U
Wunderschöner Allrounder - aber Nacharbeiten notwendig
Nach zwei Monaten Lieferzeit war sie endlich da. Meine erste Ibanez. Ich hab mir dieses mittelpreisige Modell ausgesucht, um einen etwas sanfteren Partner zu meiner Metal-Axt mit aktiven EMGs zu haben. Besonders neugierig war ich auf die Dynamix-9-Schaltung. Die wunderschöne blaue Lackierung hat mir sofort in ihren Bann gezogen. Voller Freude hab ich sie dann ausgepackt und mich ans Probespielen und Prüfen gemacht.
Sie war nur ganz wenig verstimmt und konnte grundsätzlich auch out-of-the-box gespielt werden.
Was fiel negativ auf:
Die Saitenlage war deutlich zu hoch (12. Bund tiefe E-Saite gute 3mm). Die Böckchen an der Brücke waren sowohl für Saitenlage, als auch für Intonation nicht wirklich eingestellt, sondern in "Werkseinstellung". Das Griffbrett war total trocken. Da ist noch nie etwas an Pflege dran gekommen. Das ist jetzt nichts weltbewegendes und kann mit einigen Handgriffen und etwas zeit ohne Probleme gemacht werden und ist auch kein Beinbruch. Wie in den Reviews gesagt, ist das Tremolo-System jetzt auch nicht das beste. Man kann vorsichtig damit arbeiten, aber keine Schwerarbeit damit machen. Der Hebel ist entweder komplett fest und nicht benutzbar oder locker und wackelt. Auch das kann man mit ein paar Umdrehungen Teflonband aus dem Sanitärbedarf schnell und billig heile machen. Was mich aber doch sehr verblüfft hat für eine Ibanez in der Preisklasse, sind die Bünde und der Sattel. Die Bünde sind gut abgerichtet und aus Edelstahl, aber quasi nicht poliert. die haben ganz schön gescheuert. Leider sind auch die Bünde 19 bis 22 an der Unterseite etwas eckig - nicht scharf aber doch deutlich spürbar. Der Sattel ist aus billigstem Plastik mit unsauber gefeilten Saitenrillen, an denen noch die Grate hingen.
Ich hab dann drei Stunden Arbeit reingesteckt (ich bin kein Gitarrenbauer) und alles eingestellt, Griffbrett mehrfach geölt, Bünde poliert, Sattel und Böckchen mit etwas Zaubermittel geschmiert, neue Saiten (D'Addario XS) aufgezogen und die Schönheit noch geputzt.
Positv ist aufgefallen:
Die Lackierung hab ich schon erwähnt. Die ist absolut traumhaft und absolut ohne jeden Makel. Der Hals fühlt sich traumhaft an und spielt sich hervorragend. Die Locking-Tuners tun ihren Job, haben keine Deadspots und laufen problemlos. Die Pickups hören sich sehr gut an und bieten in Verbindung mit der Dynamix-9-Schaltung eine große Vielfalt an klanglicher Variation und sind sowohl Clean, wie auch Crunch und High-Gain wirklich toll anzuhören und lassen wenig Wünsche offen. An den Tremolofedern sind sogar mit kleinen Manschetten versehen, damit sie bei härterem Anschlag nicht klirren.
Fazit:
Es ist weder die perfekte Blues-Gitarre, noch die optimale Metalgitarre, Countryklampfe oder anderes Spezialinstrument. Aber sie kann sich durchaus in allen Stilrichtungen sehen bzw. hören lassen. V.a. aufgrund der Möglichkeiten der Dynamix-9-Schaltung.
Wenn man etwas Zeit investiert, um sie für sich passend einzustellen und zu pflegen, macht sie unglaublich Spaß zu spielen und es fällt schwer, sie weg zu legen. Sie ist für mich jetzt einfach stimmig. Sie bietet für mich genau den Unterschied und die Vielseitigkeit, die ich mir erhofft hatte.
Ob ich das Tremolo noch tauschen werde, weiß ich nicht. Der Sattel wird aber definitiv noch ausgetauscht.
Nicht polierte Edelstahlbünde dürfen m.E. eigentlich nicht sein; da hat die QS geschlafen. Ebenso bei den vier leicht eckigen Bünden. Und der Sattel aus billigstem Material ist für mich ein No-Go. Bei 550,- Euro würde ich schon einen Sattel aus besserem Material erwarten.
