Behringer Poly D

Beobachter

Vierstimmiger Analogsynthesizer

  • 37 anschlagdynamische Full-Size Tasten
  • vierstimmiger Aufbau mit Poly-, Mono- und Unisono-Mode
  • 4 analoge VCOs mit Dreieck-, Sägezahn- und Pulse-Wellenformen
  • Rauschgenerator mit Weißem und Rosa Rauschen
  • 24 dB Ladder-Filter mit Resonanz
  • Tiefpass/Hochpass-Filtercharakteristik umschaltbar
  • analoger LFO mit Rechteck/Dreieck Wellenformen
  • 2 ADS-Hüllkurven für VCF und VCA
  • analoger BBD Stereo-Chorus
  • integrierter Verzerrer mit Klangregelung
  • 32-Step Sequenzer
  • Arpeggiator
  • Pitch- & Modulationsrad
  • verstellbares Bedienfeld und 84 Bedienelemente für intuitive Bedienung
  • Abmessungen (B x H x T): 647 x 89 x 360 mm
  • inkl. externem Netzteil (12 V DC)

Anschlüsse:

  • symmetrischer Stereoausgang: 2x 6,3 mm Klinke
  • regelbarer Stereo-Kopfhörerausgang: 6,3 mm Klinke
  • externer Audio-Eingang: 6,3 mm Klinke
  • Eingänge für V-Trigger, Modulation, Pitch-CV, Filter und Loudness: 6,3 mm Klinke
  • Sync In/Out: 6,3 mm Klinke
  • Ausgänge für V-Trigger, Pitch, Velocity und Aftertouch: 6,3 mm Klinke
  • MIDI In / Out / Thru
  • USB-B Port

Weitere Infos

Anzahl der Tasten 37
Anschlagdynamik Ja
Aftertouch Ja
Keyboard Split Nein
Modulation Wheel Ja
Anzahl der Stimmen 4
Tonerzeugung Analog
MIDI Schnittstelle 1x In, 1x Out, 1x Thru
Speichermedium Keine
USB Anschluss Ja
Effekte Chorus
Arpeggiator Ja
Anzahl der analogen Ausgänge 2
Digitalausgang Nein
Display Nein

Vierstimmig in die 70er!

Der Behringer Poly D ist ein vierstimmiger, analoger Synthesizer inklusive Tastatur mit Pitch-Bend und Modulationsrad. Die Oszillatoren sind ebenfalls analog und können die Wellenformen Dreieck, Sägezahn und Pulse umsetzen. Zur Ausstattung gehören ein Filter, ein analoger LFO und ein Rauschgenerator. Mit diesen Modulen können klassische Synthesizer-Sounds der 70er umgesetzt werden. Angelehnt ist das Design des Poly D an den Minimoog, der von Bands und Künstlern wie Kraftwerk, Keith Emerson und Vince Clarke genutzt wurde. Der Poly D verfügt darüber hinaus über einen Sequenzer, eine Distortion-Einheit und einen Chorus-Effekt. Außerdem zeichnet er sich durch eine Vielzahl von Ein- und Ausgängen auf der Rückseite aus. Die aufstellbare Bedienoberfläche lässt sich in drei Winkeln ausrichten.

Klassischer Vintage-Synthesizer

Der Poly D kann im Poly-, Mono- und Unisono-Mode betrieben werden. Die VCOs lassen sich in ihrer Bandbreite, ihrer Frequenz und ihrer Wellenform (Dreieck, Sägezahn, Pulse) einstellen. Die Pulsweite an den Oszillatoren lässt sich auf 50 % oder 25 % herunterregulieren. Erweitert wird die Oszillator-Sektion durch einen Rauschgenerator, der weißes sowie auch rosafarbenes Rauschen erzeugen kann. Der analoge LFO kann Dreieck- und Rechteckwellenformen hervorbringen. Die Hüllkurven verfügen über regelbare Attack-, Decay- und Sustainphasen. Decay kann hier auch in einen Release-Mode geschaltet werden. Das resonanzfähige 24-dB-Ladder-Filter lässt sich zwischen Hochpass und Tiefpass hin- und herschalten. Mit dem integrierten Chorus-Effekt, der dem des Juno-60 nachempfunden ist, kann dem Klang dann erst so richtig Leben eingehaucht werden. Die sich rechts befindende Distortion-Sektion ist im Stile des Boss-D-1 gehalten. Sie lässt sich neben einem Distortion-Regler, mit dem sich die Stärke der Verzerrung anpassen lässt, ebenfalls per Tone- und Levelregler einstellen.

