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Enttäuschend nach all dem riesigen Hype
Folgende Kritikpunkte haben mich zur Rücksendung des Sennheiser HD 490 PRO bewogen:
- Entgegen den Herstellerangaben wird sehr wohl einiges an Körperschall durch Bewegungen des Kabels ins Ohr übertragen, die kleine Kabelspirale in der Nähe des Mini-XLR-Steckers verhindert dies also nicht, im Gegenteil: Der Grund für die Übertragung ist simpel, dass gerade diese Spiralwindungen bei Kabelbewegungen aneinander stoßen und reiben, was man stark hört. Zudem sind die Buchsen nicht ganz fest im Gehäuse verbaut.
- Der Stecker ist kein Standard-Mini-XLR, sondern hat (für den symmetrischen Betrieb) vier Kontakte. Ein einfacher und kostengünstiger Ersatz durch AKG- oder Beyerdynamic-kompatible Kabel ist also nicht möglich. Da die Kontakte anders angeordnet sind, passt der Sennheiser-Stecker wiederum auch nicht in AKG/Beyerdynamic-Kopfhörer. Das Kabel ist von mittlerer Qualität, Biegungen vom Aufwickeln bleiben lange erhalten.
- Die mechanische Konstruktion ist einfach und halbwegs solide (Plastikgelenke), wirkt aber billig, eher auf dem Niveau von 80-100€-Kopfhörern.
- Der Sitz ist OK, jedoch nicht besonders ohrfrei, eher ohrummantelnd und die "Mixing Ear Pads" kratzen etwas, da sie im Gegensatz zu den flauschigen "Producing Ear Pads" relativ rauh sind. Die vorhandene Dämpfung der Außengeräusche entspricht der eines halboffenen Kopfhörers. Die Bezeichnung "Offene Bauweise" wird hier wohl ähnlich wie beim Beyerdynamic DT1990 missverständlich und vielleicht nur zu verkaufsfördernden Zwecken verwendet.
- Der Klang mit den "Producing Ear Pads" ist viel zu basslastig, geradezu drückend und subbassig! Mit den "Mixing Ear Pads" wird es erheblich besser, die räumliche Tiefenstaffelung und Wahrnehmung, also auch die Breite der Bühne, lassen aber doch immer noch sehr zu wünschen übrig und die Stimme ist teilweise viel zu präsent, eher topfig (!), nicht wirklich in den Mix eingebettet und der Gesamtklang ist etwas dumpf und eng, es fehlt die Weite, Offenheit und Luftigkeit. Das merkt man aber wahrscheinlich erst im Vergleich mit einem erstklassigen Kopfhörer, der nun folgt.
- Mein gut eingespielter, 30 Jahre alter und immer noch voll funktionsfähiger AKG K-501 ist in allen Belangen besser: fast keine Übertragung von Körperschall, ein unglaublicher Raumklang (Sänger und Instrumente sind bei guten Abmischungen wie z. B. "Christopher Cross - The Café Carlyle Sessions" oder "Glen Campbell - Adiós" [Empfehlungen!] einzeln ortbar, die Stimme klingt absolut natürlich, geradezu intim und ist präsent im wahrgenommen Raum und nicht in der Kopfmitte und die Hallfahnen sind klar zu vernehmen) und die Feinzeichnung ist überragend und ohne Überbetonungen im gesamten Frequenzspektrum. Auch ein Beyerdynamic DT990 Edition 600 Ohm zeichnet feiner und ist räumlicher als der Sennheiser, auch wenn seine Höhen etwas angehoben und seine Mitten etwas zurückgenommen sind.
Wozu also ein neuer Kopfhörer, wenn er nichts besser kann als alte? Vielleicht wird der Sennheiser HD 490 PRO nach langem Einspielen besser, aber dieses Experiment war mir einfach zu teuer, da ich die Grundabstimmung von Klang und Bühne doch als sehr dürftig empfand.
Testequipment: Denon DCD-600NE CD-Player, Audreal MT-2 Röhren-Kopfhörerverstärker u. a.
