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3 x bestellt – 3 x zurück – 3 x Pech?
Da ich gerne eine Gitarre im Strat-Style haben wollte und ich mich von der Papierform her bei zwei Modellen nicht entscheiden konnte, habe ich mir zunächst beide bestellt:
Harley Benton ST-Modern Plus HSS FBLB und Ibanez AZ22S1F-TXB.
Die HB (siehe dazu meine Bewertung „Preis-Leistung top, aber Sound etwas matt“) war von der Verarbeitung her besser als die Ibanez, ging aber schon deshalb zurück, weil die Ibanez mir vom Sound her einfach besser gefiel, denn im Vergleich zur Ibanez (mit klarem, unverwaschenen Sound) klang die HB spürbar dumpfer, matter. Vom Finish her waren beide Modelle durchaus vergleichbar, wobei mir die Ibanez noch etwas besser gefiel. Eigentlich also genau das, was ich mir vorgestellt hatte.
Allerdings schien man bei der Ibanez vergessen zu haben, sie zumindest halbwegs so einzustellen, dass der Käufer nach dem Stimmen der Saiten loslegen kann: Zwar war der Halsstab gut eingestellt, aber trotzdem schnarrte jeder(!) Ton, weil die Saitenreiter am Steg sich quasi in Nullstellung befanden und erst einmal alle sechs auf eine akzeptable Höhe geschraubt werden mussten. Als ich dann noch beim Spielen einen Deadspot entdecken durfte, war die Enttäuschung komplett.
Dann habe ich gesehen, dass Thomann die gleiche Gitarre im B-Stock für 40 Euro weniger anbot. Ich dachte mir: als Versandrückläufer müsste das Teil schon mal durch professionelle Hände gegangen und etwaige Mängel abgestellt worden sein. Aber weit gefehlt: Schon beim ersten Anfassen der Gitarre fielen die durchweg scharfen Bundkanten auf. Ich bin zwar kein Profi und habe noch nicht super viele Gitarren in der Hand gehabt, aber ein derart „scharfes Teil“ ist mir noch nicht begegnet.
Anschließend Anruf bei Thomann und die Gitarre nach dortiger Empfehlung zurückgesandt, um die Bünde als Serviceleistung bearbeiten zu lassen. Das hat nach 6 Wochen auch gut geklappt, aber es folgte die nächste Ernüchterung: Deadspots bei D6 und G13. Diese hatte ich beim ersten Mal nicht bemerkt, weil mich die scharfen Bundenden dieser Gitarre vom Spielen abgehalten hatten. Das war im Nachhinein gesehen sicher ein Frust-Fehler, denn jetzt konnte ich die Gitarre noch einmal zurücksenden – endgültig.
In meiner Ratlosigkeit habe ich die Gitarren-Abteilung bei Thomann angerufen, die – wie immer – freundlich und kompetent Auskunft gaben. Meine Frage, ob man bei der Bestellung dieses Modells schon Glück haben muss, ein fehlerfreies Teil zu erhalten und es bei den beschriebenen Mängeln überhaupt noch Sinn machen würde, einen dritten Versuch zu starten, wurde klar beantwortet: Nochmal bestellen! In dem Gespräch habe ich dann zusätzlich noch darauf hingewiesen, dass ich auf der weiteren Suche nach einer Strat-Style Gitarre bis 600 Euro mit HSS-Bestückung inzwischen auf die recht neue Cort G290 Modern gestoßen bin und ob das vielleicht nicht die bessere Alternative zur Ibanez AZ22S1F wäre. Hierauf kam die klare Empfehlung: Bestell beide und probiere es einfach aus.
Gesagt – getan! Ergebnis: Bundenden bei der Ibanez noch ok, aber Deadspots auf D5 und G12 und damit das endgültige Aus für dieses Modell – Enttäuschung komplett.
Die nur 50 Euro teurere Cort G290 Modern war dagegen top verarbeitet und hatte keinerlei Mängel, so wie man es von einer Gitarre in dieser Preislage sicher auch erwarten kann (siehe dazu meine Bewertung „Die Suche hat ein Ende!“).
1. Fazit:
Nach diesen Erfahrungen frage ich mich, wie es passieren kann, dass Gitarren in dieser Preisklassse (wir reden hier ja nicht von Billigkram!) in einer – aus meiner Sicht – derart miserablen Verarbeitungsqualität den Kunden erreichen können. Selbstverständlich greift man bei einer neuen Gitarre zum Clip Tuner, um die Gitarre zu stimmen, ist doch logisch. Aber das reichte hier schon mal in zwei Fällen nicht aus: Ibanez 1 war unbespielbar, weil die Saitenreiter zu null Prozent eingestellt waren. Ibanez 2 war wegen der scharfen Bundenden faktisch unbespielbar. Nur Ibanez 3 war nach dem Stimmen bespielbar, entpuppte sich wegen der Deadspots aber als Stimmungskiller – und das alles für jeweils 549 bzw. 509 Euro.
Cort dagegen hat mir mit der G290 Modern (MBG) gezeigt, dass man auch in dieser Preisklasse eine qualitativ hochwertige Gitarre erhalten kann, die einfach nur Spaß macht. Klar ist das türkisfarbene Finish der Ibanez aufregender als die etwas emotionslosen Farben der Cort G290 Modern, aber ich möchte in erster Linie mit dem Teil spielen und es nicht nur schön finden.
2. Fazit
Auf die Ibanez AZ22S1F bin ich vor allem durch YT-Videos und Online-Testberichte gestoßen und habe sie bestellt, weil sie darin hochgelobt wurde. Und ja, die Gitarre ist von der Ausstattung und den technischen Spezifikationen her sicher herausstechend. Aber wenn, wie bei den von mir bestellten drei Exemplaren, die Verarbeitungsqualität damit nicht schritthalten kann, nützt das alles nichts.
