Edit 08.03.2026:
Nach einem guten Jahr ist die "Honeymoon-Phase" definitiv vorbei, und es zeigen sich doch ein paar Kratzer im Lack...
- Das GUI ist nicht groß genug skalierbar für moderne 4K-Monitore, was die Bedienung sehr erschwert. Update-Politik seitens GForce ist doch ziemlich mau...
- Beim Ansteuern der Osc-Tunings über MIDI cc sind ALLE Schritte "out of tune", obwohl beim Stellen mit der Maus ordentliche Halbton-Steps gemacht werden. Damit ist die Fernsteuerung über MIDI-Controller wertlos für diesen doch eher wichtigen Parameter. Habe vor über einem Jahr mit GForce Kontakt gehabt deshalb, jedoch... siehe oben. Virus zeigt, wie's geht!
- Die Hüllkurven verhalten sich sehr seltsam. Beim Attack passiert über fast 1/4 des Potiwegs gar nichts (und ich meine nicht nur den Sound, auch die angezeigten Werte), und dann geht es "zu steil". Zudem ist auf dem Filter-Envelope immer eine seltsame Verzögerung hinter dem Attack (VOR der eigentlichen Delay-Phase). Keine Ahnung, ob das Original das auch so "weird" hat, aber es nervt maximal.
Daher ein Stern Abzug beim Sound/Qualität, drei in der Bedienung und zwei in der Gesamtwertung - sorry, guys.
Zudem muss gesagt werden, dass sowohl der unten geschmähte OB-Xd als auch der neue OB-Xf im Freeware-Bereich einen gewaltigen Sprung nach vorn gemacht haben, deren Sound spricht mich inzwischen deutlich mehr an. Und so wird die Luft doch eng für so ein teures Plug-In.
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Bin eigentlich recht resistent gegen das ganze "vom Synth-Gott persönlich abgesegnet", aber hier hat es wirklich seine Berechtigung - klingt absolut umwerfend! Im direkten Vergleich mit dem kostenlosen OB-Xd eine völlig andere Welt, der klingt vergleichsweise total fad und generisch. Wie so viele andere habe ich nicht den Vergleich zur Original-Hardware und kann nur beurteilen, wie er klingen soll - und SO SOLL EIN OBERHEIM KLINGEN! Butterweich, sämige Schwebungen, aber gleichzeitig einen unverwechselbaren Ansatz von Schreien in den oberen Lagen.
Unglaublich, was die Jungs aus England hier abgeliefert haben. Prozessorauslastung auf meinem M1 Macbook Air bei 16-voice unison mit Effekten <4%, auch das mal eine echte Ansage.
Die XLFOs und XEnvelopes sind eine feine Bereicherung, sehr leistungsfähig, aber einfach wegzuschalten wenn man sie nicht braucht. Finde ich viel angenehmer als eine aufgeblasene Mod-Matrix.
Wenn ich mich für eine einzige VST entscheiden müsste, wäre es diese!