Zum Seiteninhalt

Boss IR-2 Amp & Cabinet

32 Kundenbewertungen

4.5 / 5

Bedienung

Features

Sound

Verarbeitung

Boss IR-2 Amp & Cabinet
159 CHF
Alle Preise inkl. MwSt.
Sofort lieferbar
1

15 Rezensionen

D
Bedingt für Gigs anwendbar
DocRl 01.01.2025
Nachdem das Boss IR-2 Pedal anfänglich praktisch nicht zu bekommen war hat sich die Nachfrage inzwischen offensichtlich normalisiert.
Ich sammle BOSS Pedale und habe das Pedal aufgrund der durchwegs positiven Bewertungen und Testvideos voller Vorfreude an mein Pedalboard angeschlossen und über eine passive DI Box in mein Digitalmischpult im Proberaum gestöpselt.
An diesem Punkt muss ich kurz den geplanten Einsatz des IR-2 erklären. Ich nehme nichts auf, ich nutze keine Audio Interfaces und in spiele auch nicht über Kopfhörer. Ich wollte das IR-2 als "Ersatz-Amp" auf das Pedalboard packen, falls bei einem Gig mein Fender Deluxe Reverb ausfällt oder bei Sessions/Open Mic-Situationen das IR-2 als Amp verwenden und jeweils per DI--Box in die Band-PA oder die bei der Session vorhandene PA gehen - sollte für einige Stücke ausreichend gut sein.
Nur leider gelingt mir das mit dem IR-2 nicht. Der Clean Sound in der ersten Einstellung ist nett aber das war es. Die TWN Einstellung klingt über die PA überhaupt nicht nach dem Vorbild. Ich gehe mono ins Mischpult, dort muss man GAIN ganz schön weit aufdrehen. Die Klangregelung am Mischpult ist bis auf einen ganz tief angesetzten Low Cut neutral eingestellt.
Die weiteren Verstärkermodelle des IR-2 sind halt mit aufsteigender Reihenfolge immer verzerrter. Das IR-2 ist ein "2-Kanaler", also bekommt man eine noch stärker verzerrte Variante. Klingt aber auch alles recht harsch. Mit meiner Gibson ES 335 muss ich bei den "cleanen" Amp-Modellen beim Gain am IR-2 aufpassen, sonst zerrt es relativ schnell. Dabei hat die ES 335 schon Humbucker, aber die sind jetzt nicht wirklich brutale High Output Teile.
Die Klangregelung am IR-2 greift gut, mit "Ambience" kann ich gar nichts anfangen und um andere Hall-Varianten einzustellen muss man wissen wie das geht. Ist alles doch recht "digital", auch wenn das IR-2 schon die Einstellmöglichkeiten eines echten Amps hat, ohne in Menues abzutauchen.
Die Effects Loop am IR-2 habe ich nicht weiter ausprobiert, schön dass sie da wäre.
Experten werden sicher entgegnen, das IR-Lösungen nicht oder eher nicht wie ein Amp klingen, sondern wie ein mikrofonierter Amp. Damit wäre die Situation, mich über das IR-2 aus der PA zu hören analog zum Verstärker, der halt per Mikro übers Mischpult und die PA zu hören ist. Ich habe damit experimentiert, eine aktive Monitorbox - die ja quasi "Full Range Flat Response" hat als "Gitarrenamp" oder Endstufe für das IR-2 zu verwenden. Auch das klingt nicht wie ein Amp und "Fender Clean" Sounds bekomme ich nicht mit dem IR-2 hin. Den besten Klang habe ich an einer IMG Stageline Flat M 200 Aktive-Monitorbox bekommen, die hat keine Hochtöner. Habe das IR-2 auch an meine BOSE S1 gehängt, die mit Konservenmusik super klingt und auch als Akustikgitarren-Amp funktioniert, die Töne aus der IR-2 über die S1 sind schrecklich, egal, ob in der linearen oder "Gitarren" - Einstellung der Klangregelung an der BOSE.
Bei aller Enttäuschung - das BOSS Pedal ist wie immer sehr gut verarbeitet, die Potis sind wackelfrei und laufen satt.
Mein Fazit: Ich habe keine Ahnung, wie die tollen, gut unterscheidbaren und typischen Sounds des IR-2 in den Review-Videos zustande kommen. Für meinen geplanten Einsatzzweck in Live-Situationen an der PA gefällt mir der erzielbare Sound nicht, klingt einfach künstlich. Man findet einige halbwegs passende Einstellungen aber trotzdem habe ich mehr erwartet. Ich behalte das IR-2 und werde mich auch noch mehr damit beschäftigen, einen Gitarrenverstärker wird es für mich nicht ersetzen können.
Neue Erkenntnisse: Ich habe mich inzwischen länger mit dem IR-2 Pedal beschäftigt, nachdem ich bei einer Session mitbekommen habe, dass IR-/Modelling Pedale anderer bekannter Hersteller auf Live Bühnen auch keinen tollen Sound liefern. BOSS IR-2 auf "Factory Preset" zurückgesetzt und streng nach Bedienungsanleitung neu konfiguriert, auf Amp-Auswahl "1" für Anschluss an Interfaces oder Mixer. Über einfache Palmer DI in ein Behringer X32 Producer, PA ist Maui11, Gitarre für die Versuche war Gibson ES335, ich habe das Signal durch mein normales Effektboard ins IR-2 geschickt. EQ am IR-2 etwas angepasst (am Pult nur Low Cut bei 50Hz, sonst kein EQ) und es kommt bei CLEAN und TWN ein für mich notfalls verwendbarer Sound raus. Wie meine Fender Tonemaster und Röhren-Princetons uns Deluxe Reverbs klingt das nicht, aber es kommt ein brauchbarer Clean-Sound aus der PA.
Kritisch ist der GAIN Regler am IR2, mit der ES335 zerrt sogar der CLEAN Kanal ab GAIN ca. 13 Uhr. Komisch ...
Die Pedale werden erstaunlich gut angenommen - alles von BOSS beim Expeiment. Compressor (CS3), Phaser (PH3), Tremolo (TR2) und Delay (RE2) klingen gut, der BP-1W Booster ist auch brauchbar und die OD3 und SD1 Overdrives sind erkenn- und unterscheidbar.
Ich habe mir als zweiten Kanal (rote LED am IR2) noch einen angezerrten Sound mit der BRITISH Einstellung gebaut. Umschalten zwischen "grün" und "rot" und abspeichern der Einstellungen dahinter sind super einfach, das hat BOSS gut gemacht.
Fazit: Das BOSS IR-2 funkjtioniert schon, offensichtlich war meine Erwartungshaltung zu hoch. Ich würde bei Ausfall meines Haupt-Amps oder bei einer 3-Lieder-Session damit live spielen. Völlig ungewohnt ist, dass der E-Gitarren Sound nicht aus einem Amp kommt, Monitoring wäre bei so einer Anwendung sehr wichtig.
Bedienung
Features
Sound
Verarbeitung
16
12
Bewertung melden

