Vorher habe ich den kleineren Bruder L6 ausgetestet.
Da mir die Kanäle nicht ausreichten und ich den Aux-Weg getrennt regelbar als send für meinen Looper einsetze, habe ich es zurückgeschickt und mir den Zoom LiveTrak L6max bestellt.
Vorab: Ich spiele im Sitzen und habe ein Effekt-Board neben mir auf einem kleinen Tisch stehen, um es mit der Hand zu bedienen.
Ich splitte mein Gitarren-Signal in 4 Einzelsignale.
1. > BigSky 1a > Gitarren-Amp
1b > Pult (Mono)
2. > TimeLine (Stereo)
3. > Octaver (Mono)
4. > DL4 MK2 > SL20 > Microcosm > NightSky (Stereo)
Das sind schon mal 2 Mono- und 2 Stereo-Kanäle, die ins Pult gehen.
Dazu kommt noch ein Looper (Stereo) und ggfs ein Mikrofon.
Dann schleife ich in den Effektweg noch meinen Moog-FM-102 ein.
Dazu habe ich bisher mein A&H ZED-12FX Pult genommen.
Klingt gut, ist aber groß und zeitaufwendig im Aufbau.
Das Zoom LiveTrak L-6 kann ich auf meinem Pedalboard gröstenteils verkabeln (das spart Zeit und Nerven).
Bedienung:
ist gröstenteils intuitiv.
Über Taster wird die Funktion (Lautstärke / Effekt / Aux-Weg etc,) angewählt und mit den Endlos-Drehreglern wird der Wert eingestellt.
Rückmeldung gibt es per ringförmiger Lichterkette um die Regler.
Soweit, so gut!
Der Masterdrehregler ist analog. D.h. so wie er steht ist die Lautstärke.
Das ist insofern gut, als das man diesen Regler auch im ausgeschalteten Zustand auf Null drehen kann.
Sound:
Für meine Effekte ist der Sound völlig ausreichend.
D.h. mir fällt nichts negatives auf.
Ich habe auf keinem Kanal den EQ bemüht.
Beim Mikrofon der Sängerin höre ich einen deutlichen Unterschied zu dem A&H-Pult. Das Zoom LiveTrak L-6 klingt doch etwas dünn und spitz im Vergleich.
Getestet habe ich über meine Akustik-Amps
(Markakustic 601 + Acus one 6T) und über PA-Boxen (QSC K 8.2).
Fazit:
Der Mixer kann viel mehr, als ich ausprobiert habe.
Für meine Zwecke ist er wie gemacht.
Klein genug fürs Pedalboard, ausreichend gut klingend für meine Effekte und den Looper und von der Bedienung her schnell und übersichtlich genug für die Bühne.