C
Mixed Bag
Positiv:
- Der Hals hat ein sehr angenehmes C-Profil (minimal schlanker als Fenders Modern C). Der 12er Radius ist sehr gut gewählt.
- Die Bünde sind recht gut abgerichtet und die Bundenden sind gut - nicht überragend, aber dem Preis absolut angemessen.
- Der Halstonabnehmer ist interessant vom Charakter her. Eher die dunkle P90 Richtung, aber immer noch klar Single Coil
- Eine Tele mit Belly Cut und (leichter) Abschrägung für den rechten Unterarm ist immer gerne gesehen - und sehr selten!
- Stimmstabilität scheint ziemlich gut zu sein.
- Die Möglichkeit der seriellen PU Schaltung ist toll, wenn auch mit den default Tonabnehmern nur begrenzt einsetzbar.
- Der Sattel ist für Fernost Fertigung ziemlich gut bearbeitet.
Negativ:
- Die Tonabnehmer sind klanglich, selbst für eine Tele sehr weit auseinander - in Klang und vor allem in Output. Der Steg Pickup klingt ziemlich dünn. Für mich funktioniert das überhaupt nicht. Die Mittelposition leidet auch etwas darunter.
- Der P90 klingt mit der recht hohen Werkseinstellung übel, viel zu laut und matschig. Dramatisch (!) besser wird es, wenn man ihn tiefer schraubt.
- Das Pickguard fühlt sich beim Spielen leicht so an als wäre es locker. Keine Ahnung, liegt wahrscheinlich am Material. Direkt unter dem Pickguard sind größere Hohlräume, das trägt sicher auch zu dem Gefühl bei. Außerdem brummt das Pickguard schon akustisch ordentlich mit was extrem nervt. Es fehlt eine Schraube, z.B. unter den Saiten um das zu stoppen.
- Die Gitarre ist trotz der Hohlräume ziemlich schwer - schätze so 3,8KG
- Durch die spezielle Form der Kontrollplatte ist auch die Pickguard Form speziell. Will man einen anderen Tonabnehmer einbauen bräuchte man neben einem anderen Pickguard auch eine neue Kontrollplatte. Echt ungünstig für Modifikationen.
- Das Ton-Poti ist unbrauchbar. Punkt. Ich kann es zu 90 Prozent zudrehen ohne Auswirkung. Das ist echt Mist, vor allem bei einer Telecaster. Also mehr ein An- und Ausschalter.
- Die Madenschrauben stehen deutlich hervor. Nicht sehr angenehm.
- Man hätte den klassischen Ashtray vielleicht etwas modernisieren können wie z.B. bei Gotohs "In Tune" Brücke. Klar, ist traditionell so, aber diese Tele will ja das bewährte Konzept modernisieren.
- Einige Schrauben sind schief eingeschraubt.
- Die Klinkenbuchse weckt kein Vertrauen bei mir. Statt einem richtig Einrasten, kann man den Stecker ohne großen Widerstand super leicht einstecken. Kommt man an den Stecker gibt es manchmal Geräusche.
Der Toggle Switch ist echt ein Witz. so was habe ich in 30 Jahren noch nie gesehen. Er lässt sich so ein bisschen in jede Richtung bewegen ohne jemals irgendwo einzurasten. Ich bin mir zu 100 % sicher dass er nach ein paar Wochen kaputt geht. Absolut frech so was zu verbauen!
- Die Oktavreinheit war nicht mal ansatzweise eingestellt. Ich musste den Sattel locker 1cm verschieben! Die Länge der Schrauben reicht geraade so aus um die Oktavreinheit einzustellen. Ein anderer Nutzer hat den Verdacht geäußert, dass die Bridge eigentlich nicht an der korrekten Stelle montiert ist. Das stimmt tatsächlich!!! Kein großes Problem, wenn die Schrauben zur Einstellung der Oktavreinheit lang genug sind. Allerdings kann man den Steg dadurch NICHT durch einen modernen, etwas längeren (egal ob 6 Sattel oder 3) ersetzen. Da bräuchte man extrem lange Schrauben. Dadurch sind die Saitenreiter auch näher am Steg Tonabnehmer, was den Klang beeinflusst.