Summa summarum, behalte ich die Gitarre aber, weil sie wirklich Spaß macht und das erfüllt, was ich mir erhofft hatte. Die Nacharbeiten haben mir sogar Spaß gemacht. Was macht man sonst im Urlaub. ;-)
Aufgrund der Bünde, des Sattels und des Tremolos ziehe ich einen Stern ab. Dennoch eine klare Kaufempfehlung!
Sie war nur ganz wenig verstimmt und konnte grundsätzlich auch out-of-the-box gespielt werden.
Was fiel negativ auf:
Die Saitenlage war deutlich zu hoch (12. Bund tiefe E-Saite gute 3mm). Die Böckchen an der Brücke waren sowohl für Saitenlage, als auch für Intonation nicht wirklich eingestellt, sondern in "Werkseinstellung". Das Griffbrett war total trocken. Da ist noch nie etwas an Pflege dran gekommen. Das ist jetzt nichts weltbewegendes und kann mit einigen Handgriffen und etwas zeit ohne Probleme gemacht werden und ist auch kein Beinbruch. Wie in den Reviews gesagt, ist das Tremolo-System jetzt auch nicht das beste. Man kann vorsichtig damit arbeiten, aber keine Schwerarbeit damit machen. Der Hebel ist entweder komplett fest und nicht benutzbar oder locker und wackelt. Auch das kann man mit ein paar Umdrehungen Teflonband aus dem Sanitärbedarf schnell und billig heile machen. Was mich aber doch sehr verblüfft hat für eine Ibanez in der Preisklasse, sind die Bünde und der Sattel. Die Bünde sind gut abgerichtet und aus Edelstahl, aber quasi nicht poliert. die haben ganz schön gescheuert. Leider sind auch die Bünde 19 bis 22 an der Unterseite etwas eckig - nicht scharf aber doch deutlich spürbar. Der Sattel ist aus billigstem Plastik mit unsauber gefeilten Saitenrillen, an denen noch die Grate hingen.
Ich hab dann drei Stunden Arbeit reingesteckt (ich bin kein Gitarrenbauer) und alles eingestellt, Griffbrett mehrfach geölt, Bünde poliert, Sattel und Böckchen mit etwas Zaubermittel geschmiert, neue Saiten (D'Addario XS) aufgezogen und die Schönheit noch geputzt.
Positv ist aufgefallen:
Die Lackierung hab ich schon erwähnt. Die ist absolut traumhaft und absolut ohne jeden Makel. Der Hals fühlt sich traumhaft an und spielt sich hervorragend. Die Locking-Tuners tun ihren Job, haben keine Deadspots und laufen problemlos. Die Pickups hören sich sehr gut an und bieten in Verbindung mit der Dynamix-9-Schaltung eine große Vielfalt an klanglicher Variation und sind sowohl Clean, wie auch Crunch und High-Gain wirklich toll anzuhören und lassen wenig Wünsche offen. An den Tremolofedern sind sogar mit kleinen Manschetten versehen, damit sie bei härterem Anschlag nicht klirren.
Fazit:
Es ist weder die perfekte Blues-Gitarre, noch die optimale Metalgitarre, Countryklampfe oder anderes Spezialinstrument. Aber sie kann sich durchaus in allen Stilrichtungen sehen bzw. hören lassen. V.a. aufgrund der Möglichkeiten der Dynamix-9-Schaltung.
Wenn man etwas Zeit investiert, um sie für sich passend einzustellen und zu pflegen, macht sie unglaublich Spaß zu spielen und es fällt schwer, sie weg zu legen. Sie ist für mich jetzt einfach stimmig. Sie bietet für mich genau den Unterschied und die Vielseitigkeit, die ich mir erhofft hatte.
Ob ich das Tremolo noch tauschen werde, weiß ich nicht. Der Sattel wird aber definitiv noch ausgetauscht.
Nicht polierte Edelstahlbünde dürfen m.E. eigentlich nicht sein; da hat die QS geschlafen. Ebenso bei den vier leicht eckigen Bünden. Und der Sattel aus billigstem Material ist für mich ein No-Go. Bei 550,- Euro würde ich schon einen Sattel aus besserem Material erwarten.