Bewertung melden

CC
Gewöhnungsbedürftig
Carsten Conley 26.03.2025
Ich tue mir ein wenig schwer damit, weil ich es immer wieder wie ein Effektpedal benutzen möchte, was es ja so nicht ist. So gesehen ist es für mich gewöhnungsbedürftig. Da ich es nur für Home-Recording brauche ist das für mich aber auch kein Problem. Es sind ein paar wirklich brauchbare Sounds dabei. Die Verarbeitung ist einwandfrei. Funktionen und Einstellmöglichkeiten sind auch ok. Ob das auch im Life-Set taugt muss jemand anderes beurteilen.
Bedienung
Features
Sound
Verarbeitung
2
0
Bewertung melden

Bewertung melden

MM
Maritimer Martin 07.02.2026
Ich benutze das Gerät als Ampersatz ständig auf meinem Board. Ich habe es mit Universal Audio Modellern und Nux Amp Academy verglichen und alle anderen zurück gegeben. Es ist für mich das beste Gerät von diesen aber nicht perfekt. Wer 99 Prozent des Sounds seines Lieblingsamps will, sollte Universal Audio ins Auge fassen. Wem 95 Prozent reichen, aber dafür mehr Möglichkeiten will, nimmt Nux oder Boss. Hier mal die Vor- und Nachteile des Boss:

1. Schon mal versucht bei einem Tweed Bassman die Mitten etwas rauszudrehen? Geht beim Original nicht, beim Boss schon. Die Amps klingen wirklich gut und die IRs von Celestion sind gut gemachte IRs, aber sie passen nicht immer zu den Amps. Gerade beim Tweed und Twin hört man das. Der Tweed braucht seine 4x Jensen P10R und der Twin den Jensen C12N und nicht irgendwelche halbwegs ähnlichen Celestions. Wer speziell auf diese Amps steht, sollte gleich passende IRs kaufen. Ich empfehle York Audio. Dann ist der Sound wirklich dicht am Original, das gilt auch für das Spielgefühl.

2. Das Wechseln von IRs mit der Software ist auch super easy.

3. Das Gerät speichert zwei Presets automatisch ab. Das ist einfach und genial.

4. Sehr gut ist, dass man das Gerät so einstellen kann, dass es "weiß" ob man über eine PA, Kopfhörer oder den Return eines Amps spielt. Es passt seinen Frequenzgang danach an. Aber diese Einstellung ist eine kryptische Drehknopfkombination und man muss dafür den ganzen Sound wieder verstellen. Hier wäre ein Schalter hilfreich gewesen.

5. Der Volumen Regler ist wegen der Tandem Potis winzig. Da er auch noch sehr empfindlich reagiert, ist es gar nicht so einfach, ihn genau einzustellen. Hier sollte man beim nächsten Update die Skalierung des Drehreglers überarbeiten und den sinnvollen Bereich etwas breiter machen.

6. Die Erkennung über USB läuft ohne Probleme, sogar in Linux erkennt meine DAW (Reaper) das Gerät einwandfrei.

7. Das Reverb ist ein Gimmick, mehr nicht. Es macht das Üben mit Kopfhörern angenehmer, etwas Raum zu haben. Was aber eine Plate und eine Hall in dem Teil sollen, ist mir unklar. Ein Spring Reverb wäre hilfreicher, denn mit dem Vox AC 30 und dem Twin Reverb werden Amps simuliert, die eines haben. Wer ein Spring Reverb haben will, muss abef den Auxweg des Pedals nutzen und eines einschleifen. (Das Spring Reverb der Nux Amp Academy klingt übrigens nicht gut, und das Ruby von Universal Audio hat keines.)

8. Der Rauschabstand ist wirklich ausgezeichnet. Nux hat mit den Amps auch deren Rauschen geklont und darum stets ein Noisegate in den Pedalen drin. Boss hat dieses Detail der Originale weggelassen.

Fazit: Boss ist auf einem guten Weg und hat hier ein sehr gutes, wenn auch nicht ganz perfektes Gerät abgeliefert.
Bedienung
Features
Sound
Verarbeitung
1
0
Bewertung melden

Bewertung melden

Boss IR-2 Amp & Cabinet