"You were the chosen one", zitierte ein bekannter Bass-YouTuber vor einer Weile Obi-Wan Kenobi, um seiner Enttäuschung über diesen Bass Ausdruck zu verleihen, und ich stimme leider zu.
Auf dem Papier sehen wir ein tolles Paket: DiMarzio Pickups, karamellisierter, flott bespielbarer Ahornhals, HiMass-Brücke, Luminlay-Bundmarkierungen (sollten längst Standard sein), Halszugang zum Spannstab, dies, das, Ananas.
Und dann kam das: Bundenden so scharf, wie ich sie in 35 Jahren Bassen auch nicht an den billigsten Gurken erlebt habe. "Flottes" Spielen auf dem schlecht in der Halstasche sitzenden Hals raspelt tatsächlich die Haut von den Händen. Der Preamp und die schlechte Abschirmung sind ebenfalls auch in der dritten Generation dieses Modells ein großer Schwachpunkt mit einer breiten Auswahl an Stör- und Nebengeräuschen. Und als Krönung ließ sich die unspielbare Werkabstimmung des voll gespannten (!) Halsstabes nicht ändern: Der Halsstab bewegte sich keine 5 Grad.
Schade. Die Features sind (bis auf die fehlende passive Tonblende) eigentlich umfangreicher als bei der hausinternen (Fender Player II Modified) oder externen (Yamaha BB734a) Konkurrenz in in diesem Preissegment, der Sound zumindest passiv überzeugend, die Optik toll.
Der geht leider zurück. Und auch bei einem besser verarbeiteten Austauschmodell wird der Preamp wohl die Achillesferse bleiben.