Dave Smith Instruments Prophet REV2-16

16-stimmig polyphoner Analog Synthesizer

  • zwei digital gesteuerte Oszillatoren pro Stimme
  • 2/4 Pole Curtis Lowpass Filter
  • VCA
  • Original-Prophet 4 LFOs
  • 3 Hüllkurven-Generatoren
  • jedes Programm hat zwei Layer
  • polyphoner Step-Sequezer mit bis zu 64 Steps und bis zu 6 Noten pro Step
  • separater 16x4 Gate-Step-Sequenzer
  • Arpeggiator
  • 512 Preset-Programme ab Werk (4 Bänke mit je 128 Presets) und 512 vollständig editierbare User-Programme mit 2 Layern (2 separate Sounds) in jedem Programm
  • 5 Oktaven-Tastatur anschlagdynamisch mit Aftertouch
  • Pitch-Bend und Modulations-Rad
  • Split-Funktion
  • 4 Line-Ausgangänge 6.3 mm Klinke unsymmetrisch (A/B L/R Stereo)
  • MIDI In/Out/Thru
  • Sustainpedal-Eingang
  • Pedal/CV Eingang (für Expression-Pedal oder CV von 0-5 VDC)
  • USB
  • Kopfhörerausgang: 6.3 mm Stereo-Klinke
  • Abmaße (B x Tx H): 892 x 322 x 96,5 mm
  • Gewicht: 9.3 kg
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Soundbeispiele

 
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  • Sequence10
  • Sequence11
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  • Sequence3
  • Sequence4
  • Sequence5
  • Sequence6
  • Sequence7
  • Sequence8
  • Sequence9
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Weitere Infos

Anzahl der Tasten 61
Anschlagdynamik Ja
Aftertouch Ja
Keyboard Split Ja
Modulation Wheel Ja
Anzahl der Stimmen 16
Tonerzeugung Analog
MIDI Schnittstelle 1x In, 1x Out, 1x Thru
Speichermedium Keine
USB Anschluss Ja
Effekte Multieffektprozessor
Arpeggiator Ja
Anzahl der analogen Ausgänge 4
Digitalausgang Nein
Display Ja

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22 Kundenbewertungen
  • 5
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4.8 / 5.0
  • Bedienung
  • Features
  • Sound
  • Verarbeitung
17 Textbewertungen Alle Bewertungen lesen
Gesamt
Bedienung
Features
Sound
Verarbeitung
Kleiner, großer Bruder
Michael665, 09.11.2017
Da hier schon positive bis euphorische Bewertungen abgegeben wurden, möchte ich als jemand bewerten der sich dazu entschieden hat seinen ebenfalls sehr schönen Prophet-6 durch den Prophet REV2 zu ersetzen. Das klingt wie ?Gotteslästerung?, aber die Idee ist u.U. weniger abwegig als man denken würde.
Den Prophet-6 fand ich natürlich schon gut, höre den Synth aber auch als modernen, analogen Synthesizer. Der Urvater Prophet-5 klingt anders und da kann noch so viel von ?diskret aufgebauten Stimmen & VCO?s? die Rede sein, was nicht heisst, dass der Prophet-6 schlecht klingen würde.

In meinen zwei Jahren mit dem Prophet-6 habe ich festgestellt, dass ich z.B. das zusätzliche Hochpass-Filter, das dem REV2 fehlen würde, eigentlich kaum nutze und stattdessen vermisste ich immer etwas mehr Modulations-Möglichkeiten. Klar, die Polymod-Sektion des Prophet-6 würde fehlen, aber trotzdem wären aufgrund des Filter-Outputs als Modulationsquelle beim REV2 durchaus einige ähnlich Möglichkeiten bestehen, zumal auch das Filter einen eigenen Audiomod-Regler besitzt mit dem Modulationen im Audiobereich möglich sind.

