Das Vertigo Ultra hat sich für mich als perfektes Gigbag für Proben erwiesen. Es ist in Punkto Zubehörtaschen ausreichend geräumig. In die große Deckeltasche passen eine Menge Kabel, sogar ein flacher kleiner Ersatz-Amp passt hinein. Auch Din-A-4 Mappen lassen sich hier natürlich problemlos unterbringen, ich bevorzuge dafür aber die eigentlich zum Verstauen der Träger gedachte "Tasche" auf der Rückseite des Gigbags. Die kleinere Zubehörtasche oben an der Kopfplatte hat zudem überraschend viel Kapazität. Batterien, Werkzeug, Wireless-Transmitter, Stimmgerät und eine Menge mehr passt alles problemlos hinein.
Ich nutze die Tasche zusammen mit einem Tick+ 2.0. Somit lässt sich auch mein gesamtes Pedalboard gleich mit transportieren. Dabei ist der Schwerpunkt der "Gesamtkonstruktion" niedrig genug, so dass die Tasche sich trotzdem noch gut und ausgewogen tragen lässt. Die Rückenpolsterung ist übrigens sehr gut und die Tasche lässt sich auch über weitere Strecken bequem tragen.
Jetzt zu den Schwächen:
Im Bereich des Korpus/der Brücke ist in der Tasche eine Verstärkung eingenäht. Man muss den Deckel der Tasche beim Beladen aber schon wirklich weit aufziehen, damit die Brücke des Basses beim Reinschieben nicht an dieser Verstärkung hängen bleibt. Das ist kein Beinbruch, allerdings hätte ich mir das für den hohen Preis der Tasche etwas besser gelöst erhofft.
Die Tasche bietet eine sehr gute Polsterung und das Instrument ist wirklich gut gegen Stöße geschützt. Allerdings hat die Tasche selbst nur eine sehr geringe Steifigkeit. Schräg an die Wand gelehnt biegt sie sich (wenn kein Instrument drin ist) schon durch. Sie bietet somit keinerlei "Knick-Schutz". Ich habe noch ein Reunion Blues Continental Voyager Gigbag. Dieses ist um einiges stabiler ausgeführt. Festere Polsterung und es lässt sich nur schwer knicken (in Schutzwirklich schon eher mit einem Koffer zu vergleichen). Dafür ist das Reunion Blues deutlich sperriger und trägt sich nicht annähernd so bequem wie das Mono Ultra.
Es kommt also drauf an was man braucht. In einem eher "rauen Umfeld" würde ich das Reunion Blues empfehlen (voll beladene Kofferräume, Handling durch andere Personen die vielleicht nicht so viel aufpassen). Für die tägliche Probe oder für Leute die viel mit dem Rad/zu Fuß unterwegs sind würde ich das Mono Ultra empfehlen.
Der dritte Wermutstropfen ist dann natürlich der Preis des Mono Ultras. Da ist die Konkurrenz mit gleicher oder gar besserer Schutzwirkung und mindestens gleichwertiger Verarbeitungsqualität teils doch deutlich günstiger. Aber das hilft ja alles nichts, wenn das Mono Ultra nunmal genau den "Mittelweg" bietet, den man sucht ;)