P. S.: Ich mische und mastere im Studio übrigens auch über den AKG K-501.
- Entgegen den Herstellerangaben wird sehr wohl einiges an Körperschall durch Bewegungen des Kabels ins Ohr übertragen, die kleine Kabelspirale in der Nähe des Mini-XLR-Steckers verhindert dies also nicht, im Gegenteil: Der Grund für die Übertragung ist simpel, dass gerade diese Spiralwindungen bei Kabelbewegungen aneinander stoßen und reiben, was man stark hört. Zudem sind die Buchsen nicht ganz fest im Gehäuse verbaut.
- Der Stecker ist kein Standard-Mini-XLR, sondern hat (für den symmetrischen Betrieb) vier Kontakte. Ein einfacher und kostengünstiger Ersatz durch AKG- oder Beyerdynamic-kompatible Kabel ist also nicht möglich. Da die Kontakte anders angeordnet sind, passt der Sennheiser-Stecker wiederum auch nicht in AKG/Beyerdynamic-Kopfhörer. Das Kabel ist von mittlerer Qualität, Biegungen vom Aufwickeln bleiben lange erhalten.
- Die mechanische Konstruktion ist einfach und halbwegs solide (Plastikgelenke), wirkt aber billig, eher auf dem Niveau von 80-100€-Kopfhörern.
- Der Sitz ist OK, jedoch nicht besonders ohrfrei, eher ohrummantelnd und die "Mixing Ear Pads" kratzen etwas, da sie im Gegensatz zu den flauschigen "Producing Ear Pads" relativ rauh sind. Die vorhandene Dämpfung der Außengeräusche entspricht der eines halboffenen Kopfhörers. Die Bezeichnung "Offene Bauweise" wird hier wohl ähnlich wie beim Beyerdynamic DT1990 missverständlich und vielleicht nur zu verkaufsfördernden Zwecken verwendet.
- Der Klang mit den "Producing Ear Pads" ist viel zu basslastig, geradezu drückend und subbassig! Mit den "Mixing Ear Pads" wird es erheblich besser, die räumliche Tiefenstaffelung und Wahrnehmung, also auch die Breite der Bühne, lassen aber doch immer noch sehr zu wünschen übrig und die Stimme ist teilweise viel zu präsent, eher topfig (!), nicht wirklich in den Mix eingebettet und der Gesamtklang ist etwas dumpf und eng, es fehlt die Weite, Offenheit und Luftigkeit. Das merkt man aber wahrscheinlich erst im Vergleich mit einem erstklassigen Kopfhörer, der nun folgt.
- Mein gut eingespielter, 30 Jahre alter und immer noch voll funktionsfähiger AKG K-501 ist in allen Belangen besser: fast keine Übertragung von Körperschall, ein unglaublicher Raumklang (Sänger und Instrumente sind bei guten Abmischungen wie z. B. "Christopher Cross - The Café Carlyle Sessions" oder "Glen Campbell - Adiós" [Empfehlungen!] einzeln ortbar, die Stimme klingt absolut natürlich, geradezu intim und ist präsent im wahrgenommen Raum und nicht in der Kopfmitte und die Hallfahnen sind klar zu vernehmen) und die Feinzeichnung ist überragend und ohne Überbetonungen im gesamten Frequenzspektrum. Auch ein Beyerdynamic DT990 Edition 600 Ohm zeichnet feiner und ist räumlicher als der Sennheiser, auch wenn seine Höhen etwas angehoben und seine Mitten etwas zurückgenommen sind.
Wozu also ein neuer Kopfhörer, wenn er nichts besser kann als alte? Vielleicht wird der Sennheiser HD 490 PRO nach langem Einspielen besser, aber dieses Experiment war mir einfach zu teuer, da ich die Grundabstimmung von Klang und Bühne doch als sehr dürftig empfand.
Testequipment: Denon DCD-600NE CD-Player, Audreal MT-2 Röhren-Kopfhörerverstärker u. a.
P. S.: Ich mische und mastere im Studio übrigens auch über den AKG K-501.
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