Paraphone Klangerzeugung

Wer auf der Suche nach mehrstimmigen fetten Sounds im Stile der 70er ist, wird mit dem Poly D fündig. Mit einer authentischen Reproduktion der originalen „Typ-D“-Schaltung durch angepasste Transistoren und JFETs ist der Signalweg im Poly D rein analog. Die Klangerzeugung erfolgt paraphon, das heißt, dass sie mit den Oszillatoren mehrstimmig stattfindet. Die Klangformung mit VCF, VCA und Hüllkurven findet hier wiederum einstimmig statt. Das Keyboard mit den beleuchteten Pitchbend- und Modulationsrädern umfasst drei Oktaven. Desweiteren verfügt der Poly D über eine einschaltbare Glide-Funktion. Auf der Unterseite lassen sich mit einem Schraubenzieher Scale- und Range-Einstellungen der Oszillatoren individuell anpassen. Neben Audio- und MIDI-Anschlüssen sind auch Patch-Ausgänge wie After Pressure, Pitch, V-Trig und Velocity vorhanden, mit denen auch externe Synthesizer gesteuert werden können.

Über Behringer

Das in Deutschland von Uli Behringer gegründete und heute in China ansässige Unternehmen steht seit dem ersten Produkt, dem Studio Exciter F, für preiswertes Equipment. Mischpulte, wie das Eurodesk MX8000, sowie unzählige Signalprozessoren und später auch Beschallungsequipment ermöglichten es unzähligen Musikern auch bei begrenztem Budget ihre Heimstudios, Übungsräume und mobilen PAs mit Equipment auszurüsten, das sonst nicht erschwinglich war. Die Produktpalette von Behringer wuchs über die Jahre ständig weiter. Durch die Übernahme weiterer Firmen, u.a. Midas, Klark Teknik und TC Electronic, kamen nicht nur neue Produktgruppen hinzu, sondern es floss auch deren technisches Know How in die Produktentwicklung mit ein.

Sequenzer und Arpeggiator für abwechslungsreiche Texturen

Mit dem an Bord befindlichen spannungsgesteuerten und 32-stufigen Sequenzer kann man bis zu 64 Positionen mittels der links positionierten Tasten programmieren. Nachdem man eine Sequenz zum Laufen gebracht hat, kann man die Oszillatoren einzeln hinzufahren und verschiedene Tonlagen spielen lassen. Mit Verwendung des Arpeggiators in Kombination mit dem LFO, dem Chorus-Effekt und der Distortion lassen sich interessante Texturen schaffen. Je nach Ausrichtung der beiden Schalter fürs Key-Tracking lässt sich dieses in einer Stärke von 25 %, 50 % und 100 % umsetzen. Um mit dem Keyboard noch weitere interessante Funktionen kontrollieren zu können, kann man beispielsweise den Aftertouch-Ausgang mit dem Filtereingang verbinden. Möchte man eine klassische verzerrte Klangcharakteristik eines analogen Filters erreichen, so schließt man mit einem Klinkenkabel den Kopfhörerausgang in den External-Input-Eingang. So kann man dem Klang durch das Filter mehr „Drive“ hinzufügen.

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47 Kundenbewertungen
  • 5
  • 4
  • 3
  • 2
  • 1
4.8 /5
  • Bedienung
  • Features
  • Sound
  • Verarbeitung
Gesamt
Bedienung
Features
Sound
Verarbeitung
ANALOGTRAUM aus Metall und Holz
Spikee 1, 17.03.2020
Gleich vorne weg, der Synth ist in jeder Hinsicht beeindruckend, vom Klang bis hin zur Verarbeitung.
Gehörte ich eher der "Oh Gott, ein Behringer..." Fraktion an, hat mich insbesondere der Poly D davon überzeugt, dass der Name Behringer im Synthesizersektor ein Vertrauens und Qualitätsmerkmal darstellt. Würde bei den Synths von Behringer ein Name mit den Anfangsbuchstaben K bis Y draufstehen, die User sowie die Fachwelt wären vor überschwänglichen Lobeshymnen aus dem Häuschen.
Ein Klon? So what. Der Synth macht die Musik und nicht der Name.
Nach über 40 verschiedenen Synthies in meinem Studio, von Jupiter 4 bis hin zum Microfreak, Vintagesammelwut, Neuheitenjagd und Plugin Overkill, verzaubert mich gerade der Poly D, wie kaum ein anderes Gerät davor. Woran liegt`s?
Er klingt beeindruckend.
Gut, nicht gleich beim ersten Einschalten. Er ist eben KEINE Presetschleuder. Und das ist gut so. Nichts langweilt doch mehr, als das Durchklicken hunderter Sounds, um dann irgendwie vor Ermattung und totgehörter Ohren irgendein Preset in die Produktion einzubauen.
Hier wird im wahrsten Sinne vom ersten Knacksen bis zum fertigen Sound alles selbst kreiert. Der Klang ist sauber und druckvoll, die Filter sehr smooth, der Verzerrer immer musikalisch und der Chorus lässt die Sonne scheinen. Heisser Tip: Die Poly-Funktion ist sicher für Akkorde eine tolle Sache, aber in Verbindung mit dem Arpeggiator eine Sensation. Hier spielt jede getriggerte Note einen neuen VCO an. Dies ergibt, je nach Einstellung der verschiedenen Oscillatoren, ein sehr lebendiges Arpeggio, das wahrscheinlich kein anderer zuvor hatte.
Absolute Kaufempfehlung und ideal, um analoge Synthesizer verstehen zu lernen.
P.S.: 1 Stern Abzug bei der Bedienung wegen der nicht vorhandenen Bedienungsanleitung. Leider Usus in der heutigen Zeit. Andere Hersteller bieten dann meistens eine ausführliche PDF Version an. Nicht so Behringer. Und dann noch dieser kryptische Sequenzer. Den versteht man einfach nicht. Ich erwarte, nein fordere, eine in meiner Landessprache verfasste ausführliche Anleitung und oder Tutorial-Videos seitens von Behringer. Dies ist leider eine Schande und z.Zt. unverzeihlich. Ich hoffe, da wird noch nachgebessert.