Summa summarum, behalte ich die Gitarre aber, weil sie wirklich Spaß macht und das erfüllt, was ich mir erhofft hatte. Die Nacharbeiten haben mir sogar Spaß gemacht. Was macht man sonst im Urlaub. ;-)
Aufgrund der Bünde, des Sattels und des Tremolos ziehe ich einen Stern ab. Dennoch eine klare Kaufempfehlung!
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m
Sehr gut mit kleinen Abstrichen
Zuerst einmal das Preis-Leistungsverhältnis ist wirklich top
Die Gitarre lässt sich wirklich schön spielen und klingt auch sehr gut
Die Pickups haben Charakter
Die Optik ist überragend
Kleinere Abstriche sind:
Der string tree ist funktionell aber nicht gut da gibt es bessere
Habe ich ausgetauscht
Das Tremolo ist basic funktionell auch da gibt es sicherlich bessere
Man könnte es natürlich austauschen lassen aber wenn man sich nicht allzu sehr daran austobt ist es absolut in Ordnung für vorsichtige Trem Effekte
Das Griffbrett war überhaupt nicht eingepflegt absolut trocken, so das man es auf jeden Fall erstmal etwas reinigen und mit einem guten Griffbrett Öl einpflegen sollte aber dann ist es wirklich wunderbar
Saitenlage und Intonation waren leider überhaupt nicht eingestellt (Saitenlage am 12 Bund fast 4mm)
Und die Böckchen am Tremolo zum Einstellen der Oktavreinheit waren einfach nur in Werksposition
Wenn man es kann sind es ein paar Handgriffe danach hat man aber wirklich eine gute Saitenlage und auch eine einwandfreie Oktavreinheit
Von meiner Seite für den Preis auf jeden Fall eine absolute Kaufempfehlung ich würde sie auch wieder kaufen 👍
Die Gitarre lässt sich wirklich schön spielen und klingt auch sehr gut
Die Pickups haben Charakter
Die Optik ist überragend
Kleinere Abstriche sind:
Der string tree ist funktionell aber nicht gut da gibt es bessere
Habe ich ausgetauscht
Das Tremolo ist basic funktionell auch da gibt es sicherlich bessere
Man könnte es natürlich austauschen lassen aber wenn man sich nicht allzu sehr daran austobt ist es absolut in Ordnung für vorsichtige Trem Effekte
Das Griffbrett war überhaupt nicht eingepflegt absolut trocken, so das man es auf jeden Fall erstmal etwas reinigen und mit einem guten Griffbrett Öl einpflegen sollte aber dann ist es wirklich wunderbar
Saitenlage und Intonation waren leider überhaupt nicht eingestellt (Saitenlage am 12 Bund fast 4mm)
Und die Böckchen am Tremolo zum Einstellen der Oktavreinheit waren einfach nur in Werksposition
Wenn man es kann sind es ein paar Handgriffe danach hat man aber wirklich eine gute Saitenlage und auch eine einwandfreie Oktavreinheit
Von meiner Seite für den Preis auf jeden Fall eine absolute Kaufempfehlung ich würde sie auch wieder kaufen 👍
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M
Klasse Allrounder und jeden Euro wert
Nun liegt Sie nach langer Lieferzeit vor mir.
Top eingestellt sauber verarbeitet und optisch edel.
Die Ibanez eignen Picups klingen sauber und sehr ausgewogen. Mit den vorhandenen Schaltmöglichkeiten erzielt man fast für jede Stilrichtung
den geeigneten Sound.
Mein bisher bester Allrounder und jeden Euro wert.
Top eingestellt sauber verarbeitet und optisch edel.
Die Ibanez eignen Picups klingen sauber und sehr ausgewogen. Mit den vorhandenen Schaltmöglichkeiten erzielt man fast für jede Stilrichtung
den geeigneten Sound.
Mein bisher bester Allrounder und jeden Euro wert.
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M
3 x bestellt – 3 x zurück – 3 x Pech?
Da ich gerne eine Gitarre im Strat-Style haben wollte und ich mich von der Papierform her bei zwei Modellen nicht entscheiden konnte, habe ich mir zunächst beide bestellt:
Harley Benton ST-Modern Plus HSS FBLB und Ibanez AZ22S1F-TXB.