Dafür hat aber der REV2 16 statt 6 Stimmen, die Möglichkeit zwei Sounds zu layern oder zu splitten oder eben auch getrennt - ?ich bin zwei Synthesizer? - jeweils 8-stimmig, ansprechen zu können.
Drei (modulierbare!) Envelopes, vier polyphone LFO?s (ebenfalls modulierbar!) , mit der Möglichkeit diese auf fast alles (incl. Effect-Parameter) routen zu können und eine umfangreiche Modulationsmatrix, machen aus dem REV2 alles andere als einen Synth mit langweiliger Stimmarchitektur. Das hat eher was von Oberheim Matrix? Dabei stehen immer noch erstaunlich viele Regler für den Direktzugriff zur Verfügung.
Die Modulationsmatrix ist übrigens sehr leicht zu programmieren und die beiden polyphonen Step-Sequencer (je einer pro Layer) habe ich auch noch nicht mal erwähnt. Der Prophet-6 ist hier wirklich vergleichsweise langweilig.

Was ist beim REV2 weniger gut? Für Live-Nutzung würde ich rein von der Bedienung her den Prophet-6 bevorzugen, der für die schnelle Programmwahl zehn eigene Taster hat. Muss während eines Songs schnell auf einen anderen Sound umgeschaltet werden, steht man beim REV2 mit seinem Dreh-Encoder im Regen und kann als Workaround höchstens die beiden Layer nutzen.

Soundmäßig hört man aus welchem Haus die Instrumente kommen, wobei mir tatsächlich die VCO?s des Prophet-6 geringfügig besser gefallen, ebenso wie der Suboszillator.

Wird beim REV2 bei allen Wellenformen mit Shape eine Art ?Pulsbreiten-Modulation? generiert, was schon beim einem Oszillator zu relativ fetten Sounds führt, blendet dieser Parameter beim Prophet-6 lediglich von einer Wellenform in die nächste. Moduliert klingt für mich letzteres interessanter und Pulsbreitenmodulation reicht mir eigentlich beim Rechteck. Der REV2 hat für das Lautstärkeverhältnis beider Oszillatoren nur einen Blend-Regler der in Mittelstellung bei gleichem Lautstärke-Verhältnis beider Oszillatoren leider für eine geringe Absenkung der Gesamtlautstärke sorgt.

Das Filter hingegen gefällt mir beim REV2 besser und klingt seltsamerweise für meine Ohren gerade bei höheren Resonanz-Einstellungen weicher im Vergleich zum Prophet-6. Bleibt aber Geschmacksache.
Ich hätte es gut gefunden, wenn zumindest ein LFO des REV2 monophon für alle Stimmen gleichzeitig arbeiten würde oder dies im Idealfall pro LFO konfigurierbar wäre. Dafür können polyphone Modulationen mit vier LFO?s richtig Leben in die Bude bringen. Der REV2 ist da ein echtes Modulations-Monster.

Zum Thema Effekte: Diese sind klanglich gleichwertig und OK, wobei ich vermisse, zwei Effekte (z.B. Chorus + Delay) hintereinander schalten zu können. Das geht beim Prophet-6, beim REV2 leider nur jeweils ein Effekt pro Layer auch wenn man nur ein Layer 16-stimmig nutzt. Schade.

Schlussendlich noch die Verarbeitung. Hier gefallen mir die ?Oldskool?-Taster des Prophet-6 besser, die Regler sind aber gleich. Die Tastatur ist bei beiden hervorragend, wobei der REV2 dank 61 Tasten (yeah!) hier die Nase vorne hat.

