In meiner persönlichen Reise als Bassist, die inzwischen 23 Jahre lang ist, habe ich einige Sachen zusammengetragen, die mir immer wichtiger wurden.
Ich verliebte mich in die Flexibilität eines Aktiv-Basses und je nuancierter ich meinen Sound einstellen konnte desto zufriedener war ich.
Beim American Ultra II kann ich die Einstellungen angenehm vornehmen und merke durchaus auch direkt die Auswirkungen. Den Mittenfrequenz-Switch muss ich zwar noch ein bisschen konkreter ausprobieren, aber wenn ich mit kleinen Anpassungen bereits große Wirkung erzielen kann, bin ich gespannt die Möglichkeiten auszureizen.
Für einen Bassisten habe ich tatsächlich recht kurze Finger, weswegen ich eine Zeit lang bei Ibanez und den dünneren Hälsen hängenblieb; vor allem beim 6-Saiter.
Und auch hier kommt mir der Fender persönlich sehr gut entgegen. Der C-Shape-Hals erlaubt mir weiterhin eine gute Bespielbarkeit über das gesamte Griffbrett ohne zu verkrampfen.
Soundtechnisch hatte ich mich einige Zeit mit einem J-Bass ausgetobt und mit meinem insgesamt eher entspannten Klang und Stil unserer Rock/Metal-Combo einen sehr eigenen Ton gegeben. Doch irgendwie sehnte ich mich auch nach dem vollen Ton des P-Basses, der auch einfach allem eine gewisse Fülle liefert, die gerade bei langsamen Bassstellen prägnant sein muss.
Der American Ultra II bietet als PJ-Bass beide Klangwelten für mich, womit er für mein persönliches Klangbild die nächste Station meiner Reise darstellt.
Im Bandkontext kommt der Bass wunderbar durch ohne den Rest einfach nur wegzudrücken. Stattdessen schließt er unsere Sounds wunderbar ein und wenn der Gitarrist mal nichts zu bemängeln hat, da seine Gitarre durch den Bass nochmal schöner klingt, kann man nicht klagen.
Spielbarkeit ist wunderbar sanft. Das Ebenholz-Griffbrett macht einen sehr angenehmen Eindruck. Die Tonabnehmer nehmen sanfte Anschläge wunderbar an und der Bass hängt perfekt in Balance um den Hals.
Ich kann den American Ultra II jedem empfehlen, der eben jene Flexibilität im Sound sucht.
Es ist eine Bestie, die ich in Zukunft ebenfalls zu bändigen versuche. Dafür werde ich auch mal mein Pedalboard überarbeiten, um die nächste Etappe auf meiner Reise zu begehen und zu sehen, ob ich den optimalen Klang für mich herauskitzeln kann.