20, habe die parallel zum Vergleich gespielt.
Und die ist ganze 500€ billiger...
- VERARBEITUNG -
Hier gibt es leider einige Negativpunkte.
Eine Saite war falsch auf einen der "Reiter" der Brücke gesetzt und von Schecter gespannt. Undzwar voll gespannt. Es ist jetzt also eine leichte extra Kerbe neben der Hauptkerbe....
Das Binding ist nicht so Klasse. An manchen Stellen gibt es kleine Lücken zwischen dem quilted Holz und dem Binding. Da scheint auch grauer Staub/Schmutz reingekommen zu sein... Für 600€ Kaufpreis geht das nicht für mich in Ordnung.
Das schöne quilted Muster hat leider eine kleine braune Kerbe. Das sticht aus dem weißen Muster heraus.
Eins der Grifbrett-Inlays hatte ein kleines Loch...?
FAZIT
Wenn man Glück mit dem QC hat ist das ne super Gitarre. Es gibt aber günstigere Alternativen mit vergleichbarer Leistung. Auch von Schecter. Die selben PUs gibt es schon ab 400€ .
Die Omen Extreme Serie wertet die Omen-Vorgänger nur mit Optik und Coilsplit auf.
Der Unterschied von Linde und Mahagoni macht keinen Unterschied. Wenn der Tone high-gain und verzerrt ist.
Ich habs ja an meiner WL-20 gemerkt.
Wegen den Mängeln ist es für mich das Geld nicht Wert.
Gutes Setup, musste nur die Brücke etwas absenken für mein Vorlieben, war aber schon auf 1,5 mm am 12. Bund eingestellt. Intonation war auch gut.
+ OPTIK +
Geschmackssache, aber ich finde dieses "himmlische" mit dem weiß, blond, gold für eine Gitarre für harte Musik ein tolles Konzept. Steh auf diesen Kontrast.
+ SOUND +
Sound ist vielfältig und überraschend hochwertig. Ich jage das Signal der Gitarre in mein Amplitube 5 Max in eine Engl Powerball oder Orange Thunderverb 200 mit ner Menge gain. Die Klarheit ist klasse, der Sound top.
Man muss bei dieser Gitarre wirklich die Tonabnehmer nicht tauschen. Das ist ein großer Pluspunkt in diesem Preisbereich.
Der Bridge PU ist schön hot und aggressiv. Selbst gesplittet! Hier ist es toll etwas Fundament aus der Zerre zu entfernen wenn man möchte. Lärm ist auch in Ordnung gesplittet, als Humbucker sehr sehr still.
Der Neck PU ist bauchig, geschmeidig. Hört sich super mit Fuzz an, gesplittet ist er auch klasse.
Zum vergleich hatte ich bisher die standard Harley Benton High-Gain PUs, EMG SA/S/81/85/60A/Retro Active Hot 70.
Ein Interessanter Punkt: Wenn es einem NUR um den Sound geht und nicht um die Features und Optik, dann würde ich eher die Harley Benton Rock Series um die 120€ Marke empfehlen. Der Sound (hat kein Coilsplit) ist sehr sehr ähnlich, fast gleich.
Ich habe selber die Harley Benton WL-20, habe die parallel zum Vergleich gespielt.
Und die ist ganze 500€ billiger...
- VERARBEITUNG -
Hier gibt es leider einige Negativpunkte.
Eine Saite war falsch auf einen der "Reiter" der Brücke gesetzt und von Schecter gespannt. Undzwar voll gespannt. Es ist jetzt also eine leichte extra Kerbe neben der Hauptkerbe....
Das Binding ist nicht so Klasse. An manchen Stellen gibt es kleine Lücken zwischen dem quilted Holz und dem Binding. Da scheint auch grauer Staub/Schmutz reingekommen zu sein... Für 600€ Kaufpreis geht das nicht für mich in Ordnung.
Das schöne quilted Muster hat leider eine kleine braune Kerbe. Das sticht aus dem weißen Muster heraus.
Eins der Grifbrett-Inlays hatte ein kleines Loch...?
FAZIT
Wenn man Glück mit dem QC hat ist das ne super Gitarre. Es gibt aber günstigere Alternativen mit vergleichbarer Leistung. Auch von Schecter. Die selben PUs gibt es schon ab 400€ .
Die Omen Extreme Serie wertet die Omen-Vorgänger nur mit Optik und Coilsplit auf.
Der Unterschied von Linde und Mahagoni macht keinen Unterschied. Wenn der Tone high-gain und verzerrt ist.