Die HB (siehe dazu meine Bewertung „Preis-Leistung top, aber Sound etwas matt“) war von der Verarbeitung her besser als die Ibanez, ging aber schon deshalb zurück, weil die Ibanez mir vom Sound her einfach besser gefiel, denn im Vergleich zur Ibanez (mit klarem, unverwaschenen Sound) klang die HB spürbar dumpfer, matter. Vom Finish her waren beide Modelle durchaus vergleichbar, wobei mir die Ibanez noch etwas besser gefiel. Eigentlich also genau das, was ich mir vorgestellt hatte.
Allerdings schien man bei der Ibanez vergessen zu haben, sie zumindest halbwegs so einzustellen, dass der Käufer nach dem Stimmen der Saiten loslegen kann: Zwar war der Halsstab gut eingestellt, aber trotzdem schnarrte jeder(!) Ton, weil die Saitenreiter am Steg sich quasi in Nullstellung befanden und erst einmal alle sechs auf eine akzeptable Höhe geschraubt werden mussten. Als ich dann noch beim Spielen einen Deadspot entdecken durfte, war die Enttäuschung komplett.
Dann habe ich gesehen, dass Thomann die gleiche Gitarre im B-Stock für 40 Euro weniger anbot. Ich dachte mir: als Versandrückläufer müsste das Teil schon mal durch professionelle Hände gegangen und etwaige Mängel abgestellt worden sein. Aber weit gefehlt: Schon beim ersten Anfassen der Gitarre fielen die durchweg scharfen Bundkanten auf. Ich bin zwar kein Profi und habe noch nicht super viele Gitarren in der Hand gehabt, aber ein derart „scharfes Teil“ ist mir noch nicht begegnet.
Anschließend Anruf bei Thomann und die Gitarre nach dortiger Empfehlung zurückgesandt, um die Bünde als Serviceleistung bearbeiten zu lassen. Das hat nach 6 Wochen auch gut geklappt, aber es folgte die nächste Ernüchterung: Deadspots bei D6 und G13. Diese hatte ich beim ersten Mal nicht bemerkt, weil mich die scharfen Bundenden dieser Gitarre vom Spielen abgehalten hatten. Das war im Nachhinein gesehen sicher ein Frust-Fehler, denn jetzt konnte ich die Gitarre noch einmal zurücksenden – endgültig.
In meiner Ratlosigkeit habe ich die Gitarren-Abteilung bei Thomann angerufen, die – wie immer – freundlich und kompetent Auskunft gaben. Meine Frage, ob man bei der Bestellung dieses Modells schon Glück haben muss, ein fehlerfreies Teil zu erhalten und es bei den beschriebenen Mängeln überhaupt noch Sinn machen würde, einen dritten Versuch zu starten, wurde klar beantwortet: Nochmal bestellen! In dem Gespräch habe ich dann zusätzlich noch darauf hingewiesen, dass ich auf der weiteren Suche nach einer Strat-Style Gitarre bis 600 Euro mit HSS-Bestückung inzwischen auf die recht neue Cort G290 Modern gestoßen bin und ob das vielleicht nicht die bessere Alternative zur Ibanez AZ22S1F wäre. Hierauf kam die klare Empfehlung: Bestell beide und probiere es einfach aus.
Gesagt – getan! Ergebnis: Bundenden bei der Ibanez noch ok, aber Deadspots auf D5 und G12 und damit das endgültige Aus für dieses Modell – Enttäuschung komplett.
Die nur 50 Euro teurere Cort G290 Modern war dagegen top verarbeitet und hatte keinerlei Mängel, so wie man es von einer Gitarre in dieser Preislage sicher auch erwarten kann (siehe dazu meine Bewertung „Die Suche hat ein Ende!“).
1. Fazit:
Nach diesen Erfahrungen frage ich mich, wie es passieren kann, dass Gitarren in dieser Preisklassse (wir reden hier ja nicht von Billigkram!) in einer – aus meiner Sicht – derart miserablen Verarbeitungsqualität den Kunden erreichen können. Selbstverständlich greift man bei einer neuen Gitarre zum Clip Tuner, um die Gitarre zu stimmen, ist doch logisch. Aber das reichte hier schon mal in zwei Fällen nicht aus: Ibanez 1 war unbespielbar, weil die Saitenreiter zu null Prozent eingestellt waren. Ibanez 2 war wegen der scharfen Bundenden faktisch unbespielbar. Nur Ibanez 3 war nach dem Stimmen bespielbar, entpuppte sich wegen der Deadspots aber als Stimmungskiller – und das alles für jeweils 549 bzw. 509 Euro.
