Eine Baritongitarre erweitert das klangliche Spektrum deutlich nach unten, ohne dabei an Präzision einzubüßen. Die Harley Banton SC-Custom III Baritone AB setzt dieses Konzept mit einer 712mm (28") Mensur und zwei Tesla TM VR-Nitro AlNiCo-5 Humbuckern in der Decke konsequent um. Die längere Mensur sorgt für spürbar höhere Saitenspannung in tiefen Stimmungen und verhindert so ein schwammiges Spielgefühl. Korpus und der geleimte Hals bestehen aus Meranti, was für ein solides Fundament und gleichmäßiges Sustain sorgt. Das matte Army-Burst-Finish unterstreicht den eigenständigen Charakter des Instruments: klassisches Single-Cut-Design, aber mit moderner Ausrichtung. Hier geht es nicht um Vintage-Nostalgie, sondern um Druck, Klarheit und kontrollierte Tiefe.
Trotz der längeren Mensur bleibt das Spielgefühl ausgewogen. Das Modern-C-Halsprofil misst 20mm am ersten und 22mm am zwölften Bund und liegt angenehm in der Hand, ohne klobig zu wirken. Das Palisandergriffbrett mit 12"-Radius unterstützt eine komfortable Saitenlage und saubere Bendings, auch bei kräftigerem Saitensatz. Der WSC-Tune-O-Matic-Steg sorgt für eine präzise Intonation und stabile Saitenführung. Ein Graphitsattel trägt zur Stimmstabilität bei und reduziert Reibung an der Saitenauflage. Besonders praxisrelevant sind die 22 Medium-Jumbo-Edelstahlbünde von Blacksmith: Edelstahl bedeutet hohe Haltbarkeit, präzise Intonation und ein dauerhaft definiertes Spielgefühl. In Kombination mit dem weißen Binding ergibt sich ein stimmiges Gesamtbild aus Funktionalität und sauberer Verarbeitung.
Bei den Pickups setzt Harley Benton auf zwei Tesla TM VR-Nitro AlNiCo-5 Humbucker. Diese liefern ein straffes Low-End mit klarer Kontur, sodass selbst tiefe Tunings differenziert bleiben. Akkorde behalten Struktur, einzelne Töne setzen sich definiert durch. Über zwei separate Volume-Regler lassen sich die Tonabnehmer fein abstimmen, während der Tonregler per Push/Pull-Funktion den Coil-Split aktiviert. Dadurch werden die Humbucker gesplittet, was schlankere, transparentere Klangfarben ermöglicht - sinnvoll für cleane Parts oder kontrastreiche Layer bei Aufnahmen im Studio. Der klassische 3-Wege-Schalter erlaubt die Kombinationen von Neck-PU, beide PUs und Steg-PU für eine schnelle und intuitive Bedienung.
Die Harley Benton SC-Custom III Baritone Army Burst spricht vor allem Gitarristen an, die bewusst mit erweiterten Klangräumen arbeiten möchten. Wer in tieferen Stimmungen unterwegs ist - sei es im modernen Metal, Post-Rock oder Doom - bekommt hier ein Instrument, das diese Anforderungen konstruktiv unterstützt. Die 28"-Mensur sorgt für definierte Bässe und straffe Ansprache, was besonders bei Drop-Tunings oder komplexen Akkorden im unteren Register entscheidend ist. Durch den Coil-Split der zwei Humbucker vom Typ Tesla TM VR-Nitro AlNiCo-5 bleibt das Klangspektrum dennoch vielseitig genug für cleane Passagen oder kontrastreiche Arrangements. Für absolute Einsteiger ohne Erfahrung mit längeren Mensuren kann die Umstellung zunächst ungewohnt sein, ambitionierte Spieler mit klarer stilistischer Ausrichtung hingegen finden hier ein spezialisiertes Werkzeug mit einem attraktiven Preis-Leistungs-Verhältnis.
Seit 1998 bedient die Marke Harley Benton die Bedürfnisse vieler Gitarristen und Bassisten. Neben einer umfangreichen Bandbreite an Saiteninstrumenten bietet die Hausmarke des Musikhauses Thomann auch jede Menge Verstärker, Lautsprecher, Effektpedale und weiteres Zubehör an. Insgesamt umfasst die Palette über 1.500 Produkte. Gefertigt von etablierten Herstellern, überzeugen alle Artikel von Harley Benton durch Qualität, Zuverlässigkeit und einen dennoch günstigen Preis. Durch die ständige Erweiterung des Portfolios bietet Harley Benton so stets neue und innovative Produkte für den musikalischen Alltag.
Im Bandkontext spielt die Harley Benton SC-Custom III Baritone AB ihre Stärken vor allem dann aus, wenn das Arrangement nach Tiefe und Druck verlangt, ohne dass der Bassbereich zugedeckt wird. In Metal-Produktionen lassen sich präzise Riffs in tiefen Tunings sauber und konturiert umsetzen, besonders in Kombination mit straff abgestimmten High-Gain-Amps oder modernen Modeling-Systemen. Gleichzeitig funktionieren die Tesla-Humbucker auch an klassischen Röhrenverstärkern überraschend ausgewogen, etwa für düstere Blues- oder Stoner-Sounds mit viel Fundament. Im Studio eröffnet die lange Mensur interessante Layering-Möglichkeiten, wenn zum Beispiel Bariton-Parts über reguläre Gitarrenspuren gelegt werden sollen. Dank Coil-Split sind sogar transparente Clean-Flächen oder leicht angezerrte Indie-Sounds realisierbar, was das Instrument auch für experimentelle Projekte attraktiv macht.