Ich habs ja an meiner WL-20 gemerkt.
Wegen den Mängeln ist es für mich das Geld nicht Wert.
0
0
Bewertung melden
K
Die Sicht eines Gitarren-Wiedereinsteigers
Nach einer längeren Pause habe ich beschlossen, wieder mit dem E-Gitarrespielen anzufangen. Ganz bei null starte ich zwar nicht, aber vieles muss ich mir erst wieder erarbeiten. Deshalb war mir bei der Suche nach einer neuen Gitarre wichtig, dass sie angenehm zu spielen ist, mich motiviert und mir auch langfristig Freude macht.
Dabei bin ich auf die Schecter Omen Extreme-6 in Gloss Natural gestoßen. Ehrlich gesagt hätte ich nicht gedacht, dass ausgerechnet eine Schecter mein Favorit werden würde. Ich höre hauptsächlich Dire Straits, Blues, Indie, Country und Classic Rock. Metal gehört dagegen kaum zu meinem Musikgeschmack. Trotzdem hat mich diese Gitarre sofort begeistert.
Die Optik
Was mich zuerst angesprochen hat, war das Design. Die wunderschöne Holzmaserung, das glänzende Naturfinish und die hellen Verzierungen passen für meinen Geschmack hervorragend zusammen. Die Gitarre wirkt modern, aber gleichzeitig elegant und nicht übertrieben.
Ich weiß, dass viele Gitarristen auf die klassische Stratocaster schwören. Gerade als Fan von Mark Knopfler wäre das vermutlich die naheliegendere Wahl. Mir persönlich gefällt die Form allerdings weniger. Bei der Schecter war es anders: Ich habe sie gesehen und sofort gedacht, dass genau so meine nächste Gitarre aussehen sollte.
Vielleicht klingt das oberflächlich, aber ich finde, dass die Optik eine wichtige Rolle spielt. Gerade beim Wiedereinstieg sollte eine Gitarre Lust aufs Spielen machen.
Verarbeitung und Bespielbarkeit
Natürlich reicht ein schönes Aussehen allein nicht aus. Deshalb habe ich mir verschiedene Testberichte, Videos und Erfahrungen anderer Besitzer angesehen.
Besonders häufig wird die gute Bespielbarkeit erwähnt. Die Omen Extreme-6 besitzt einen schlanken Hals, 24 Extra-Jumbo-Bünde und eine feste Tune-O-Matic-Brücke. Gerade der Hals scheint bei vielen Spielern gut anzukommen.
Für mich als Wiedereinsteiger klingt das vielversprechend. Ich möchte wieder sauber greifen lernen, meine Fingerfertigkeit verbessern und mich irgendwann auch an schwierigere Soli wagen.
Gut gefällt mir außerdem die feste Brücke. Ich brauche kein kompliziertes Tremolosystem, sondern möchte die Gitarre unkompliziert stimmen, neue Saiten aufziehen und einfach spielen.
Klang und Tonabnehmer
Eine meiner größten Fragen war, ob die Schecter überhaupt zu meinem Musikgeschmack passt.
Die beiden Diamond Plus Humbucker sind schließlich eher für kräftige Rock- und Metal-Sounds bekannt. Mich interessieren dagegen besonders schöne Clean-Sounds, bluesige Melodien und klassischer Rock.
Deshalb finde ich die Coil-Split-Funktion spannend. Damit lassen sich die Humbucker umschalten, wodurch hellere und schlankere Klangvarianten möglich werden.
Natürlich entsteht dadurch keine echte Stratocaster. Gerade der typische Klang von Mark Knopfler lässt sich nicht einfach durch das Ziehen eines Reglers nachbilden.
Trotzdem scheint die Gitarre deutlich vielseitiger zu sein, als ihr Metal-Image vermuten lässt.
Bei den Tonabnehmern gehen die Meinungen auseinander. Einige Besitzer sind vollkommen zufrieden, andere wünschen sich mehr Klarheit oder Wärme. Manche tauschen sie deshalb später aus.
Ich würde das zunächst nicht machen. Bevor ich Geld für neue Pickups ausgebe, möchte ich lieber herausfinden, was mit den vorhandenen möglich ist.
Dire Straits auf einer Schecter?
Diese Frage hat mich besonders beschäftigt.
Mark Knopfler gehört zu den Gitarristen, die mich wieder zum Spielen motiviert haben. Seine Melodien, sein Klang und vor allem seine Fingertechnik faszinieren mich.
