Dieses Gerät schafft etwas, was ich NIE erwartet hätte… es lässt die alten Roland RE-501/555 alt aussehen. Das EF-X3 ist tatsächlich eher am RE-501 orientiert als am etwas verbreiteteren RE-201.
Ich habe mit den Vorlagen oft zu tun gehabt, mich aber vor deren teils über 40jährigen Wartungshistorie und dem damit verbundenem Aufwand immer gefürchtet. Also irgendwann mal das Echo Fix ausprobiert. Das ist keine billige Kopie. (Billig sowieso nicht.) Es sind qualitativ hochwertige Weiterentwicklungen. Derart solide, dass man dieses Gerät ohne Sorgen tatsächlich ständig am Laufen hat.
Eine Sache, die mir bei den Besprechungen fast zu kurz kommt ist der verbaute Preamp im Instrumenten-Eingang. Angelehnt an den Pre des EP-34 ist das eine extrem starke Erweiterung des Klangspektrums. Es geht eben auf Wunsch auch schön heiß her.
Das Delay mit seinen vielen Optionen tut genau was es soll. Aber eben lebendiger, organischer, ehrlicher. Der analoge Chorus ist für sich genommen schon ein Kaufgrund. Der Federhall kann (muss) gut dosiert werden und klingt auch schön analog und groß. Die vielen Zuschalt-Kippschalter schaffen stetige Übersicht und die Einzelausgänge für sämtliche Tonköpfe sind die Basis für die verrücktesten (Stereo-) Setups.
Mit diesen Effekten und den vielen Eingriffsmöglichkeiten hat man nicht nur im Studio richtig viel Freude. Auch am Rhodes, Vocals, Gitarre,… kann diese Kiste selbst in Livesettings richtig glänzen. Ob am Pult oder auf der Bühne. Hier macht natürlich die erstaunlich viel teuere Tolex- oder NOCH viel teuere Rack-Version Sinn. Denn… man will dieses Teil einfach überall mit hinschleppen.
Kritikpunkte: Das externe Netzteil reduziert den geringen Nebengeräuschpegel zusätzlich, was toll ist. Und man kann es sogar mit dem Gerät verschrauben, damit es nicht versehentlich rausgezogen werden kann. Aber bei so 'nem ausgecheckten Gerät, hätte ich mir noch ne Klappe oder einen Platz unterm Deckel gewünscht, um das Netzteil sicher zu verstauen und immer am Gerät zu haben.
Außerdem hätte das schöne Zeigerinstrument zum Aussteuern gereicht. Wenn ab dem sinnvollen Arbeitspegel der Modus-Drehregler auch noch optische Disko macht, is‘ das gefühlt etwas anstrengend.
Aber das wars auch mit Kritik nach 4 Wochen Dauereinsatz.
Klanglich absolut nichts zu meckern. Schweres Teil, toll verarbeitet, große Relais klacken. Richtig gut!