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Notwendiges Übel mit nicht preisgemäßer Ausstattung
Als ich las, der Hughes & Kettner GrandMeister 40 sei über Android und Windows steuerbar, habe ich mir den Amp zugelegt, und verwundert festgestellt, dass er zwar über 128 Speicherplätze für Presets verfügt, aber weder über eine Anzeige des aktiven Presets, noch über eine Möglichkeit, zwischen diesen zu wechseln.
Wir haben es also mit einem Hersteller zu tun, der für rund zwölfhundert Euro ein Gerät ablieferte, an dem er etwa ein bis zwei Euro eingespart hat, die eine Anzeige mit zwei Tastern gekostet hätte. Das FSM ist quasi der Schalthebel für einen PKW, der ohne einen solchen verkauft wurde.
Der GrandMeister ist nur über Midi und/oder dieses eher lustlos designte Zubehörgerät vollständig bedienbar, das aus einem Blechgehäuse mit fünf Buchsen (Midi in & out, Power, Control 1 & 2), sieben Fußschaltern, sieben LEDs und einer Digitalanzeige besteht, und generiert Midi-Befehle, die über ein beigefügtes Kabel den Wechsel des aktiven Presets, alternativ die An- und Abwahl von Effekten ermöglichen.
Zusätzlich befinden sich Anschlüsse für zwei weitere Expression-Pedals oder einfache Fußschalter am Gerät, die mit verschiedenen Funktionen belegbar sind. Die Stromversorgung erfolgt über das beigefügte 7-Pin-Midi-Kabel durch den Amp.
Eine Klartext-Anzeige für frei wählbare Bezeichnungen der Presets sucht man vergeblich. Bei Hughes & Kettner vertraut man darauf, dass sich der Musik-Enthusiast merken kann, was er auf den 128 Speicherplätzen jeweils hinterlegte, als er sie zuletzt nutzte, oder aber ein umfangreiches Notizbuch mitführt. Eine Textanzeige im Wert von weniger als fünf Euro zu verbauen, war dem Hersteller nicht zuzumuten, da die üppige Gewinnspanne sonst geschmälert worden wäre.
Es gibt immerhin eine Software, die eine solche Anzeige mitbringt. Der Hersteller hat sich allerdings für ein Taschengeld von einem US-Unternehmen, das Krieg gegen Verbraucherrechte führt, die Exklusivrechte für die softwareseitige Bedienung der Midi-Schnittstellen seiner Amps abkaufen lassen, und dessen Vertreter gehen juristisch gegen Enthusiasten vor, die kompatible Software für Android- oder Windows bereit halten. Das ist zwar in der EU rechtlich nicht zulässig, aber daran meint das US-Unternehmen, dessen Name mit „A“ wie Apfel beginnt, sich nicht halten zu müssen.
Wer über die entsprechende Software verfügt, kann durch eine Ringschaltung mit drei Midi-Kabeln den AMP, das FSM und die Software kombiniert betreiben, sodass Eingaben aller Komponenten auf den übrigen berücksichtigt und korrekt angezeigt werden.
Das FSM vervollständigt einen sowohl klanglich als auch in seiner Flexibilität und Ausstattung erhabenen Amp zu einem herausragenden Studiosystem, das allerdings auch einen herausragenden Preis aufruft, und durch fragwürdige Design-Entscheidungen in Kombination mit einer noch fragwürdigeren Bindung an ein US-Unternehmen, das gegen Verbraucher-Rechte Krieg führt, in seinem Nutzwert beeinträchtigt ist.
Wir haben es also mit einem Hersteller zu tun, der für rund zwölfhundert Euro ein Gerät ablieferte, an dem er etwa ein bis zwei Euro eingespart hat, die eine Anzeige mit zwei Tastern gekostet hätte. Das FSM ist quasi der Schalthebel für einen PKW, der ohne einen solchen verkauft wurde.
Der GrandMeister ist nur über Midi und/oder dieses eher lustlos designte Zubehörgerät vollständig bedienbar, das aus einem Blechgehäuse mit fünf Buchsen (Midi in & out, Power, Control 1 & 2), sieben Fußschaltern, sieben LEDs und einer Digitalanzeige besteht, und generiert Midi-Befehle, die über ein beigefügtes Kabel den Wechsel des aktiven Presets, alternativ die An- und Abwahl von Effekten ermöglichen.
Zusätzlich befinden sich Anschlüsse für zwei weitere Expression-Pedals oder einfache Fußschalter am Gerät, die mit verschiedenen Funktionen belegbar sind. Die Stromversorgung erfolgt über das beigefügte 7-Pin-Midi-Kabel durch den Amp.
Eine Klartext-Anzeige für frei wählbare Bezeichnungen der Presets sucht man vergeblich. Bei Hughes & Kettner vertraut man darauf, dass sich der Musik-Enthusiast merken kann, was er auf den 128 Speicherplätzen jeweils hinterlegte, als er sie zuletzt nutzte, oder aber ein umfangreiches Notizbuch mitführt. Eine Textanzeige im Wert von weniger als fünf Euro zu verbauen, war dem Hersteller nicht zuzumuten, da die üppige Gewinnspanne sonst geschmälert worden wäre.
Es gibt immerhin eine Software, die eine solche Anzeige mitbringt. Der Hersteller hat sich allerdings für ein Taschengeld von einem US-Unternehmen, das Krieg gegen Verbraucherrechte führt, die Exklusivrechte für die softwareseitige Bedienung der Midi-Schnittstellen seiner Amps abkaufen lassen, und dessen Vertreter gehen juristisch gegen Enthusiasten vor, die kompatible Software für Android- oder Windows bereit halten. Das ist zwar in der EU rechtlich nicht zulässig, aber daran meint das US-Unternehmen, dessen Name mit „A“ wie Apfel beginnt, sich nicht halten zu müssen.
Wer über die entsprechende Software verfügt, kann durch eine Ringschaltung mit drei Midi-Kabeln den AMP, das FSM und die Software kombiniert betreiben, sodass Eingaben aller Komponenten auf den übrigen berücksichtigt und korrekt angezeigt werden.
Das FSM vervollständigt einen sowohl klanglich als auch in seiner Flexibilität und Ausstattung erhabenen Amp zu einem herausragenden Studiosystem, das allerdings auch einen herausragenden Preis aufruft, und durch fragwürdige Design-Entscheidungen in Kombination mit einer noch fragwürdigeren Bindung an ein US-Unternehmen, das gegen Verbraucher-Rechte Krieg führt, in seinem Nutzwert beeinträchtigt ist.
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