Natürlich wäre eine Stratocaster für viele seiner frühen Songs wahrscheinlich besser geeignet. Trotzdem glaube ich nicht, dass ich dieselbe Gitarre besitzen muss, um seine Musik spielen und genießen zu können.
Mir geht es darum, seine Songs zu lernen, meine Technik zu verbessern und irgendwann meinen eigenen Stil zu entwickeln.
Zu Hause spiele ich die Schecter über mein Focusrite Scarlett Solo und AmpliTube 5. So habe ich die Möglichkeit verschiedene Verstärker und Effekte auszuprobieren, ohne direkt zusätzliches Equipment kaufen zu müssen.
Auch ein Review-Video der Gloss-Natural-Version mit den originalen Tonabnehmern hat mein Interesse verstärkt.
Was mich noch skeptisch macht
Trotz meiner Begeisterung sehe ich auch einige Schwächen.
Die serienmäßigen Tonabnehmer treffen offenbar nicht jeden Geschmack. Bei der Elektronik darf man außerdem keine Ausstattung erwarten, wie man sie bei deutlich teureren Gitarren findet.
Auch die Werkseinstellung scheint unterschiedlich auszufallen. Dazu kommt, dass der moderne Hals mit seinen 24 Bünden nicht unbedingt jedem gefallen wird.
Für mich sind das allerdings keine grundsätzlichen Ausschlusskriterien. Man sollte diese Punkte nur vor dem Kauf berücksichtigen.
Mein Fazit
Nach allem, was ich bisher gelesen und gesehen habe, macht die Schecter Omen Extreme-6 Gloss Natural auf mich einen überzeugenden Eindruck. Sie sieht wunderschön aus, scheint angenehm spielbar zu sein und bietet viele klangliche Möglichkeiten.
Ob sie mich langfristig überzeugt, kann ich natürlich erst nach ausreichend eigener Spielerfahrung beurteilen.
Mir ist bewusst, dass sie nicht die perfekte Gitarre für den klassischen Mark-Knopfler-Sound ist. Vielleicht werde ich mir irgendwann zusätzlich eine Fender oder Suhr kaufen.
Im Moment suche ich aber keine perfekte Kopie eines bestimmten Sounds. Ich suche eine Gitarre, mit der ich wieder Freude am Spielen finde.
Und genau deshalb gefällt mir die Schecter so gut: Sie ist vielleicht nicht die offensichtlichste Wahl für meinen Musikgeschmack, aber sie ist die Gitarre, auf die ich wirklich Lust habe.
Wenn sie mich dazu motiviert, regelmäßig zu üben und wieder besser zu werden, dann erfüllt sie für mich ihren wichtigsten Zweck.
Dabei bin ich auf die Schecter Omen Extreme-6 in Gloss Natural gestoßen. Ehrlich gesagt hätte ich nicht gedacht, dass ausgerechnet eine Schecter mein Favorit werden würde. Ich höre hauptsächlich Dire Straits, Blues, Indie, Country und Classic Rock. Metal gehört dagegen kaum zu meinem Musikgeschmack. Trotzdem hat mich diese Gitarre sofort begeistert.
Die Optik
Was mich zuerst angesprochen hat, war das Design. Die wunderschöne Holzmaserung, das glänzende Naturfinish und die hellen Verzierungen passen für meinen Geschmack hervorragend zusammen. Die Gitarre wirkt modern, aber gleichzeitig elegant und nicht übertrieben.
Ich weiß, dass viele Gitarristen auf die klassische Stratocaster schwören. Gerade als Fan von Mark Knopfler wäre das vermutlich die naheliegendere Wahl. Mir persönlich gefällt die Form allerdings weniger. Bei der Schecter war es anders: Ich habe sie gesehen und sofort gedacht, dass genau so meine nächste Gitarre aussehen sollte.
Vielleicht klingt das oberflächlich, aber ich finde, dass die Optik eine wichtige Rolle spielt. Gerade beim Wiedereinstieg sollte eine Gitarre Lust aufs Spielen machen.
Verarbeitung und Bespielbarkeit
Natürlich reicht ein schönes Aussehen allein nicht aus. Deshalb habe ich mir verschiedene Testberichte, Videos und Erfahrungen anderer Besitzer angesehen.
Besonders häufig wird die gute Bespielbarkeit erwähnt. Die Omen Extreme-6 besitzt einen schlanken Hals, 24 Extra-Jumbo-Bünde und eine feste Tune-O-Matic-Brücke. Gerade der Hals scheint bei vielen Spielern gut anzukommen.
Für mich als Wiedereinsteiger klingt das vielversprechend. Ich möchte wieder sauber greifen lernen, meine Fingerfertigkeit verbessern und mich irgendwann auch an schwierigere Soli wagen.
