Schon viele Jahre spiel(t)e ich ein K-Heavy Ride in 20", welches mir in einer "rockig" orientierten Band auch immer gute Dienste geleistet hatte.
Der musikalische Kontext hat sich nun in letzter Zeit etwas verändert und es sind mehr jazzig- funkig- und bluesige Elemente vorhanden. Dafür war mir das Heavy Ride schon länger zu "trocken" und zu wenig komplex. Auch die Möglichkeit des Ancrashens war mir zu wenig gegeben.
Also war ich auf der Suche nach einem neuen Ride, welches den Charakter des Heavy Rides mit prägnanter Kuppel und definiertem Stocksound im inneren Bereich nicht komplett verlässt, aber "außen" gespielt deutlich mehr Komplexität bietet und sich auch in gewissem Maße crashen lässt.
Es war klar, dass dafür ein eher größeres Ride in Frage kommt und mit dem 22er "K-Dark-Medium" habe ich genau das gesuchte gefunden.
Die Range vom lauten und klaren Ping der großen Kuppel bis hin zum gut ansprechenden dunklen und komplexen Grundton im äußeren Bereich ist beeindruckend. Als Ersatz für ein Jazz-Ride reicht es nicht ganz, dafür "rauscht" es dann doch zu wenig, aber für meinen oben beschriebenen Zweck finde ich es absolut perfekt!
Einziger Wermutstropfen: Entgegen meinen bisherigen Erfahrungen mit K-Zildjian gab es einen kleinen Mangel bei der Verarbeitung - das Kuppel-Loch war nicht perfekt entgratet, da musste ich etwas nacharbeiten. Daher nur 4 Sterne bei "Verarbeitung".
Ansonsten ein unglaublich flexibles, tolles, dunkles Ride. Absolute Empfehlung.
Randnotiz: Ich konnte bei Thomann drei Stück davon testen - zwei wurden dafür aus dem Lager geholt, VIELEN DANK DAFÜR. Die drei Exemplare lagen wirklich sehr dicht zusammen, jedes davon wäre für mich ok gewesen. Trotzdem hat mir das ausgewählte der drei natürlich am besten gefallen ;-)