Kurzum - für den Preis von 38 EUR ist der Humbucker unschlagbar, um eine Stahlsaitenakustikgitarre abzunehmen. Ich habe das Ding an einer Yamaha CSF-TA installiert, da mir der Piezosound nie gefallen hat. Der Sound des Humbuckers ist weich und dunkel, was sich in Kombination mit den aufgezogenen Thomastik Swing Flachdrahtsaiten sehr jazzig gestalten lässt - mein primäres Genre. Ton- und Lautstärkenregler funktionieren gut und lassen sich leicht regeln.
Jetzt zum Negativen: Die Verarbeitungsqualität ist solala. Die Installationsklemmen sind teils schief angenietet, so dass eine plane Ausrichtung etwas Glückssache ist. Hab einen zweiten Humbucker derselben Fabrikation bestellt, um zu vergleichen - da ist es wiederum leicht anders, aber leider auch schief an einer Klemme.
Anders als beworben, streut der Humbucker leider bei bestimmten Netzteilen und LED-Leuchten im Raum hörbar ein, was er eigentlich als Humbucker nicht sollte. Er ist ja kein Single Coil. Der Mini-Humbucker von meiner Ibanez GB10 ist im Vergleich flüsterleise. Von der Geräuschkulisse ist der Artec mit meinen P90-Pickups meiner Framus aus den 60ern vergleichbar. Der zweite bestellte Humbucker hat die gleichen Probleme, scheint also im Design und nicht der Qualitätskontrolle zu liegen. Wenn man nur zuhause klimpert, ist das ein geringes Problem. Ich nutze die Gitarre jedoch für Gigs in Bars, wo man die restlichen Stromabnehmer im Raum nicht unbedingt als Musiker selber steuern kann.
Trotzdem behalte ich den Artec Memphisys 66, da er für den Preis wirklich gut klingt und Spaß macht. Von einem Festeinbau sehe ich jedoch im Moment noch ab.