Für diesen stolzen Preis kann man eigentlich eine makellose Verarbeitung erwarten. Das bekam Mann/Frau/Team in der Manufaktur jedoch bezüglich der Außennaht an der Kopfseite nicht hin. Wäre das nicht die sichtbarste und hervorgehobenste Stelle, würde ich darüber kein Wort verlieren. Ist eben Handarbeit. Aber dieser Fehler ist derart auffällig, dass ich eine Freigabe für den regulären Verkauf wirklich frech finde.
Thomann kann da nichts für, es kann wirklich nicht jeder Zubehörartikel kontrolliert werden.
Danke an Thomann für den kleinen Nachlass.
Für alle, die ein Original Lifton-Case bislang nicht kennen: das Teil ist schwerer als das Gibson Les Paul Original Hardshell Case und macht das Tragen eines vielleicht ohnehin schwereren Instrumentes etwas mühsamer.
Der gewohnt blumige Nitrolack-Duft, womit Gibson (auch Fender) seine nitrolacktauglichen Cases parfümiert schlägt hier in eine penetrante moschusartige Note um. Was ist da passiert? Das merkte ich leider erst nach der 30-Tage-Frist.
Positiv ist das verbesserte Innenpolster, das nicht mehr so spack die Paula einklemmt wie früher bei den Lifton-Cases aus der Zeit um 2010-2015. Der Halt ist trotzdem excellent und wackelfrei, ich habe auch den Eindruck einer besseren Halsauflage. Besser jetzt auch das zusätzliche Kissen zum Schutz der Kopfplatte. Die Schnallenverschlüsse sind wie sie sind und man sollte vorsichtshalber beim Transport das Schloss sperren. Ich habe es mir jedenfalls nach einem Malheur vor ein paar Jahren so angewöhnt...
Achtung: Nicht an Wände lehnen, die mit Latexfarbe gestrichen sind: Der Kofferbezug reagiert damit, nimmt die Farbe auf, verbackt damit förmlich. Sehr schwer und nicht spurlos wieder zu entfernen!
Es gibt für eine teure Gibson Customshop-Paula hinsichtlich eines Ersatzkoffers vielleicht Alternativen, ich vertraue aber lieber - trotz allem - meinem Instrument das Gibson LP Lifton Historic Case an.