- Das Hals Binding ist ein bisschen fühlbar. Nicht schlimm, aber auch nicht ideal. Bin generell kein Fan von Hals Bindings weil sie eine Neubundierung in der Zukunft komplizieren können.
- Die Kanten des Sattels stehen über den Griffbrettrand hervor und sind ordentlich scharf.
- Eine andere Sache ist die doch große Qualitäts-Streuung bei Schecter. Ich habe mehrere Exemplare der Gitarre in der Hand gehabt und die Unterschiede überraschen mich. Bei einer stehen die Sattelschrauben deutlich raus, bei einer anderen nicht, das Gefühl beim Einstecken in die Klinkenbuchse ist bei allen unterschiedlich, eine hat komplett andere Mechaniken (!), eine andere kommt aus Indonesien obwohl das Modell eigentlich in Südkorea gebaut wird. Das ist ein bisschen schräg!
Alles in allem bin ich hin und her gerissen. So viele Teles mit ergonomischen Korpuskonturen, schnellerem Hals und angenehmen Hals/Korpus-Übergang gibt es nicht. Um mit der Schecter Tele so richtig glücklich zu werden, müsste ich aber doch einiges an ihr ändern. Der Steg-Tonabnehmer und die Elektronik müssten für mich klar ersetzt werden. Ich verstehe nicht warum es ok ist für 900€ Teile zu verbauen die eigentlich als kaputt zu bezeichnen sind (z.B. das Ton Poti und der Toggle Switch) Dann sind 900€ leider doch kein so gutes Angebot mehr - aber für manche vielleicht doch. I don´t know.
- Der Hals hat ein sehr angenehmes C-Profil (minimal schlanker als Fenders Modern C). Der 12er Radius ist sehr gut gewählt.
- Die Bünde sind recht gut abgerichtet und die Bundenden sind gut - nicht überragend, aber dem Preis absolut angemessen.
- Der Halstonabnehmer ist interessant vom Charakter her. Eher die dunkle P90 Richtung, aber immer noch klar Single Coil
- Eine Tele mit Belly Cut und (leichter) Abschrägung für den rechten Unterarm ist immer gerne gesehen - und sehr selten!
- Stimmstabilität scheint ziemlich gut zu sein.
- Die Möglichkeit der seriellen PU Schaltung ist toll, wenn auch mit den default Tonabnehmern nur begrenzt einsetzbar.
- Der Sattel ist für Fernost Fertigung ziemlich gut bearbeitet.
Negativ:
- Die Tonabnehmer sind klanglich, selbst für eine Tele sehr weit auseinander - in Klang und vor allem in Output. Der Steg Pickup klingt ziemlich dünn. Für mich funktioniert das überhaupt nicht. Die Mittelposition leidet auch etwas darunter.
- Der P90 klingt mit der recht hohen Werkseinstellung übel, viel zu laut und matschig. Dramatisch (!) besser wird es, wenn man ihn tiefer schraubt.
- Das Pickguard fühlt sich beim Spielen leicht so an als wäre es locker. Keine Ahnung, liegt wahrscheinlich am Material. Direkt unter dem Pickguard sind größere Hohlräume, das trägt sicher auch zu dem Gefühl bei. Außerdem brummt das Pickguard schon akustisch ordentlich mit was extrem nervt. Es fehlt eine Schraube, z.B. unter den Saiten um das zu stoppen.
- Die Gitarre ist trotz der Hohlräume ziemlich schwer - schätze so 3,8KG
- Durch die spezielle Form der Kontrollplatte ist auch die Pickguard Form speziell. Will man einen anderen Tonabnehmer einbauen bräuchte man neben einem anderen Pickguard auch eine neue Kontrollplatte. Echt ungünstig für Modifikationen.
