Mein Proberaum- und Zweit-Set (ein sehr schön klingendes 90er Jahre Oberklassen-Tama) verlangte nach neuen Drumheads und so entschied ich mich dazu, die recht günstigen Remo Encore Ambassador Heads auszuprobieren. Dazu orderte ich ein 14" clear und ein 10" clear. Ein 12" und ein 16" Remo USA Ambassador clear hatte ich noch auf Halde. Eine gute Gelegenheit, das Klangverhalten der Heads im direkten Vergleich zu ergründen. Der Unterschied zwischen den Encore und USA Ambassadors liegt einzig darin, dass das "Fell" bei den Encore gecrimpt im Spannring sitzt und bei den USA Ambassadors in diesem geklebt ist. Die verwendete Kunststoff-Folie ist die Gleiche. Im direkten Vergleich fällt zudem auf: Der Spannring der Encore Heads ist wesentlich dünner wie der seiner amerikanischen Kollegen. Die Montage auf den Tama Kesseln gestaltete sich trotzdem bei beiden Sorten problemlos. Die Encore Drumheads reagieren auf Grund des dünneren Spannring beim Stimmen etwas sensibler, was mehr Fingerspitzengefühl erfordert. Haben sich die Drumheads dann dem Kessel angepasst, sind beide Sorten recht stimmstabil. Klanglich ist der Unterschied zwischen den Encore- und USA-Ambassadors äußerst gering. Die Encore Heads klingen eine Nuance dumpfer wie die USA Heads. Das ist aber so gering, dass es im Zusammenspiel mit Band oder Orchester nicht auffällt. Auf einer Aufnahme des Drumset konnte keiner der Zuhörer einen Unterschied zwischen den Encore und den USA Probanden hören. Fazit: Wenn man mit einem minimal weniger obertonreichen Drumsound leben kann (es sind wirklich nur Nuancen) kann man hier richtig Geld sparen. Ob das persönliche Ego es zulässt, mit günstigen Drumheads zu spielen, muss jeder selbst wissen. Für Leute, die die Flöhe husten hören sicherlich ungeeignet, - für alle anderen sind die Encore Drumheads wahrscheinlich vollkommen ok.