Die Tasche hat nicht nur dickes Polster, sondern eine Menge Eigenstabilität, sie ist auch leer celloförmig und der Halsteil steht von selbst, so dass der Hals des Instrumentes in der Regel Luft um sich hat und auch bei kleinen Stößen nicht seitwärts belastet wird. Soweit ich mich erinnere, war die Tasche auch direkt beim Auspacken ziemlich geruchsneutral -- sie gehört nicht zu den Taschen, die man auf dem Balkon auslüften muss.
Die Bogentasche ist riesig, da passen von der Länge auch 1/2 Bögen rein. Sie ist durch einen Steg in zwei Hälften unterteilt -- wenn man sich traut, passen in jede der Hälften rein physisch zwei Bögen (die dann natürlich aneinander reiben, wenn man sie nicht in Stoffhüllen hat). Man kann aber auch eine der Hälften für längliches Zubehör (wie vermutlich das klappbare Cellobrett 126933) nutzen. Und ja, der schwarze Stoffstreifen etwas neben dem Reißverschluss ist der -- ungepolsterte aber bequeme -- U-Bahn-Griff.
Die Klappe der Zubehörtasche in Verlängerung der Bogentasche ist nur mit einem Klettband gesichert, für das man den Deckel genau wie auf den Bildern schließen muss. Sie hat an der Seite zwar Falze, so dass man dickere Sachen reintun kann, aber wenn der Deckel dann nicht mehr flach schließen kann, reicht das Klett am Deckel nicht zum Gegenstück. Sowieso geht Klett leicht auf, wenn man irgendwo hängenbleibt oder es älter ist, ich habe den Deckel also mit einer zusätzlichen Klammer gesichert -- und trotzdem tue ich keine wertigen Sachen wie Ersatzsaiten rein.
Der Reißverschluss der Notentasche am unteren Ende der Rückenseite ist -- weil das Instrument selbst nicht breiter ist -- zu kurz, um A4-Blätter quer einzuführen. Sie passen nur längs, aber dann nur halb, so dass die andere Hälfte übersteht. Das untere halbkreisförmige Rückenpolsterelement ist wie eine Klappe nur an der geraden Oberseite festgenäht, so dass es Notenordner- oder -Mappen sichern kann, diese müssen aber ausreichend knick- und knitterfest sein. Und wasserfest, aber wenn dann Regenwasser am Rücken des Trägers (an einer wasserdichten Jacke entlang) runter und durch die offenstehende Klappe in die Notentasche läuft, wird es sich wohl mangels Ablauföffnungen sogar stauen. Wenn der Reißverschluss zu ist, schließt die Wasserabweiseklappe gut -- das ist demnach die Tasche, wo ich statt Noten die Ersatzsaiten unterbringe.
Auf der Innenseite des Haupt-Reißverschlusses ist ein Band angebracht, damit dieser nicht die Zarge des Instruments verkratzt. Das ist ein schön breites Nylon-Gurtband, dieses liegt allerdings nicht flach an der dafür notwendigen Stelle, weil es verknittert ist, und ist damit funktionslos -- ich bin ratlos, ob man das irgendwie bügeln oder stabilisieren kann, ich schiebe es immer nervig beim Schließen des Reißverschlusses mit der Hand an die richtige Stelle.
Die Tragegurte sind gut gearbeitet, allerdings sind sie einseitig dafür konstruiert, dass man das Instrument auf dem Rücken trägt. Da habe ich (und haben viele Andere sicher auch) einen recht schweren Cityrucksack mit Notenständer, Wasserflasche, Notenordner oder -Büchern, Regenschirm, etc. . Wenn ich das Instrument daneben über nur eine Schulter hängen will ("wie ein Gewehr"), dann hängt es nicht senkrecht, wie es soll, sondern baumelt wegen der Position von Schwerpunkt und Gurtbefestigung waagerecht rum und verhakelt sich in Türen oder stört Nebenstehende. Weil die Tragegurte festgenäht sind (was für das Tragen auf dem Rücken wiederum gut ist), kann man sie nicht in die Öse weiter oben am Hals hängen, wie für senkrechtes Hängen notwendig wäre (und die Öse ist so weit am Ende des Halses, dass dieser ggf. doch belastet wird -- eine zweite etwas weiter unten wäre dafür besser).