Ich habe zwei dieser Bässe bestellt, um sie miteinander zu vergleichen – am Ende habe ich beide behalten (einen davon hat sich direkt mein Sohn geschnappt). Beide Instrumente haben mich vom ersten Moment an überzeugt.
In meinem Bestand befinden sich rund 15 Bässe und 10 Gitarren aus sämtlichen Preisklassen. Die beiden Harley-Modelle fügen sich hier absolut nahtlos ein. Der Bass mit 4,3 kg ist ein echtes Kraftpaket mit enormem Fundament, der 4,0-kg-Bass liegt ihm klanglich sehr dicht auf den Fersen.
Beide Instrumente wurden von mir leicht nachbearbeitet: Bünde abgerichtet und Bundenden verrundet. Beim 4,3-kg-Bass habe ich eine Gotoh-203-Bridge verbaut, beim 4,0-kg-Bass eine Badass-Bridge. Die originale Bridge ist allerdings völlig in Ordnung – die Austauschbridges hatte ich noch im Bestand. Zusätzlich wurden die Controlplates gegen Fender Performer Controlplates getauscht (30 g statt 109 g). Die Elektronikfächer habe ich mit Kupferfolie ausgekleidet.
Optisch bekamen beide noch dunkle Red-Tortoise-Pickguards, die nur minimal angepasst werden mussten und hervorragend passen. Schon im Originalzustand sehen die Bässe sehr gut aus, mit den Pickguards wirken sie noch einmal deutlich edler.
Übrigens, die Elektronik bleibt wie sie ist, die Pickups bleiben drin, die sind nämlich richtig gut, klingen sehr modern!
Klanglich sind die Instrumente absolut überzeugend: Der 4,3-kg-Bass schiebt untenrum stärker als einige meiner Fender, das Sustain ist hervorragend. Der Ton baut sich förmlich auf – fast wie bei einem sehr guten Fretless-Bass. Ob im Proberaum oder bei Aufnahmen: Die Bässe liefern durchweg ab.
Fazit:
Teuer bedeutet nicht automatisch gut – und günstig bedeutet ganz sicher nicht schlecht. Was Thomann mit seiner Hausmarke hier abliefert, ist beeindruckend und bringt einen wirklich ins Nachdenken. Für mich sind das durchweg erstklassige Instrumente mit einem hervorragenden Preis-Leistungs-Verhältnis.
Klare Kaufempfehlung.