Zum Seiteninhalt

Behringer Grind

28 Kundenbewertungen

4.8 / 5

Bedienung

Features

Sound

Verarbeitung

17 Rezensionen

Behringer Grind
144 CHF
Alle Preise inkl. MwSt.
In 2-3 Wochen lieferbar
1
T
Radio Cologne Sound
Tryst 26.04.2025
Der Grind versetzt mich in die fünfziger und sechziger Jahre in Köln zurück. Der WDR verfügte über ein Studio für elektronische Musik. Hier entstanden die Hauptwerke von Karlheinz Stockhausen: Gesang der Jünglinge, Kontakte, Hymnen. Teile von Tago Mago der Gruppe Can entstanden ebenfalls in diesem Studio. Zur Generierung neuer Klänge kamen rudimentäre Apparate der Mess- und Regeltechnik sowie Tonbandgeräte zum Einsatz. Der zeitliche und finanzielle Aufwand waren dabei extrem hoch. Eine Vielzahl dieser Klänge und mehr finde ich heute in diesem kleinen Kasten wieder, der preislich erschwinglich ist.

Nachdem dem ich den Kippschalter des VCA auf on gesetzt hatte (Umgehung des Envelopegenerators) begann für mich eine Reise in die Unendlichkeit. Jede noch so kleine Änderung bei der Oszillatoreinstellung zeitigte eine neue klangliche Überraschung. Die Komponenten des Grind sind hervorragend aufeinander abgestimmt. Das Zusammenwirken der Komponenten vervielfacht die Möglichkeiten. Neben melodischen Strukturen taten sich rhythmische Strukturen auf. Menschliche Stimme kann ebenfalls imitiert werden. Einfach nur ein Traum. Dabei habe ich noch nicht einmal die Patchbay ausprobiert.

Alle Klangparameter sind direkt über Drehregler und Kippschalter manipulierbar. Hakelig wird die Einstellung der Clock direkt über das Gerät. Der Grind verfügt über einen Sequenzer. Dessen Bedienbarkeit am Grind ist jedoch auch eher eingeschränkt. Durch die Nutzung der kostenlosen Synthribe Software umgehe ich diese Problematiken. Über die App lassen sich Sequenzen einfach erstellen und abspeichern. Lediglich die kleinen Drehregler sind schwer zu erreichen. Die fragilen Kippschalter behandle ich mit besonderer Umsicht. Hinsichtlich der Verarbeitung möchte ich anmerken, dass mein Gerät leicht wackelt.

Leider kann ich keine volle Punktzahl hinsichtlich der Gesamtzufriedenheit abgeben. Ich möchte immer gerne wissen, warum ein Klang ist wie er ist. Bei einem komplexen Gerät wie dem Grind erachte ich eine vernünftige Bedienungsanleitung für angebracht. Die beigefügte ist sowohl inhaltlich als auch didaktisch nicht dazu geeignet, den Grind zu verstehen. Die Klangerstellung wird zum Herumstochern in den Eingeweiden einer toten Kuh. Da im Grind ein Brains-Modul verbaut ist, habe ich mir die Bedienungsanleitung bei Behringer angesehen. Die ist ebenfalls nicht geeignet, meinen Wissensdurst zu stillen. Brains basiert auf dem Plaits-Modul aus dem Jahre 2018 (Programmierung Open Source). Die Anleitung fällt hier etwas besser aus. Änderungen beim Timbre/Morph werden hier mit Schaubildern dargestellt. Der Grind ist nicht mein erster Synthesizer. Man könnte jetzt einwenden, dass jeder Synthesizer vom Prinzip her gleich gehäkelt ist. Dem muss ich jedoch widersprechen. Beim Grind wurde West Coast Technologie verbaut. Die findet man nicht in jedem Synthesizer. Buchla entwickelte das LPG. es handelt sich um die Kombination eines Lowpassfilters mit einem VCA. Keine hinreichenden Hinweise in der Bedienungsanleitung. Diese Schaltung ist schon sehr speziell. Ich kann sien als Kill Switch oder zur Signalverstärkung nutzen. Das Mixermodul hat sich mir von der Funktionsweise leider auch noch nicht erschlossen. Aber ich stehe ja noch am Anfang.

Klare Kaufempfehlung. Zur Einarbeitung in die Funktionsweise eines Analogsynthesizers würde ich den Crave (100 % East Coast Technologie) jedoch vorziehen. Im Wesentlichen unterscheiden sich beide Instrumente nur im verbauten Oszillator und dem Lowpass Gate.

Hier noch ein weiterer Hinweis. Arturias Microfreak und Minifreak verfügen über vergleichbare Oszillatoren. Sie sind mehrstimmig. Ich bevorzuge jedoch den Grind, da bei mir die Gestaltung von Klängen im Vordergrund steht. Vielstimmigkeit ist hier nicht immer unbedingt hilfreich. Von den Anleitungen Arturias kann sich Behringer eine Scheibe abschneiden. Wer unter die Haube schauen möchte, der ist hier an der richtigen Stelle.

