Für mich die Königin unter den Dreadnoughts. Sowohl ihr Klang als auch ihre Erscheinung sind elegant, jedoch nicht aufdringlich und das schätze ich so sehr an ihr. Als Singer-Songwriter ist sie für mich die perfekte Begleiterin in allen Situation, angefangen bei der Inspiration bis hin zur Performance oder den Aufnahmen im Studio. Die Gitarre ist vom Frequenzspektrum perfekt auf die Begleitung der Stimme abgestimmt und lässt ihr genug Raum. Eine J-45 hingegen hat mehr Power, Druck im Bass und springt einen rotzfrech an (der bekannte Mittenschub). Das ist natürlich auch super, keine Frage, kann jedoch manchmal allerdings zu viel des Guten sein und man muss sie etwas mehr mit Bedacht handhaben und ihr Temprament ggf. ein wenig zügeln. Ganz anders als die Bird, sie ist homogener vom Klangbild her und für mich und meine Zwecke sowie Spielweise eine ideale Allrounderin. Sowohl vom kraftvollen Strumming bis hin zum delikaten Fingerpicking ist hier alles drin. Auch im Bandkontext, bzw. im Full Mix ist sie durch ihre schimmernden Höhen stets gut wahrnehmbar und nimmt auch hier ohne sich aufzudrängen elegant ihren Platz ein.
Die Verarbeitung ist sowas von astrein, da gibt es absolut nichts zu beanstanden. Der Preis tut definitiv weh, es wäre gelogen etwas anderes zu behaupten. Jedoch ist Gibson diesbezüglich leider nicht allein auf weiter Flur und man zahlt hier sicherlich auch für mehr als nur eine hervorragende Gitarre, die natürlich auch nachweislich andere Hersteller im Stande sind für weniger zu produzieren und dafür aufrufen.
Doch ich bleibe dabei: Eine wirklich gute Gibson ist wie ich finde einfach nur ganz, ganz schwer zu schlagen und ist nach wie vor etwas sehr Besonderes.