DR Strings Pure Blues PHR-12
E-Gitarre Saiten
- Extra Heavy
- Stärken: .012, .015, .024, .032, .042, .052
- G-Saite umwickelt
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Erhältlich seit November 2007
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Artikelnummer 139308
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Verkaufseinheit 1 Stück
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Saitenstärke 012 - 052
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Saitenstärke 0,012" – 0,052"
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Material Nickel
Vintage-Sound Nickelsaiten
Die DR Pure Blues PHR-12 Saiten gehen klanglich eher in Richtung “Oldschool”. Hier wird gar nicht erst versucht, möglichst viel Brillanz herauszuholen. Stattdessen klingen die Saiten runder, die Höhen sind zurückhaltender, die unteren Mitten stärker betont. Grund dafür ist die Wicklung aus reinem Nickel. Das macht sich bemerkbar, vor allem wenn man vorher einen „normalen“ Satz gespielt hat. Der Unterschied ist nicht riesig, aber doch deutlich genug, um den Charakter der Gitarre zu verändern. Auch beim Spielgefühl passiert etwas: Durch den Round-Core-Aufbau wirken die Saiten flexibler, insgesamt aber natürlich straffer als ein leichterer Satz. Bendings und Vibrato erfordern mehr Kraft, bieten dafür aber auch mehr Kontrolle über den Ton. Unterm Strich erhält man mit den PHR-12 also keinen modernen, brillanten Sound, sondern einen, der sich besonders für klassischen Rock oder Blues eignet.
Weniger Schärfe im Sound
Beim Aufziehen merkt man erstmal nichts Besonderes. Klassischer Satz in .012 - .054, fühlt sich direkt vertraut an - nur eben mit mehr Zug auf den Fingern. Beim Spielen ist der Unterschied zu Nickel-Plated oder reinen Stahlsaiten dann schon spürbar. Die Saiten wirken straffer und reagieren direkter auf den Anschlag. Bendings brauchen mehr Einsatz, bleiben dafür aber stabil und kontrolliert. Klanglich passiert nichts Spektakuläres, eher das Gegenteil. Der Ton wirkt wärmer, die Höhen sind nicht so präsent. Akkorde klingen geschlossen, einzelne Noten setzen sich trotzdem gut durch und besitzen mehr Substanz. Im Setup gibt es nichts zu beachten: Draufziehen, stimmen, fertig. Funktioniert mit Single Coils genauso wie mit Humbuckern. Gerade bei mit Single Coils bestückten Gitarren können die PHR-12 gut passen, weil sie die Schärfe herausnehmen und dem Ton mehr Fundament geben.
Für Blues- und Classicrock-Player
Die PHR-12 Saiten passen gut zu Spielern, die eher auf einen warmen, runden Ton stehen und ein etwas strafferes Spielgefühl bevorzugen. Also alles, was in Richtung Blues, Classicrock oder auch etwas kräftigere Rhythmusarbeit geht. Wer eher moderne, brillante Sounds sucht oder viel mit sehr höhenreichen Einstellungen spielt, wird eher andere Saiten suchen. Dafür sind diese Blues-Saiten einfach nicht gemacht. Ganz interessant sind sie auch für Leute, die ihrer Gitarre etwas mehr Fundament geben wollen. Gerade bei leichteren Sätzen oder sehr direkten Instrumenten kann der Wechsel auf .012 spürbar mehr Druck und Stabilität bringen. Und auch für Spieler, die sich bewusst für einen stärkeren Satz entscheiden und ihr Spiel entsprechend anpassen möchten, sind sie eine gute Option. Man merkt schnell, dass mehr Widerstand da ist - bekommt dafür aber auch mehr Kontrolle über den Ton.
Über DR Strings
Die US-amerikanische Saitenmanufaktur DR Strings wurde im Jahr 1989 von Mark Dronge gegründet, dem Sohn des Guild-Guitars-Gründers Alfred Dronge. Schon von klein auf war er mit Musik und Instrumenten vertraut – eine Leidenschaft, die ihn sein Leben lang begleitete. Diese Erfahrung sowie der Anspruch an stetige Weiterentwicklung prägen die Philosophie der Firma bis heute. Im Katalog finden sich unterschiedlichste Saitensätze – immer mit dem Ziel, das Beste aus jedem Instrument herauszuholen. Um dies zu erreichen, verbindet das Familienunternehmen hochwertige Materialien mit bewährten Produktionsmethoden und qualifiziertem Fachpersonal. Kein Wunder, dass DR Strings Musiker auf der ganzen Welt überzeugt – darunter auch Legenden wie Sting, Derek Trucks, Jared James Nichols und Bootsy Collins.
Mehr Substanz im Ton
Die DR Strings PHR-12 machen vor allem dann Spaß, wenn man eher clean oder leicht angezerrt unterwegs ist. Gerade im Blues oder im klassischen Rock kommt ihr warmer Grundcharakter gut durch. Akkorde wirken voller und haben mehr Fundament, ohne matschig zu wirken. Der Ton bleibt weich, reagiert aber sehr direkt auf die Anschlagsdynamik. Hebt man den Gain am Amp leicht an, erhält man einen angenehmen Crunch, der nicht zu bissig wird, sondern eher dicht und rund bleibt. Auch mit Single-Coil-Gitarren kann das interessant sein. Die typische Schärfe (insbesondere beim Steg-Pickup) wird etwas abgemildert, gleichzeitig bekommt der Ton mehr Körper. Bei Humbuckern wird es noch dichter und tragfähiger, was sich u.a. gut für singende Lead-Sounds eignet. Neben dem .012 - .054 Satz gibt es die Pure Blues noch in weiteren Stärken, sodass man das Spielgefühl je nach Vorliebe anpassen kann.