Drawmer FC1 FET Compressor B-Stock
FET Compressor im 500er Modul Format
- voll ausgestatteter Soft-Knee-FET-Kompressor mit kurzen Attack- und Release-Zeiten
- gerasterte Regler
- BIG und AIR Modi zur Verstärkung tiefer Frequenzen sowie Erhöhung der Klarheit im Hochtonbereich
- Side-Chain-Link (über Pin 6)
- integrierte CRUSH-Funktion für harmonische Sättigung und mehr Wärme
- Wet/Dry-Mix für Parallelkompression
- True-Bypass
- benötigt 1 Steckplatz der 500er-Serie
- Abmessungen (B x H x T): 38 x 135 x 150 mm
- Gewicht: 0,38 kg
-
Erhältlich seit August 2026
-
Artikelnummer 653039
-
Verkaufseinheit 1 Stück
-
Pre-Amp Nein
-
48 V Phantomspeisung Nein
-
Kompressor Ja
-
Limiter Nein
-
Equalizer Nein
-
De-Esser Nein
-
Sonstige Prozessoren Nein
-
Rack/Frame Nein
-
Zubehör Nein
Knackige Soft-Knee-Kompression
Beim Drawmer FC1 FET Compressor handelt es sich um einen komplett ausgestatteten, monophonen Kompressor im 500er Lunchbox-Format, der zu einem erstaunlich günstigen Preis zu haben ist. Das Modul mit einer vollen Steckplatzbreite basiert auf den Schaltungen der Modellserie 1970, arbeitet mit Feldeffekttransistoren (FET) und verfügt über eine weiche Übergangsphase um den Threshold-Bereich (Soft-Knee). Neben schnellen Regelzeiten für die Ein- und Ausschwingphase zählt ein Dry-Wet-Regler für eine mögliche Parallelkompression zur Ausstattung. Weitere Besonderheiten sind die Funktionen Big und Air, die für ein satteres Bassfundament und eine verbesserte Transparenz sorgen sollen. Die Funktion Crush wiederum liefert durch eine Ergänzung harmonischer Obertöne zusätzliche Klangwärme.
Hervorragende Ausstattung
Der Drawmer FC1 ist bestens für die Bearbeitung von Einzelsignalen in Form von Schlagzeug, E-Gitarren und Gesang geeignet. Das Modul sorgt dabei für druckvolle Klangergebnisse. Die Bedienung erfolgt über sieben 21-fach gerasterte Regler (Input, Output, Mix, Threshold, Ratio, Attack, Release) und sechs Tasten (Big/Air, PGM, Link, I/P VU, Crush, Bypass), die eine vielfältige Konfiguration ermöglichen. Hinzu kommt die Möglichkeit, auf ein externes Sidechain-Signal zurückzugreifen. Der Mix-Regler gestattet ein definierbares Mischungsverhältnis von Eingangs- und Effektsignal und erlaubt so drastische Einstellungen anteilig im Sinne einer Parallelkompression zu nutzen. Schließlich ist eine Link-Funktion vorgesehen, um mehrere Module zu einer Stereo- oder Mehrkanaleinheit zu kombinieren. Dabei werden die Parameter Threshold, Ratio, Big und Air miteinander gekoppelt.
Druck und Charakter
Zunächst einmal liefert der FC1 den Drawmer-typischen Sound der Modellreihe 1970. Auf eine druckvolle, schnelle und gleichzeitig unauffällige FET-Kompression darf man sich also verlassen. Dabei sind die Ergebnisse dank der gerasterten Potis sogar händisch exakt reproduzierbar. Neben Einzelsignalen lassen dank Linkfunktion auch Subgruppen und Stereosignale bearbeiten. Die Schaltung selbst, aber auch die Voicing-Optionen Big, Air und Crush sorgen für ein prägnantes Klangergebnis. Transienten bleiben erhalten, während Druck und der nötige Biss ergänzt werden, um das nötige Gewicht in der Mischung zu erzielen. Insbesondere die Crush-Funktion kann dabei durch ergänzende Obertöne in Form einer Sättigung die Wahrnehmbarkeit verbessern. Für schnelle Klangvergleiche hilft die Bypass-Taste, die unmittelbare Klangvergleiche durch eine vollständige Umgehung der Schaltung ermöglicht.
Über Drawmer
Drawmer ist ein britischer Hersteller professioneller Audiotechnik, der 1982 von Ivor Drawmer gegründet wurde. Produktdebüt war das unverändert erhältliche Modell DS201, das erste frequenzselektive Noise Gate. Bis heute werden sämtliche Geräte in Großbritannien entwickelt und gefertigt. Drawmers innovative Schaltungsdesigns verbinden klassische Analogtechnik mit praxisorientierten Funktionen und orientieren sich gezielt an den Anforderungen von Toningenieuren. Zum Sortiment gehören unter anderem Kompressoren, Equalizer, Mikrofonvorverstärker, Monitor-Controller und Signalprozessoren für Studio-, Live- und Broadcast-Anwendungen. Produkte wie der Channelstrip 1960 – der zwei Preamps, einen Röhrenkompressor und eine DI-Box vereinte und von namhaften Künstlern wie Paul McCartney, Eric Clapton, Madonna und Stevie Wonder eingesetzt wurde – sind nach wie vor fester Bestandteil zahlreicher professioneller Produktionsumgebungen.
Jede Menge Möglichkeiten der Klangformung
Dank variabler Attack- und Release-Zeiten lässt sich der Drawmer FC-1 bestens auf das Eingangssignal abstimmen. Alternativ kann eine PGM-Automatik übernehmen und ungewollten Pumpeffekten bei intensiver Kompression entgegenwirken. Die Überwachung der Pegel und der Pegelabsenkung erfolgt dabei gut sichtbar direkt am Modul. Die Funktionen Big und Air gehen auf das dreibandige Modell 1973 zurück. Dabei lässt sich der Bassbereich durch eine herabgesetzte Empfindlichkeit in der Dektionsschaltung betonen, um zusätzlichen Druck zu schaffen, ungewolltes Pumpen zu reduzieren und das Regelverhalten natürlicher zu gestalten. Die Air-Funktion übernimmt die Aufgabe, hohe Frequenzen, die im Laufe des Kompressionsvorganges verlorengegangen sind, wieder herzustellen und so für verbesserte Transparenz zu sorgen. Das nützt insbesondere der Sprachverständlichkeit und dem „Blech“ des Schlagzeugs.
Im Detail erklärt
API-Format 500
Das modulare 500er Format wurde von API (Automated Processes, Inc.) gegen Ende der 60er-Jahre entwickelt. So wurde es dem Hersteller möglich, eigene technische Schaltungen an andere Hersteller zu lizenzieren, die diese in ihren Mischpulten zum Einsatz brachten. Die Modulkassetten kamen in der Folge auch in eigenen Mischpulten zum Einsatz. 1999 folgte das Konzept der „Lunchbox“, mit der sich bewährte Schaltungen mischpultunabhängig in einem Modulrahmen bereitstellen ließen. 2006 öffnet der US-amerikanische Hersteller diesen Standard (VPR Alliance) mit entsprechenden Spezifikationen, damit auch andere Firmen kompatible Module und Rahmen konzipieren können. Inzwischen gibt es etliche Anbieter, die unterschiedlichste Studioperipherie für das 500er Format offerieren. Hierzu gehören neben Drawmer auch AMS Neve, Chandler Limited, SSL, Heritage Audio und weitere Hersteller.