Citadel Vector
Effektpedal für E-Gitarre
- Oktav-Fuzz
- Verzerrung ergänzt durch Oktav-Up-Effekte
- die Klänge reichen von vintage-inspirierten warmen Texturen bis hin zu synthetisch anmutenden, knackigen Sounds
- Regler: Octave, Gain, Tone, Volume, Wear
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Erhältlich seit Oktober 2025
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Artikelnummer 626728
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Verkaufseinheit 1 Stück
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Overdrive Nein
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Distortion Nein
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Fuzz Ja
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Metal Nein
Ein Fuzz mit Charakter und Kante
Der Fokus des Citadel Vector liegt auf durchdachten Schaltungen mit klarer Ausrichtung auf praxisgerechter Anwendung. Er kombiniert ein Oktav-Fuzz, das dem Grundsound eine zusätzliche Oktave nach oben beimischt und damit eine erweiterte Obertonstruktur erzeugt. Solche Schaltungen kennt man aus Vintage-Pedalen der späten 60er-Jahre, allerdings geht der Vector klanglich einen Schritt weiter. Neben warmen, leicht angerauten Fuzz-Sounds sind auch deutlich aggressivere und fast schon synthetisch wirkende Klangbilder möglich. Gerade diese Bandbreite macht den Citadel Vector interessant für Spieler, die nicht nur klassische Fuzz-Sounds suchen, sondern auch mit Obertönen und ausgeprägten Texturen arbeiten möchten.
Logische Bedienung
Die Bedienung ist selbsterklärend: fünf Regler, logisch angeordnet, und man ist sofort am Start. "Level" bestimmt den Ausgangspegel und bietet ausreichend Reserven, um das Pedal sauber ins Setup einzubinden. Mit "Tone" lässt sich das Signal zähmen oder nach vorne holen. Der Fuzz-Regler bestimmt den Grad der Verzerrung, die ein breites Spektrum von leicht angerautem Sound bis hin zu dichtem, sustainreichem Fuzz abdeckt. Der Octave-Regler bringt die eigentliche Würze ins Spiel. In niedrigen Einstellungen bleibt der Effekt dezent, mit zunehmendem Anteil entsteht die typische, sägende Färbung eines Oktav-Fuzz. Der "Wear"-Regler orientiert sich am Verhalten einer nachlassenden Batterie. Dabei wird die interne Spannung reduziert, wodurch die Schaltung instabiler arbeitet. Das Ergebnis sind Sounds, die von leicht rauen Texturen bis hin zu "Abreißen" des Tons und Lo-Fi-artigem Charakter reichen.
Klangprägendes Stilmittel
Der Sound des Citadel Vector bewegt sich abseits klassischer Overdrive- und Distortion-Pedale und passt vor allem in Setups, in denen Fuzz nicht nur als Effekt, sondern als prägendes Stilmittel eingesetzt wird. Durch die zusätzliche Oktave entsteht ein Sound, der sich deutlich vom gewohnten Zerrspektrum abhebt und entsprechend gezielt eingesetzt werden will. Im Einsatz bei Rock- oder Cover-Musik dürfte das Pedal eher eine Ergänzung bleiben als die erste Wahl. Anders sieht es in Stilistiken aus, in denen eigenständige Klangfarben gefragt sind, so wie etwa im Alternative-, Stoner- oder experimentelleren Bereich. Wer bewusst nach einem charakterstarken Fuzz mit erweitertem Klangspektrum sucht, findet hier ein interessantes Werkzeug mit klarer Ausrichtung und einem eigenen Profil.
Über Citadel
Citadel ist ein Hersteller im Effektpedal-Bereich mit Sitz in Hongkong, gegründet im Jahr 2025 von Santiago Alvarez und Tommi Otsavaara. Beide waren zuvor in leitenden Positionen bei Marshall und Darkglass Electronics tätig und bringen daher viel Erfahrung aus der Entwicklung von Verstärkern und Effektgeräten mit. Der Ansatz von Citadel ist, klassische Schaltungskonzepte nicht einfach nur zu kopieren, sondern gezielt weiterzuentwickeln. Statt reiner Vintage-Nachbauten setzt Citadel auf analoge Designs mit sinnvollen Funktionen. Entwicklung und Konzepte entstehen dabei international, während die Fertigung - wie in dieser Preisklasse üblich - in Asien erfolgt. Die Pedale sind auf den praktischen Einsatz in klassischen wie modernen Setups ausgelegt und sprechen vor allem Spieler an, die ihren Sound bewusst formen und beeinflussen möchten.
Fuzzing auf hohem Niveau
Der Citadel Vector spielt seine Stärken dann aus, wenn er gezielt als prägendes Element eingesetzt wird. In Kombination mit einem clean eingestellten Verstärker lassen sich die Eigenheiten des Oktav-Fuzz besonders gut herausarbeiten. Vor leicht angezerrten Amps entsteht dagegen ein dichtes Klangbild mit mehr Kompression, was sich perfekt für singende Lead-Sounds oder auch brachiale Riffs im Stoner-Style eignet. In Verbindung mit Single-Coil-Gitarren reagiert das Pedal offen und definiert, während Humbucker für mehr Druck und ein kompakteres Klangbild mit warmer Kompression sorgen. Auch die Position im Signalweg spielt eine Rolle: Klassisch in den Eingang des Amps eingeklinkt bietet der Vector die direkteste Ansprache, während er vor weiteren Overdrives oder Boostern geschaltet zusätzliche Klangvariationen ermöglicht.