Normalerweise wird diese „Windabwehr“ von Querflötisten genutzt, um im Freien zu spielen, ohne dass der Wind Luft und Ton davon trägt. Dafür ist es perfekt geeignet. Es passt dank der gepolsterten Klemmvorrichtung auf jede normale C-Querflöte, ohne das Rohr in Mitleidenschaft zu ziehen und überzeugt durch wirklich gute Qualität. Anders als die unsäglichen Schutzwände aus der Coronzeit jedoch, bietet dieser Aufsatz immer noch die Möglichkeit, einen perfekten Ton zu bilden. Vor dem Mund bildet sich quasi eine geräumige Höhle, in die man hineinspielt und die bequem Platz zum Atmen und Spielen lässt. Durch die Lochkonstruktion an der Oberseite wird der Ton sicher nach außen entlassen.
Somit erfüllt das Teil perfekt den vorgesehenen Zweck.
Es kommt aber noch mit einer zweiten bemerkenswerten Eigenschaft, die für den einen oder anderen Querflötisten vielleicht interessant ist. Wenn man ein kleines Mikrofon (Clip-on o.ä.) in den WinDFender einleitet, das neben der Lippenplatte noch bequem Platz findet, kann man die Querflöte an Gitarrenpedals hängen, die plötzlich einen völlig anderen Klang erhalten als über ein Mikrofon außerhalb des WinDFenders. In meinem Fall hatte ich plötzlich im Helix Floor Fuzztöne, die mit der Querflöte vorher nie funktioniert hatten. Offensichtlich führt die „Höhle“ zu einem ähnlichen Effekt, wie ihn Harmonikaspieler erzeugen, wenn sie ihre Hände um das Mikro legen. Ich kann es akustisch nicht sicher erklären, kann aber nach dem Praxistest sicher sagen, dass sich eine hochinteressante Klangveränderung ergibt beim Spiel an Pedal und Amp. Insofern kann ich den WinDFender sehr empfehlen. Sowohl für den Einsatz im Wind als auch für Klangexperimente mit der „elektrifizierten“ Querflöte.