+ Patchbay
+ 6 beiliegende Patchkabel
+ Vielseitiger VCO
+ Harmonische Zusammenstellung der Komponenten
- Kein USB-B Kabel (Druckerkabel zur Verbindung mit dem PC)
- Bedienungsanleitung (wie immer)
- enigmatischer Sequenzer
- Clock Einstellung über Gerät
- Extreme Lautstärkeunterschiede bei Kopfhörergebrauch (VCA env/on)
Bedienung
Features
Sound
Verarbeitung
37
6
Bewertung melden

Bewertung melden

M
Kleine Kiste, großer Sound
Marcadonna 30.12.2025
Ich war eigentlich viele Jahre nur "in the box" unterwegs, was das Beats produzieren betrifft.
Durch mein seit ein paar Monaten zunehmendes Interesse an Synthese, wurde ich auf den Grind über ein YouTube-Video aufmerksam.
Der Lieferstatus war zu dem Zeitpunkt leider "in mehreren Monaten",sonst wäre der Grind tatsächlich mein erster Hardware-Synth geworden. So wurde er die Nummer 2 von mittlerweile 3 Synths in meinem Setup.

Nachdem er geliefert wurde, hatte ich zunächst keine Zeit mich in das Gerät einzuarbeiten. Daher folgt die Bewertung nun auch erst ein paar Monate später:
Der Grind ist sehr Kompakt und wirkt durch seine Metall-Oberfläche und sein Gewicht sehr stabil. Alle Knobs lassen sich stufenlos drehen und fühlen sich für mich vom handling her gut an. Die Tasten von der Sequenzer - und Keyboard Sektion haben allesamt einen angenehmen Druckpunkt und lediglich die Kippschalter machen einen etwas fragileren Eindruck. Die Patchbay habe ich bisher noch nicht wirklich getestet, sie macht auf mich aber einen recht langlebigen Eindruck. Lobenswert das Behringer 6 Patchkabel in 3 Farben beigelegt hat, top !
Wem die Plastikwangen nicht gefallen, könnte sich theoretisch selber welche aus Holz dran schrauben. Bei mir steht der Grind auf einem "Roadworx" Ständer (Art.Nr: 491891) und nimmt ca 2/3 der Fläche ein.
Durch die schwarz/rote Farbkombi fügt er sich optisch perfekt in mein Setup zwischen UNO Synth Pro X, Hydrasynth Desktop und MPC One + ein.

Der Sound ist wirklich brachial. Kaum zu glauben das der kleine Kasten sowas alles kann.
Egal ob stabbende Leads, Percussions, hittende 808's, Talkbox, Drones....die Kiste ist durch die ganzen verschiedenen Modi und Bänken an Möglichkeiten quasi unerschöpflich und im Mix setzt sich der Grind hervorragend gegen andere Klangquellen durch.
Mein Tipp:
ich habe zwei günstige Effektpedale von Joyo dazu gekauft (Athmosphere Delay/Aquarius Reverb). Über den Aux Send meines kleinen Mackie 802 VLZ4 Mixers habe ich so nun eine günstige analoge FX-Chain für den Grind, was den Sound natürlich nochmal dicker, tiefer und breiter macht.
Für ein Projekt brauchte ich unter anderem dringend blubbernde Unterwasser-Sounds, einen Helikopter, Wind und Gewitter-Grummeln. Hier hatte der Grind seinen ersten Einsatz. Ich war erstaunt wie schnell ich diese Sounds geschraubt hatte, auch ohne Erfahrung mit dem Gerät.

Aber wo viel Licht ist, gibt es bekanntlich auch Schatten. Die Logik des Sequenzers ist nicht so einfach nachvollziehbar. Ich musste mir mehrmals Tutorials anschauen um die Funktionen zu verstehen. Zusätzlich habe ich mir alle Schritte nochmal ausgedruckt und muss immer noch teilweise vor Benutzung nachlesen. Das bleibt einfach nicht hängen...ohne Display hätte ich mir den Sequenzer wesentlich einfacher gewünscht.
So wie ich verstanden habe, kann man wohl zumindest das letzte Pattern irgendwie speichern ? Egal, ich sample einfach :-)

Trotzdem bekommt der Grind von mir die volle Punktzahl, weil man hier unheimlich viel Sound als Beatmaker oder Sounddesigner für wenig Geld bekommt.
Meine Behringer Komponenten (X-Touch One, Swing, Grind) haben mich bisher nicht enttäuscht !
Bedienung
Features
Sound
Verarbeitung
1
1
Bewertung melden

