Shure KSM 141 SL
Kleinmembran-Kondensatormikrofon mit schaltbarer Richtcharakteristik
- neutraler, präziser Sound für professionelles Recording und Live-Anwendungen
- ideal für Overhead, Hi-Hat, Piano, Chor, Orchester, akustische Saiteninstrumente
- umschaltbare Richtcharakteristik: Niere / Kugel
- dünne, goldbeschichtete Mylar-Membran mit geringer Masse bietet herausragendes Einschwingverhalten
- Übertragungsbereich: 20 - 20.000 Hz
- Impedanz: 150 Ohm
- Empfindlichkeit: -37 dBV/Pa
- Grenzschalldruckpegel: 164 dB (mit geschaltetem -25 dB Pad)
- mit 14 dB(A) niedriges Eigenrauschen für Kleinmembran-Kondensatormikrofon
- dreistufig schaltbarer Low Cut Filter
- Pad Schalter mit 15/25 dB Dämpfung
- vergoldete interne und externe Kontakte
- Gewicht: 156 g
- inkl. Case, Mikrofonklemme, 5/8" auf 3/8" Gewindeadapter und Windschutz
Optionales Zubehör:
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Erhältlich seit November 2006
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Artikelnummer 108318
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Verkaufseinheit 1 Stück
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Batteriespeisung Nein
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Richtmikrofon Nein
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Stereo Paar Nein
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Schaltbarer Lowcut Ja
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Schaltbarer Pad Ja
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Charakteristik Kugel, Niere
Der schaltbare Profi-Kondensator
Das Shure KSM141 ist ein professionelles Kleinmembran-Kondensatormikrofon für Tontechniker, die sowohl fokussierte Nahabnahmen als auch offene und natürliche Raummikrofonierungen mit demselben Mikrofon realisieren möchten. Über einen drehbaren Ring lässt sich mechanisch zwischen Nieren- und Kugelcharakteristik umschalten. In beiden Betriebsarten kommen dieselbe vergoldete 2,5µm-Mylar-Membran und derselbe übertragerlose Class-A-Vorverstärker zum Einsatz. Der Frequenzgang reicht von 20Hz bis 20kHz und bleibt dabei über weite Strecken bemerkenswert neutral. Lediglich eine dezente Präsenzanhebung um 8kHz sorgt für zusätzliche Klarheit, ohne den Klang künstlich aufzuhellen. Über versenkte Schalter lassen sich ein dreistufiges Pad (0 / -15 / -25 dB) sowie ein dreistufiger Low-Cut-Filter aktivieren, um hohe Schalldruckpegel oder tieffrequente Störgeräusche bereits an der Quelle unter Kontrolle zu bringen. Zum Lieferumfang gehören Mikrofonklemme, Schaumstoff-Windschutz und ein Transportkoffer. Für den Betrieb wird eine 48V-Phantomspeisung benötigt.
Aus einem Mikro mach zwei
Im Gegensatz zu vielen Mehrcharakteristik-Mikrofonen arbeitet das KSM141 nicht mit einer Doppelmembran-Konstruktion. Stattdessen verwendet es eine einzelne Membran und ein präzises mechanisches Umschaltsystem. Durch Drehen des Rings werden die rückwärtigen akustischen Öffnungen der Kapsel geöffnet oder geschlossen. So verwandelt sich das Mikrofon von einer Niere in eine echte Omni, ohne dass sich dabei die grundlegende Elektronik verändert. Im Nierenmodus entwickelt das KSM141 den für Richtmikrofone typischen Nahbesprechungseffekt, der Stimmen und Instrumenten bei geringer Distanz zusätzliche Wärme und Fülle verleihen kann. In der Kugelstellung verschwindet dieser Effekt vollständig. Das Ergebnis ist ein offeneres und natürlicheres Klangbild, das weitgehend unabhängig vom Mikrofonabstand bleibt. Gleichzeitig sorgt eine leichte Bassanhebung für etwas mehr Fundament bei Raum-, Ensemble- und Ambient-Aufnahmen.
Die Musik macht den Ton
Das Shure KSM141 richtet sich an Tontechniker, Produzenten und Musiker, die regelmäßig zwischen Nahabnahme und räumlicher Mikrofonierung wechseln. Im Nierenmodus soll das Mikro nicht selbst auffallen, sondern einfach den Charakter der Schallquelle möglichst unverfälscht einfangen. So bestimmen vor allem die Positionierung des Mikrofons und der Klang der Musik selbst über die Aufnahme. Mit der Umschaltung auf Kugel verändert sich die Perspektive grundlegend: Plötzlich rücken nicht nur Instrument oder Stimme, sondern auch Raumanteil, Ensembleklang und die natürliche Ausbreitung des Schalls in den Mittelpunkt. Dank des rein mechanischen Umschaltmechanismus wirken beide Richtcharakteristiken genauso verlässlich und klangstabil wie speziell dafür entwickelte Einzellösungen. Wer hingegen ausschließlich mit Niere arbeitet, findet im KSM137 dieselbe technische Grundlage in einer leichteren, fest ausgelegten Variante.
Über Shure
Das amerikanische Unternehmen Shure gilt als eine der Pionierfirmen in der Tontechnik und begann bereits Anfang der 30er Jahre mit der Entwicklung von Mikrofonen. Modelle, wie das vielen als Elvis-Mikrofon bekannte 55 Unidyne oder die Mitte der 60er Jahre auf den Markt gekommenen Modelle SM57 und SM58, sind bis heute aus der Livetontechnik nicht mehr wegzudenken. Sie genießen unter Musikern und Technikern absoluten Kultstatus. In den 1990er Jahren brachte Shure die ersten Funkmikrofone und kabellosen In-Ear-Monitoringsysteme auf den Markt und wurde innerhalb kürzester Zeit zum Weltmarktführer auf diesem Gebiet. Neben Mikrofonen bietet der Hersteller auch eine breite Palette an Ohr- und Kopfhörern für den Studio- und Liveeinsatz sowie diverses Zubehör an.
Von fokussiert bis offen
Das KSM141 deckt einen außergewöhnlich breiten Einsatzbereich ab. Im Nierenmodus eignet es sich hervorragend für Akustikinstrumente, Drum-Overheads, Blech- und Holzbläser sowie nah mikrofonierte Verstärker. Die Kombination aus geringem Eigenrauschen und hoher Schalldruckfestigkeit ermöglicht dabei ebenso mühelos die Aufnahme einer filigranen Fingerstyle-Gitarre wie die Nahabnahme von Percussion-Instrumenten mit hohem Pegel. Mit der Kugelcharakteristik öffnet sich das Klangbild deutlich. Chöre, Kammerensembles, Orchester sowie Stereoaufnahmen profitieren von der natürlichen Raumdarstellung. Gerade bei sehr lauten Schallquellen wie Blechbläsern oder Pauken kann die Kugelcharakteristik zudem von Vorteil sein, da sie keinen Nahbesprechungseffekt erzeugt und somit eine unerwünschte Tieftonanreicherung vermieden wird. Als abgestimmtes Stereopaar eingesetzt, eignen sich zwei KSM141 gleichermaßen für X/Y-, ORTF- oder AB-Anordnungen mit Kugelcharakteristik. Dadurch sind Tontechniker frei, nicht nur die Richtwirkung, sondern auch der grundlegende Charakter einer Aufnahme gezielt an die jeweilige Situation anzupassen.