Gut gefällt mir außerdem die feste Brücke. Ich brauche kein kompliziertes Tremolosystem, sondern möchte die Gitarre unkompliziert stimmen, neue Saiten aufziehen und einfach spielen.
Klang und Tonabnehmer
Eine meiner größten Fragen war, ob die Schecter überhaupt zu meinem Musikgeschmack passt.
Die beiden Diamond Plus Humbucker sind schließlich eher für kräftige Rock- und Metal-Sounds bekannt. Mich interessieren dagegen besonders schöne Clean-Sounds, bluesige Melodien und klassischer Rock.
Deshalb finde ich die Coil-Split-Funktion spannend. Damit lassen sich die Humbucker umschalten, wodurch hellere und schlankere Klangvarianten möglich werden.
Natürlich entsteht dadurch keine echte Stratocaster. Gerade der typische Klang von Mark Knopfler lässt sich nicht einfach durch das Ziehen eines Reglers nachbilden.
Trotzdem scheint die Gitarre deutlich vielseitiger zu sein, als ihr Metal-Image vermuten lässt.
Bei den Tonabnehmern gehen die Meinungen auseinander. Einige Besitzer sind vollkommen zufrieden, andere wünschen sich mehr Klarheit oder Wärme. Manche tauschen sie deshalb später aus.
Ich würde das zunächst nicht machen. Bevor ich Geld für neue Pickups ausgebe, möchte ich lieber herausfinden, was mit den vorhandenen möglich ist.
Dire Straits auf einer Schecter?
Diese Frage hat mich besonders beschäftigt.
Mark Knopfler gehört zu den Gitarristen, die mich wieder zum Spielen motiviert haben. Seine Melodien, sein Klang und vor allem seine Fingertechnik faszinieren mich.
Natürlich wäre eine Stratocaster für viele seiner frühen Songs wahrscheinlich besser geeignet. Trotzdem glaube ich nicht, dass ich dieselbe Gitarre besitzen muss, um seine Musik spielen und genießen zu können.
Mir geht es darum, seine Songs zu lernen, meine Technik zu verbessern und irgendwann meinen eigenen Stil zu entwickeln.
Zu Hause spiele ich die Schecter über mein Focusrite Scarlett Solo und AmpliTube 5. So habe ich die Möglichkeit verschiedene Verstärker und Effekte auszuprobieren, ohne direkt zusätzliches Equipment kaufen zu müssen.
Auch ein Review-Video der Gloss-Natural-Version mit den originalen Tonabnehmern hat mein Interesse verstärkt.
Was mich noch skeptisch macht
Trotz meiner Begeisterung sehe ich auch einige Schwächen.
Die serienmäßigen Tonabnehmer treffen offenbar nicht jeden Geschmack. Bei der Elektronik darf man außerdem keine Ausstattung erwarten, wie man sie bei deutlich teureren Gitarren findet.
Auch die Werkseinstellung scheint unterschiedlich auszufallen. Dazu kommt, dass der moderne Hals mit seinen 24 Bünden nicht unbedingt jedem gefallen wird.
Für mich sind das allerdings keine grundsätzlichen Ausschlusskriterien. Man sollte diese Punkte nur vor dem Kauf berücksichtigen.
Mein Fazit
Nach allem, was ich bisher gelesen und gesehen habe, macht die Schecter Omen Extreme-6 Gloss Natural auf mich einen überzeugenden Eindruck. Sie sieht wunderschön aus, scheint angenehm spielbar zu sein und bietet viele klangliche Möglichkeiten.
Ob sie mich langfristig überzeugt, kann ich natürlich erst nach ausreichend eigener Spielerfahrung beurteilen.
Mir ist bewusst, dass sie nicht die perfekte Gitarre für den klassischen Mark-Knopfler-Sound ist. Vielleicht werde ich mir irgendwann zusätzlich eine Fender oder Suhr kaufen.
Im Moment suche ich aber keine perfekte Kopie eines bestimmten Sounds. Ich suche eine Gitarre, mit der ich wieder Freude am Spielen finde.
Und genau deshalb gefällt mir die Schecter so gut: Sie ist vielleicht nicht die offensichtlichste Wahl für meinen Musikgeschmack, aber sie ist die Gitarre, auf die ich wirklich Lust habe.
Wenn sie mich dazu motiviert, regelmäßig zu üben und wieder besser zu werden, dann erfüllt sie für mich ihren wichtigsten Zweck.
0
0
Bewertung melden