Ich habe die Gotoh 510 FX-6 C zum ersten Mal als Ersatz-Bridge für eine Harley Benton TE-90 TransRed gekauft- und dafür ist sie (sollte jemand das vorhaben) hervorragend geignet.
Nachdem die neue Gitarre und die P90-Pickups richtig eingestellt waren (Höhenregulierung), bemerkte ich einen für meine Spieltechnik doch etwas "schwammigen" und unpräzisen Saitenanschlag, verglichen mit dem, was ich sonst von meiner LesPaul Studio bekomme.
Da die TransRed mir ansonsten gut in den Händen lag und mir ihr Ton gefiel, habe ich mich entschlossen, die Serien- Bridge durch die Gotoh 510 FX zu ersetzen, da das Original halt doch nur eine Kopie der PRS-MannMade-Bridge war: asiatischer Herkunft, sehr billig- und mit einer unbekannten Legierung als Material der Sättel.
Was soll ich sagen? Drei neue Löcher gebohrt (die Befestigungsschrauben haben natürlich nicht die gleiche Position), Brücke angeschraubt- Bingo!
Mein gewöhnter Anschlag ist jetzt auch auf der TransRed hörbar, dank Stahlsätteln- sehr viel präziser als vorher, schneller im Einschwingen, auch die Roswell-Pickups klingen gleich sauberer und frischer. Das Resultat ist wrsch. sogar besser als mit der original PRS-Bridge, die es nur mit Messing-Sätteln gibt- die aber weicher sind und so auch einen weniger präzisen Auflagepunkt für die Saiten bieten, was sich in die Ansprache der Saiten überträgt ( wer das sucht, ist hier richtig).
Die Gotoh 510 FX ist eine hervorragend gearbeitete Hardtail-Bridge, sehr gut regulierbar- und was noch wichtiger ist, sie "klingt" sehr gut (im oben genannten Sinn, d.h. sie liefert einen sehr klaren, sauberen Anschlag, was sich in den Ton überträgt), und sie ist sehr flach- also bein Spielen kaum unter der Hand zu spüren, man vergisst sie geradezu ( und so sollte es ja auch sein), sehr gut auch für's "Palm Muting".
Fazit? Ich habe noch eine zweite Gotoh 510 FX gekauft, um dafür eine Gitarre im LesPaul jr DC-Style zu bauen- da das mittlerweile meine bevorzugte Bridge ist und ich sie in Zukunft auf meiner Gitarre will...