- Das Ton-Poti ist unbrauchbar. Punkt. Ich kann es zu 90 Prozent zudrehen ohne Auswirkung. Das ist echt Mist, vor allem bei einer Telecaster. Also mehr ein An- und Ausschalter.
- Die Madenschrauben stehen deutlich hervor. Nicht sehr angenehm.
- Man hätte den klassischen Ashtray vielleicht etwas modernisieren können wie z.B. bei Gotohs "In Tune" Brücke. Klar, ist traditionell so, aber diese Tele will ja das bewährte Konzept modernisieren.
- Einige Schrauben sind schief eingeschraubt.
- Die Klinkenbuchse weckt kein Vertrauen bei mir. Statt einem richtig Einrasten, kann man den Stecker ohne großen Widerstand super leicht einstecken. Kommt man an den Stecker gibt es manchmal Geräusche.
Der Toggle Switch ist echt ein Witz. so was habe ich in 30 Jahren noch nie gesehen. Er lässt sich so ein bisschen in jede Richtung bewegen ohne jemals irgendwo einzurasten. Ich bin mir zu 100 % sicher dass er nach ein paar Wochen kaputt geht. Absolut frech so was zu verbauen!
- Die Oktavreinheit war nicht mal ansatzweise eingestellt. Ich musste den Sattel locker 1cm verschieben! Die Länge der Schrauben reicht geraade so aus um die Oktavreinheit einzustellen. Ein anderer Nutzer hat den Verdacht geäußert, dass die Bridge eigentlich nicht an der korrekten Stelle montiert ist. Das stimmt tatsächlich!!! Kein großes Problem, wenn die Schrauben zur Einstellung der Oktavreinheit lang genug sind. Allerdings kann man den Steg dadurch NICHT durch einen modernen, etwas längeren (egal ob 6 Sattel oder 3) ersetzen. Da bräuchte man extrem lange Schrauben. Dadurch sind die Saitenreiter auch näher am Steg Tonabnehmer, was den Klang beeinflusst.
- Das Hals Binding ist ein bisschen fühlbar. Nicht schlimm, aber auch nicht ideal. Bin generell kein Fan von Hals Bindings weil sie eine Neubundierung in der Zukunft komplizieren können.
- Die Kanten des Sattels stehen über den Griffbrettrand hervor und sind ordentlich scharf.
- Eine andere Sache ist die doch große Qualitäts-Streuung bei Schecter. Ich habe mehrere Exemplare der Gitarre in der Hand gehabt und die Unterschiede überraschen mich. Bei einer stehen die Sattelschrauben deutlich raus, bei einer anderen nicht, das Gefühl beim Einstecken in die Klinkenbuchse ist bei allen unterschiedlich, eine hat komplett andere Mechaniken (!), eine andere kommt aus Indonesien obwohl das Modell eigentlich in Südkorea gebaut wird. Das ist ein bisschen schräg!
Alles in allem bin ich hin und her gerissen. So viele Teles mit ergonomischen Korpuskonturen, schnellerem Hals und angenehmen Hals/Korpus-Übergang gibt es nicht. Um mit der Schecter Tele so richtig glücklich zu werden, müsste ich aber doch einiges an ihr ändern. Der Steg-Tonabnehmer und die Elektronik müssten für mich klar ersetzt werden. Ich verstehe nicht warum es ok ist für 900€ Teile zu verbauen die eigentlich als kaputt zu bezeichnen sind (z.B. das Ton Poti und der Toggle Switch) Dann sind 900€ leider doch kein so gutes Angebot mehr - aber für manche vielleicht doch. I don´t know.
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T
Sehr schönes Instrument
Super verarbeite, schöne Tele Style Gitarre. Pickups klingen auch echt gut, nur in Serie nimmt sie recht viele Störgeräusche auf. Für den Preis definitiv eine Top Wahl
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