Cort dagegen hat mir mit der G290 Modern (MBG) gezeigt, dass man auch in dieser Preisklasse eine qualitativ hochwertige Gitarre erhalten kann, die einfach nur Spaß macht. Klar ist das türkisfarbene Finish der Ibanez aufregender als die etwas emotionslosen Farben der Cort G290 Modern, aber ich möchte in erster Linie mit dem Teil spielen und es nicht nur schön finden.
2. Fazit
Auf die Ibanez AZ22S1F bin ich vor allem durch YT-Videos und Online-Testberichte gestoßen und habe sie bestellt, weil sie darin hochgelobt wurde. Und ja, die Gitarre ist von der Ausstattung und den technischen Spezifikationen her sicher herausstechend. Aber wenn, wie bei den von mir bestellten drei Exemplaren, die Verarbeitungsqualität damit nicht schritthalten kann, nützt das alles nichts.
Harley Benton ST-Modern Plus HSS FBLB und Ibanez AZ22S1F-TXB.
Die HB (siehe dazu meine Bewertung „Preis-Leistung top, aber Sound etwas matt“) war von der Verarbeitung her besser als die Ibanez, ging aber schon deshalb zurück, weil die Ibanez mir vom Sound her einfach besser gefiel, denn im Vergleich zur Ibanez (mit klarem, unverwaschenen Sound) klang die HB spürbar dumpfer, matter. Vom Finish her waren beide Modelle durchaus vergleichbar, wobei mir die Ibanez noch etwas besser gefiel. Eigentlich also genau das, was ich mir vorgestellt hatte.
Allerdings schien man bei der Ibanez vergessen zu haben, sie zumindest halbwegs so einzustellen, dass der Käufer nach dem Stimmen der Saiten loslegen kann: Zwar war der Halsstab gut eingestellt, aber trotzdem schnarrte jeder(!) Ton, weil die Saitenreiter am Steg sich quasi in Nullstellung befanden und erst einmal alle sechs auf eine akzeptable Höhe geschraubt werden mussten. Als ich dann noch beim Spielen einen Deadspot entdecken durfte, war die Enttäuschung komplett.
Dann habe ich gesehen, dass Thomann die gleiche Gitarre im B-Stock für 40 Euro weniger anbot. Ich dachte mir: als Versandrückläufer müsste das Teil schon mal durch professionelle Hände gegangen und etwaige Mängel abgestellt worden sein. Aber weit gefehlt: Schon beim ersten Anfassen der Gitarre fielen die durchweg scharfen Bundkanten auf. Ich bin zwar kein Profi und habe noch nicht super viele Gitarren in der Hand gehabt, aber ein derart „scharfes Teil“ ist mir noch nicht begegnet.
Anschließend Anruf bei Thomann und die Gitarre nach dortiger Empfehlung zurückgesandt, um die Bünde als Serviceleistung bearbeiten zu lassen. Das hat nach 6 Wochen auch gut geklappt, aber es folgte die nächste Ernüchterung: Deadspots bei D6 und G13. Diese hatte ich beim ersten Mal nicht bemerkt, weil mich die scharfen Bundenden dieser Gitarre vom Spielen abgehalten hatten. Das war im Nachhinein gesehen sicher ein Frust-Fehler, denn jetzt konnte ich die Gitarre noch einmal zurücksenden – endgültig.
In meiner Ratlosigkeit habe ich die Gitarren-Abteilung bei Thomann angerufen, die – wie immer – freundlich und kompetent Auskunft gaben. Meine Frage, ob man bei der Bestellung dieses Modells schon Glück haben muss, ein fehlerfreies Teil zu erhalten und es bei den beschriebenen Mängeln überhaupt noch Sinn machen würde, einen dritten Versuch zu starten, wurde klar beantwortet: Nochmal bestellen! In dem Gespräch habe ich dann zusätzlich noch darauf hingewiesen, dass ich auf der weiteren Suche nach einer Strat-Style Gitarre bis 600 Euro mit HSS-Bestückung inzwischen auf die recht neue Cort G290 Modern gestoßen bin und ob das vielleicht nicht die bessere Alternative zur Ibanez AZ22S1F wäre. Hierauf kam die klare Empfehlung: Bestell beide und probiere es einfach aus.
