Der Combiner funktioniert tadellos. Er bündelt die Signale von meinen 4 Mipro Mi-58RT Sendern und legt sie auf eine einzige Antenne (wahlweise eine einzelne Senderantenne oder - wie bei mir - auf die Sammelantenne AT 58). Das Signal kommt am Receiver sehr sauber an. Soweit bestätigt die Praxis die Theorie.
Da ich bisher ein Sennheiser EW300 G3 System benutzt habe (ebenfalls 4 Sender mit Combiner und Sammelantenne) habe ich den direkten Vergleich und habe da einen Plus- und einen Minuspunkt im Vergleich zum Sennheiser-Combiner gefunden.
Plus: Anders als beim Sennheiser-Combiner liegt hier der Anschluss für das Antennenkbel an der Front des Gerätes. Das ist schlau; so muss man nicht noch extra den Anschluss an die Rackfront verlegen. Aber das ist eher ein nice-to-have; der folgende Minuspunkt wiegt m.E. schwerer.
Minus: Anders als beim Sennheiser-Combiner erfolgt die Stromversorgung der Sender beim Mipro-Combiner nicht über die Antennenkabel, mit denen die Sender an den Combiner angeschlossen werden. Das bedeutet, man hat statt einem insgesamt fünf Netzstecker. Das kann man zwar relativ elegant mit einer 19" Einbau-Steckerleiste lösen, dafür muss das Rack aber entweder eine zusätzliche Höheneinheit oder eine Rackschiene hinten haben. Bei mir ist es letzteres. Aber es ist trotzdem störend, wenn im Rack hinten so viele Kabel sind. Das macht einen schnellen Zugriff, wenn mal etwas nicht in Ordnung sein sollte, etwas tricky. Kabelmanagement hin oder her.
Letztlich gibt es noch einen gemeinsamen Minuspunkt, den beide Combiner gleichermaßen haben: Es liegen beiden Geräten keine Rack-Einbaukits bei (wie es früher mal gute Sitte war), sondern man muss für beide noch extra für ca. 40 - 45 Euro ein Einbaukit kaufen. Das ist für Geräte, die knapp 700,00 (Mipro) bzw. 800,00 Euro (Sennheiser) kosten, und die auf jeden Fall immer in ein Rack eingebaut werden, gleichermaßen keine Wildcard für das Finale der Serviceweltmeisterschaft...