Scala Vilagio F.H. Gasparo da Salo Viola
Viola
- handgemacht in Deutschland von Geigenbaumeister Florian Hertzsch
- Decke aus Alpenfichte
- Boden, Zargen und Schnecke aus geflammtem Ahorn
- Ebenholzgriffbrett
- Buchsbaumgarnitur
- antike Öllackierung mit Bernsteinlack aus eigener Herstellung nach italienischem Vorbild
- dünne Lackschicht für ungehindertes Schwingen der Hölzer
- Abnutzungsspuren alten italienischen Instrumenten nachempfunden
- finale Klangeinstellung über Steg und Stimmstock durchgeführt
- Bodenlänge: 392 mm / 15,5''
- Deckenmensur: 209 mm
- Halsmensur: 139 mm
- Saitenmensur: 351 mm
- Saiten: Thomastik Dominant
- inkl. Zertifikat und Jakob Winter Viola Etui 51015 VIBE
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Erhältlich seit März 2024
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Artikelnummer 588345
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Verkaufseinheit 1 Stück
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Größe 15,5"
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Geflammter Boden Ja
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Griffbrett Ebenholz
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Inkl. Koffer Ja
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Inkl. Bogen Nein
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Modell / Stil / Vorbild G. da Salo - 1580
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Decke Fichte
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Boden & Zargen Ahorn
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Hals & Schnecke Ahorn
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Saitenhalter Buchsbaum
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Kinnhalter Buchsbaum
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Wirbel Buchsbaum
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Inkl. Koffer / Etui Ja
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Die Bratsche als Zeitzeuge
Gasparo da Salò prägte den barocken Geigenbau wie kaum ein anderer: Als Musiker, Handwerker und Innovator zugleich schuf er ein Lebenswerk, das bereits zu Lebzeiten gefeiert wurde. Davon zeugt auch die Scala Vilagio F.H. Gasparo da Salò Viola, eine bis ins kleinste Detail gelungene Replik einer seiner früheren Bratschen aus dem Jahr 1580. Obwohl da Salò und die von ihm begründete brescianische Schule vor allem für ihre Violinen berühmt sind, zeigt sich seine musikalische Philosophie gerade an einer Bratsche wie dieser besonders klar: Stets angestrebt wurde ein kraftvoller, dunkler Ton und eine tiefe, tragende Resonanz. Diese Klangfarbe schafft das Instrument trotz einer erstaunlichen Leichtigkeit und Spielbarkeit, die sie ihrer für Bratschen (auch der Zeit) ungewöhnlich kurzen 15,5"-Mensur verdankt. Tongebend sind dabei die hohe Wölbung der Decke und die langen, offenen F-Löcher.
Stimmig und abgestimmt
Beim Bau seiner Scala Vilagio F.H. Gasparo da Salò Viola hat der Geigenmeister Florian Hertzsch – dafür steht die Abkürzung F.H. im Namen – gezielt historisch stimmige Hölzer verwendet: Die Decke besteht aus langabgelagerter Alpenfichte, der restliche Korpus aus auffällig gemasertem Riegelahorn, ein klassisches Markenzeichen da Salòs. Die Garnitur ist aus Buchsbaum, einem heimischen Hartholz, das auch in Brescia vor der Verbreitung des tropischen Ebenholzes verwendet wurde. Hier trifft aber Tradition auf Moderne – die Klanghölzer werden für ein präzises klangliches Ergebnis und eine dennoch robuste Konstruktion auf spezielle Frequenzen abgestimmt.
Leichtigkeit und Spielbarkeit
Bevor sich die Maße der orchestralen Streicher, so wie wir sie heute kennen, endgültig herausbildeten, experimentierten vor allem die großen Meister wie da Salò mit Form – Wölbung, Bugbreite, Mensur – um den musikalisch gewünschten Ton zu erzielen: direkt, warm, beinahe erdig. So entstand um 1580 das Vorbild für diese kleine, breite und harmonisch proportionierte Bratsche. Dementsprechend gut geeignet ist sie für kleinere Bratschisten oder auch Violinisten, die gelegentlich in der Altstimme musizieren. Zur angenehmen Spielbarkeit trägt auch das Ebenholzgriffbrett bei. Auch wenn 1580 massives Ebenholz hier wohl kaum Verwendung fand, so ist es typisch (und speziell für dieses historisch sehr gut dokumentierte Exemplar auch belegt), dass solche Verschleißteile über die Jahrhunderte oft ersetzt und modernisiert wurden.
Über Scala Vilagio
Scala Vilagio ist eine Thomann-exklusive Marke, unter welcher hochwertige Streichinstrumente und vollprofessionelles Zubehör angeboten wird. Es werden ausschließlich nachhaltig angebaute und über lange Zeit getrocknete europäische Hölzer verwendet. Die Instrumente werden von Geigenbaumeistern nach traditionellen Bauweisen der großen Vorbilder gebaut: Neben Stradivari und Guarneri del Gesu finden sich hier auch Großmeister wie Nicolo Amati oder Giovanni Paolo Maggini. Alle stehen für eine Vielzahl individueller Klangkonzepte, und lassen jedes für sich ein Stück Instrumentenbaugeschichte erleben. Die breite Palette an unterschiedlichen Modellen wird nur möglich durch das breite Spektrum der Instrumentenbauer, die unter anderem in Franken, in den Karpaten und in der Tschechei die Scala-Vilagio-Instrumente in der Tradition der alten Meister bauen.
Geschichte zum Anfassen
Diese Bratsche wurde mit höchster Genauigkeit nach historischem Vorbild gefertigt, doch sie ist keineswegs ein Ausstellungsstück fürs Museum. In seiner Werkstatt in Niederbayern fertigt Florian Hertzsch Instrumente zum Musikmachen, mit Hi-Tech-Akustikanalyse sowie leidenschaftlicher Handarbeit. Das setzt sich auch in der weiteren Ausstattung der Scala Vilagio F.H. Gasparo da Salò Viola fort, etwa bei den in Wien handgewickelten Saiten von Thomastik oder dem robusten Jakob-Winter-Formkoffer mit abnehmbaren Rucksackgurten. Wer sich als erfahrener Musiker ein solches Werkzeug gönnt, besitzt bereits mehrere Bögen, natürlich gibt es aber von Scala Vilagio auch eine Auswahl passender Bögen in unterschiedlichen Ausstattungen.
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