Gesagt – getan! Ergebnis: Bundenden bei der Ibanez noch ok, aber Deadspots auf D5 und G12 und damit das endgültige Aus für dieses Modell – Enttäuschung komplett.
Die nur 50 Euro teurere Cort G290 Modern war dagegen top verarbeitet und hatte keinerlei Mängel, so wie man es von einer Gitarre in dieser Preislage sicher auch erwarten kann (siehe dazu meine Bewertung „Die Suche hat ein Ende!“).
1. Fazit:
Nach diesen Erfahrungen frage ich mich, wie es passieren kann, dass Gitarren in dieser Preisklassse (wir reden hier ja nicht von Billigkram!) in einer – aus meiner Sicht – derart miserablen Verarbeitungsqualität den Kunden erreichen können. Selbstverständlich greift man bei einer neuen Gitarre zum Clip Tuner, um die Gitarre zu stimmen, ist doch logisch. Aber das reichte hier schon mal in zwei Fällen nicht aus: Ibanez 1 war unbespielbar, weil die Saitenreiter zu null Prozent eingestellt waren. Ibanez 2 war wegen der scharfen Bundenden faktisch unbespielbar. Nur Ibanez 3 war nach dem Stimmen bespielbar, entpuppte sich wegen der Deadspots aber als Stimmungskiller – und das alles für jeweils 549 bzw. 509 Euro.
Cort dagegen hat mir mit der G290 Modern (MBG) gezeigt, dass man auch in dieser Preisklasse eine qualitativ hochwertige Gitarre erhalten kann, die einfach nur Spaß macht. Klar ist das türkisfarbene Finish der Ibanez aufregender als die etwas emotionslosen Farben der Cort G290 Modern, aber ich möchte in erster Linie mit dem Teil spielen und es nicht nur schön finden.
2. Fazit
Auf die Ibanez AZ22S1F bin ich vor allem durch YT-Videos und Online-Testberichte gestoßen und habe sie bestellt, weil sie darin hochgelobt wurde. Und ja, die Gitarre ist von der Ausstattung und den technischen Spezifikationen her sicher herausstechend. Aber wenn, wie bei den von mir bestellten drei Exemplaren, die Verarbeitungsqualität damit nicht schritthalten kann, nützt das alles nichts.
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D
Ging leider zurück
Ich wollte unbedingt diese Gitarre wegen der innovativen Schaltung der Pickups. Beim Antesten haben mich die vielen Klangvariationen begeistert. Das Problem meines Modells war, dass die Verarbeitung leider zu wünschen übrig ließ. Der Sattel war nach oben verschoben eingeleimt und die Bundstäbchen waren unten zu weit abgerundet und schlecht poliert. Ok, alles kein großes Ding, dachte ich. Bei mir kommt eh jede neue Gitarre zu meinem Gitarrenbauer zum präzisen einstellen.
Der war dann aber wenig begeistert. Der Sattel ist kein Problem, aber der Hals war so verzogen, dass er Zweifel hatte es sauber hinzubekommen. Die Maserung des Halses war seiner Einschätzung nach auch ungünstig. Die Bundstäbchen waren nicht korrigierbar (ausser neue, was definitiv nicht in Frage kam).
So habe ich mich schweren Herzens entschlossen die Gitarre zurück zu schicken.
Ich werde versuchen einen zweiten Anlauf zu nehmen, da mich der Sound an sich echt überzeugt hat für den Preis.
Der war dann aber wenig begeistert. Der Sattel ist kein Problem, aber der Hals war so verzogen, dass er Zweifel hatte es sauber hinzubekommen. Die Maserung des Halses war seiner Einschätzung nach auch ungünstig. Die Bundstäbchen waren nicht korrigierbar (ausser neue, was definitiv nicht in Frage kam).
So habe ich mich schweren Herzens entschlossen die Gitarre zurück zu schicken.
Ich werde versuchen einen zweiten Anlauf zu nehmen, da mich der Sound an sich echt überzeugt hat für den Preis.
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