9. Technische Begriffe
Nachstehend eine kleine Auswahl von Begriffen, die Dir immer wieder bei Digitalpianos über den Weg laufen können:
- Begleitautomatik / Arranger
- Bluetooth-Audio
- Bluetooth-Midi
- Controller
- Druckpunktsimulation
- Halbpedal
- MIDI
- Polyphonie
- Sequencer
Der Arranger ist eine Funktion, die es dem Spieler ermöglicht, sich auf sog. Styles durch mehrere Instrumente begleiten zu lassen. Diese Funktion findet man meist bei Keyboards, vereinzelt aber auch bei Digitalpianos. Hierdurch kann durch einfachen Knopfdruck eine ganze Band oder ein Orchester von einem Instrument nach beliebigen Rhythmen und Stilrichtungen imitiert werden. So kann beispielsweise der Spieler einen Walzerrhythmus in C-Dur mit einem Orchester klingen lassen.
Lass deine Musik vom Smartphone oder Tablet abspielen und vom Lautsprechersystem des Digitalpianos wiedergeben. So kannst du zu deiner Lieblingsmusik auch noch Klavier spielen.
Verbinden Sie Ihr Smartphone oder Tablet über Bluetooth mit dem Digitalpiano um bspw. LernApps oder andere MIDI-Anwendungen anzusteuern.
Wenn du dir ein Digitalpiano aussuchen willst, dann achte auch darauf, dass Schalter, Regler, Bedienfelder und andere Steuerungselemente beim Spielen leicht zu erreichen sind. Kann man zum Beispiel zwischen verschiedenen Soundeinstellungen einfach wechseln? Gibt es bei eingebauten Effekten und anderen Funktionen die Möglichkeit, diese mit einem einzigen Knopfdruck anzuwählen? Gibt es ein Display mit Touch-Screen? Oder sind alle diese Parameter nur über irgendwelche Menüpunkte auf einem winzigen LCD-Monitor umständlich anzusteuern? Ein E-Piano ist im Prinzip ein Computer, der von Hard- und Softwarespezialisten entwickelt wurde, und diese vergessen manchmal, dass ein Musiker an einer Neuprogrammierung des gesamten Systems einfach nicht interessiert ist. Achte also auf jeden Fall darauf, dass du mit dem Instrument das realisieren kannst, was dir vorschwebt. Und achte auch darauf, dass Du auch jederzeit während des Spiels auf alle wichtigen Parameter zugreifen kannst!
Der Druckpunkt ist die Stelle in der Hammerbewegung eines Klavieres / Flügels, bei welcher der Hammer die Stoßzunge überwindet, um wieder in seine Ausgangssituation zurück zu fallen. Dieser Bewegungsablauf ist in allen akustischen Flügeln und Klavieren vorhanden. Diesen Druckpunkt kann man bei allen Instrumenten ertasten, indem die Taste langsam ohne einen Ton zu erzeugen nach unten gedrückt wird. Kurz vor dem tiefsten Punkt der Taste spürt man dann den Druckpunkt.
Die Halb-Pedal-Funktion simuliert das langsame Abheben der Dämpfer eines akustischen Klaviers, was sich unterschiedlich auf die Tondauer beim Ausklingen auswirkt.
MIDI (Musical Instrument Digital Interface) ist ein Datenübertragungsprotokoll, mit dem digitale Informationen über Tonhöhe, Tonlänge und Soundtyp zwischen einzelnen Instrumenten oder zwischen Instrumenten und Computer übermittelt, aufgezeichnet und wiedergegeben werden können. Nähere Informationen darüber kannst du in unserem Online-Ratgeber Keyboards erhalten. Viele Digitalpianos besitzen eine MIDI-Schnittstelle, in der Regel einen Eingang und einen Ausgang, gekennzeichnet als MIDI-IN und MIDI-OUT. Damit kannst du auf ein weiteres Tasteninstrument zugreifen, oder du kannst einen Computer mit einem Sequenzer-Programm anschließen. Auch Notensatzprogramme unterstützen in der Regel das MIDI-Protokoll. Eine andere Möglichkeit ist der Download von Sounds über MIDI-Anschlüsse, besonders bei Geräten, die noch nicht über eine USB-Schnittstelle verfügen.
Mit dem Begriff der Polyphonie wird beschrieben, wie viele Töne gleichzeitig erklingen können. Die technischen Möglichkeiten eines elektronischen Instrumentes sind – ähnlich wie bei Computern – begrenzt durch die Kapazität des oder der eingebauten Chips. Je mehr Klänge das Instrument beherrschen soll, umso mehr Daten muss der Prozessor verarbeiten können. Wenn du dir die technischen Daten eines Digitalpianos anschaust, wirst du Polyphonie-Angaben von 32, 64, 128 oder sogar 256 Noten vorfinden. Deine erste Reaktion wird wahrscheinlich sein, dass du sowieso nie mehr als 10 Noten gleichzeitig spielen wirst (es sei denn, du bist Jerry Lee Lewis, der auch mit seinen Füßen gespielt hat). Du musst allerdings auch berücksichtigen, dass du dich hier in einer digitalen, elektronischen Welt bewegst und dass jede (zum Beispiel über ein Pedal) gehaltene Note als klingende Note im Sinne der Polyphonie gezählt werden muss. Je höher der Wert für die Polyphonie, um so mehr nähert sich der Klang einem richtigen Klavier an. Bei Digitalpianos mit Stereo-Samples muss man außerdem darauf achten, dass die angegebene Polyphonie eventuell halbiert werden muss, da zwei "Stimmen" für jede gespielte Note in Anspruch genommen werden. Gerade Instrumente mit hoher Polyphonie sind oftmals klanglich authentischer, da viele Resonanzen und Obertöne erklingen können.
Interne Midi-Aufnahme-Funktion