Harley Benton ST-Modern Plus HSS FBLB und Ibanez AZ22S1F-TXB.
Die HB (siehe dazu meine Bewertung „Preis-Leistung top, aber Sound etwas matt“) war von der Verarbeitung her besser als die Ibanez, ging aber schon deshalb zurück, weil die Ibanez mir vom Sound her einfach besser gefiel, denn im Vergleich zur Ibanez (mit klarem, unverwaschenen Sound) klang die HB spürbar dumpfer, matter. Vom Finish her waren beide Modelle durchaus vergleichbar, wobei mir die Ibanez noch etwas besser gefiel. Eigentlich also genau das, was ich mir vorgestellt hatte.
Allerdings schien man bei der Ibanez vergessen zu haben, sie zumindest halbwegs so einzustellen, dass der Käufer nach dem Stimmen der Saiten loslegen kann: Zwar war der Halsstab gut eingestellt, aber trotzdem schnarrte jeder(!) Ton, weil die Saitenreiter am Steg sich quasi in Nullstellung befanden und erst einmal alle sechs auf eine akzeptable Höhe geschraubt werden mussten. Als ich dann noch beim Spielen einen Deadspot entdecken durfte, war die Enttäuschung komplett.
Dann habe ich gesehen, dass Thomann die gleiche Gitarre im B-Stock für 40 Euro weniger anbot. Ich dachte mir: als Versandrückläufer müsste das Teil schon mal durch professionelle Hände gegangen und etwaige Mängel abgestellt worden sein. Aber weit gefehlt: Schon beim ersten Anfassen der Gitarre fielen die durchweg scharfen Bundkanten auf. Ich bin zwar kein Profi und habe noch nicht super viele Gitarren in der Hand gehabt, aber ein derart „scharfes Teil“ ist mir noch nicht begegnet.
Anschließend Anruf bei Thomann und die Gitarre nach dortiger Empfehlung zurückgesandt, um die Bünde als Serviceleistung bearbeiten zu lassen. Das hat nach 6 Wochen auch gut geklappt, aber es folgte die nächste Ernüchterung: Deadspots bei D6 und G13. Diese hatte ich beim ersten Mal nicht bemerkt, weil mich die scharfen Bundenden dieser Gitarre vom Spielen abgehalten hatten. Das war im Nachhinein gesehen sicher ein Frust-Fehler, denn jetzt konnte ich die Gitarre noch einmal zurücksenden – endgültig.
In meiner Ratlosigkeit habe ich die Gitarren-Abteilung bei Thomann angerufen, die – wie immer – freundlich und kompetent Auskunft gaben. Meine Frage, ob man bei der Bestellung dieses Modells schon Glück haben muss, ein fehlerfreies Teil zu erhalten und es bei den beschriebenen Mängeln überhaupt noch Sinn machen würde, einen dritten Versuch zu starten, wurde klar beantwortet: Nochmal bestellen! In dem Gespräch habe ich dann zusätzlich noch darauf hingewiesen, dass ich auf der weiteren Suche nach einer Strat-Style Gitarre bis 600 Euro mit HSS-Bestückung inzwischen auf die recht neue Cort G290 Modern gestoßen bin und ob das vielleicht nicht die bessere Alternative zur Ibanez AZ22S1F wäre. Hierauf kam die klare Empfehlung: Bestell beide und probiere es einfach aus.
Gesagt – getan! Ergebnis: Bundenden bei der Ibanez noch ok, aber Deadspots auf D5 und G12 und damit das endgültige Aus für dieses Modell – Enttäuschung komplett.
Die nur 50 Euro teurere Cort G290 Modern war dagegen top verarbeitet und hatte keinerlei Mängel, so wie man es von einer Gitarre in dieser Preislage sicher auch erwarten kann (siehe dazu meine Bewertung „Die Suche hat ein Ende!“).
1. Fazit:
Nach diesen Erfahrungen frage ich mich, wie es passieren kann, dass Gitarren in dieser Preisklassse (wir reden hier ja nicht von Billigkram!) in einer – aus meiner Sicht – derart miserablen Verarbeitungsqualität den Kunden erreichen können. Selbstverständlich greift man bei einer neuen Gitarre zum Clip Tuner, um die Gitarre zu stimmen, ist doch logisch. Aber das reichte hier schon mal in zwei Fällen nicht aus: Ibanez 1 war unbespielbar, weil die Saitenreiter zu null Prozent eingestellt waren. Ibanez 2 war wegen der scharfen Bundenden faktisch unbespielbar. Nur Ibanez 3 war nach dem Stimmen bespielbar, entpuppte sich wegen der Deadspots aber als Stimmungskiller – und das alles für jeweils 549 bzw. 509 Euro.
Cort dagegen hat mir mit der G290 Modern (MBG) gezeigt, dass man auch in dieser Preisklasse eine qualitativ hochwertige Gitarre erhalten kann, die einfach nur Spaß macht. Klar ist das türkisfarbene Finish der Ibanez aufregender als die etwas emotionslosen Farben der Cort G290 Modern, aber ich möchte in erster Linie mit dem Teil spielen und es nicht nur schön finden.
2. Fazit
Auf die Ibanez AZ22S1F bin ich vor allem durch YT-Videos und Online-Testberichte gestoßen und habe sie bestellt, weil sie darin hochgelobt wurde. Und ja, die Gitarre ist von der Ausstattung und den technischen Spezifikationen her sicher herausstechend. Aber wenn, wie bei den von mir bestellten drei Exemplaren, die Verarbeitungsqualität damit nicht schritthalten kann, nützt das alles nichts.
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