Alles in allem hat für mich der Prophet REV2 das deutlich bessere Preis-Leistungs-Verhältnis. Aufgrund meiner klanglichen Vorlieben und der ausschließlichen Nutzung im Heimstudio ist der REV2 für mich das interessantere Instrument. Dass ich in nur zwei Tagen mehr Sounds für den REV2 wie in zwei Jahren für den Prophet-6 programmiert habe bestätigt dies nur. Nur die schönen, beleuchteten Handräder des Prophet-6 werde ich wohl vermissen ;-)
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Prophet REV2?16 : Eine Offenbarung
Georg4731, 19.08.2017
Dave Smith hat mit dem REV2-16 ein analoges Soundmonster geschaffen. Gewaltig.
Sound : Dieser Synth bietet einen bemerkenswert mächtigen Analogklang, dessen Soundpotential äußerst vielschichtig ist. Es schwingt gerne viel wohlige analoge Wärme mit. Man erkennt sofort die Verwandschaft mit den curtisfilterbasierten, früheren polyphonen Analogsynthesizerboliden. Das Klangspektrum kann wunderschön weich, filigran, glockig und zart klingen, der Synth muss sich nicht permanent nach vorn drängeln. Auch härtere Soundanforderungen, Schneidendes, Harsches und Krasses sowie perkussive Klänge sind problemlos zu realisieren.
Funktionen : Die Funktionsliste ist dermaßen umfassend, dass es den Umfang einer Kundenbewertung sprengen würde, alle Funktionen aufzuzeigen. Also hier ein Überblick, über das, was mich besonders erfreute :
Die Stimmgewalt : In dieser Version hat der Synth 16 analog Stimmen basierend auf 32 DCO?s, welche man mittels der slop Funktion auch driften lassen kann, um VCO-ähnliche Schwebungen für den Vintage-Charakter des warmen, fetten Analogsounds zu erzielen.
Des Weiteren findet man drei Hüllkurvengeneratoren, je Stimme einen Suboszillator, insgesamt vier synchronisierbare LFO?s, und man hat die Wahl, ob der Sound nun polyphon oder (richtig fett) unison läuft.
Die Filter : Es gibt (umschaltbar) 2 oder 4 Pole (Low Pass) Filter, die dem Namen Curtis alle Ehre machen, denn sie klingen deutlich wie ihre bekannten Vorbilder. Klanglich würde ich die Filter eher der Charakteristik SSM als CEM zuordnen.
Effekte : Interne, klanglich ansprechende Effekte (je einer pro Layer) sind an Bord. Es gibt Reverb, Delays (u.a. auch BBD), Chorus, Phase Shifter, Ring Modulation und Distortion. Auch einen High-Pass Filter kennt die Effekte-Abteilung.
Modulation : Die Modulationsmatrix hat 53 Ziele.
Außerdem hat der Synth sowohl einen Arpeggiator als auch einen Step Sequencer an Bord, beide haben vielfältige Möglichkeiten.
Es steckt noch Einiges mehr in dem Synth, bei Interesse lohnt es sich, die Details beim Hersteller und bei den gängigen Profi-Testern zu studieren.
Aufbau : Die Bedienung des REV2 ist konsequent aufgebaut und lädt sofort zum Anfassen ein. Da macht das Schrauben an den vielen griffigen und präzise funktionierenden Knöpfen Spaß. In Menüs habe ich mich (noch) nicht verstrickt. Das Display ist klar ablesbar. Die halbgewichtete Tastatur spielt sich angenehm, der ganze Aufbau ist stabil, die edlen Holzleisten an der Seite erfreuen Augen und Hände. Pitch-Bend und Modulationsrad über der ersten Oktave sind vielleicht ein bisschen gewöhnungsbedürftig, dafür gibt?s hier ein Keyboard mit fünf Oktaven. Zum totalen Luxus fehlen vielleicht noch Einzelausgänge der Stimmen.
Fazit : Der Prophet REV2-16 hat meine Erwartungen zu einhundert Prozent erfüllt.
Ich finde, das ist ein fantastisch klingender Synthesizer mit Charakter, der die früheren polyphonen Analogklangwelten mit den heutigen Ansprüchen wunderbar verbindet.
Kurz : Was für ein Sound.
Absolute Kaufempfehlung.
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