Bewertung melden

G
Das hybride Mahl(!)werkzeug
Gummibär 01.05.2025
Aus dieser Baureihe stellt dieses Gerät sicher den größten Preis-Leistungswert dar, und in den Händen von Leuten, die den Anfängerschuhen entwachsen sind, dürfte es ein No-Brainer sein.
Jedoch auch Neulinge mit Grundverständnis der Klangsynthese dürften hier ein Experimentierfeld vorfinden, das -in Kombination mit externen Effekten- genug Potential hat, um jegliche Musikrichtung zu bereichern. Somit: Ran an den Spaß, es gibt nix zu bedauern.
Bedienung
Features
Sound
Verarbeitung
6
0
Bewertung melden

Bewertung melden

P
Tolles Gerät, für Anfänger aber kompliziert
P.A.P 03.12.2025
Ich hatte zuvor mein Grund-Setup schon aufgebaut und wollte dieses erweitern.
Dementsprechend empfehle ich jedem, der den Grind ohne jegliche Vorerfahrungen nutzen möchte, sich etwas tiefgründiger mit dem Grind auseinander zu setzen, bevor man da steht ohne jegliche Ahnung von Bedingungen zu haben.

Was mir persönlich sehr gefällt ist die Verarbeitung und die Möglichkeit beziehungsweise welche Soundmöglichkeiten der Grind bietet, weshalb ich trotzdem eine allgemeine Empfehlung gebe. Recht für den Preis sollte man sich nicht beschweren für das was man bekommt.
Bedienung
Features
Sound
Verarbeitung
1
0
Bewertung melden

Bewertung melden

F
Super !
Fulle 31.03.2025
Klasse Teil ,Respekt an Behringer und an Thomänner ,das ihr so etwas bereit stellt zum verkaufen ! Vielen Dank an euch und an den lieben Gott !
Bedienung
Features
Sound
Verarbeitung
7
18
Bewertung melden

Bewertung melden

E
umwerfend!
Erich168 13.06.2025
Ich hatte selbst eigene Grooveboxen mit Microcontrollern gebastelt. Die teils digitale Kiste reagiert auf Steuerspannungen recht schnell, mittels NOISE kann man sogar das Oszillator-Model just in time umschalten... crazy, - das hatte ich nicht vermutet! Hochachtung!
Bedienung
Features
Sound
Verarbeitung
0
0
Bewertung melden

Bewertung melden

ML
Klangvoller kleiner Synth
Mark Lone 17.06.2025
Gefäält mir sehr gut ! Schöne flatertöne oder weiche Sound. Aus dieser kleinen Kiste kann man ganz schön was rausholen . Schneller Soundwechsel über die Bank und Patch Knobs . Klingt super maht Spaß --- meins
Bedienung
Features
Sound
Verarbeitung
1
0
Bewertung melden

Bewertung melden

F:
Felix :) 27.11.2025
Das Teil ist wirklich sehr vielseitig vom Bandbreite an verschiedenen Sounds die man erzeugen kann. Ich bin aber kein fan vom integrieren Sequencer. Verarbeitung ist sehr solide. Dadurch ist das Teil aber auch schwer wie ein Ziegelstein.
Bedienung
Features
Sound
Verarbeitung
0
0
Bewertung melden

Bewertung melden

RG
MI in a box mit schönen Extras
Rorschach Garden 31.12.2025
Auch wenn ich Plaits von Mutable Instruments besitze, mag ich nicht immer mein Modulsystem anwerfen.
So ist der Grind eine tolle All- in One- Alternative, den ich dann gerne mit anderen kleinen Kistchen im Verbund spiele.
Klanglich äußerst flexibel, lädt er geradewegs zum Experimentieren ein.
Ob experimentell, schöne Chords, FM, V/A und was nicht noch alles - für den Preis gibt es nichts, was diese riesige Bandbreite an Sounds so zugänglich bereitstellt.
Der typische Behringer Sequenzer ist nicht der Weisheit letzter Schluss, aber es lässt sich damit arbeiten.
Einen normalen Klinkenausgang hätte ich gerne gesehen, was sich aufgrund der geringen Bauhöhe wohl nicht machen lässt. Deshalb unbedingt ein Kabel von Miniklinke Mono auf normale Monoklinke mitbestellen.
Bedienung
Features
Sound
Verarbeitung
0
0
Bewertung melden

Bewertung melden

T
So viel für so wenig ..
TimothyDirtmann 23.12.2025
Erstaunlich was alle sin so eine kleine kiste passt. Sehr vielseitig. Sher individuell einstellbar. Theoretiach zu viel da die emtscheidung schwer fällt .. werd mir wohl noch nem.zweiten zulegen macht spass mit anderen syhnts zu patschen..toller sequenzer. Behringer ist schon sehr erstklassig .
Bedienung
Features
Sound
Verarbeitung
0
0
Bewertung melden

Bewertung melden

Behringer Grind