UPDATE (08.04.20)
Leider musste ich das Gerät zurückschicken.
Plötzlich funktionierte der Poly-Mode (Strenggenommen ein Paraphonic-Mode) nicht oder nicht mehr.
Folgendes Problem trat auf: Note 1 triggert wie vorgesehen den ersten Oscillator, Note 2 triggert Oscillator 2 & leider ebenfalls Oscillator 1. Spielt die 3. Taste, wiederholt sich das Ganze mit den ersten beiden Oszillatoren usw.
Drückt man also einen Akkord und will dann eine Melodie dazu spielen, triggert jede neue Note den kompletten Akkord. Dies ist mir vorher nie aufgefallen. Leider konnte ich operationsbedingt in den letzten Wochen nur einhändig Flächen eingespielt. Jetzt kann ich wieder beidhändig spielen und mich trifft fast der Schlag.
Dummerweise hab ich 1 Tag vorher bei dem Synth den neuesten Software-Update gemacht. Es kann auch sein, dass dort ein Bug mit aufgespielt wurde. Leider konnte ich das Gerät nicht zurücksetzen.

Zur Verarbeitung: Der Kippschalter für High / Low Pass Filter hat einen Wackelkontakt. High funktioniert, Low hat öfters Aussetzer, und somit ist der Sound natürlich komplett weg. Zusätzlich fehlte auf dem 1. Oscillator Drehknopf die Silberfolie, sah unschön aus und Thomann wollte mir Ersatz besorgen. Später bemerkte ich, dass auf dem EXT. Signal Drehpotie zwei Folien klebten. Also hab ich eine abgefrimelt und auf den Oscillator geklebt. Dies habe ich bei der ersten Bewertung nicht erwähnt, da es halt nur eine Kleinigkeit war. Nimmt man allerdings alle Makel zusammen, bin ich sehr enttäuscht, vor allem, da ich jetzt noch 8 Wochen warten darf bis das neue Gerät wieder in meinem Setup steht.

Ich geb dem Gerät noch eine Chance, da ich sonst mit den Behringer Synthies vollauf zufrieden bin.
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Gesamt
Bedienung
Features
Sound
Verarbeitung
Das Warten hat sich gelohnt.
JoeZ, 28.02.2020
Ich habe gestern endlich den heißersehnten Poly D geliefert bekommen und kann nach dem ersten Antesten behaupten, daß sich das lange Warten gelohnt hat. Ohne jetzt in technische Details gehen zu wollen oder zu können, da es wahrscheinlich etwas länger dauern wird, bis ich dieses Instrument im Detail beherrsche, möchte ich meinen ersten Eindruck schildern: Der Poly D ist solide und schwer verarbeitet. Die Schalter und Potis wirken substantiell und haben angenehmen Widerstand. Er greift sich richtig gut an! Immerhin ist die Haptik ja auch ein analoges Erlebnis. Auch die leichtgängige Tastatur wirkt im Gesamtkontext stimmig. Vom Qualitätseindruck her könnte jede etablierte Synth-Marke da als Hersteller draufstehen. Und nun zum Klang: Da ich lediglich an der Oberfläche gekratzt habe, kann ich bis jetzt nur folgendes behaupten: Der Poly D klingt richtig gut, vor allem mehrstimmig mit dem schönen Chorus. Das analoge Rumdrehen und Ausprobieren macht richtig Spaß und man hat auch recht schnell die ersten brauchbaren Klänge eingestellt. Man sollte sich den Poly D vielleicht nicht als einzigen Synth oder einziges Keyboard zulegen, aber als Ergänzung zu einem Vintage-Setup (bei mir steht er auf einem Rhodes) macht er klanglich und optisch eine richtig gute Figur. Für mich sind Instrumente ohne Display ohnehin eine Wohltat. Zu viel Information kann zwischen dem Musiker und seiner Musik stehen.
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Gesamt
Bedienung
Features
Sound
Verarbeitung
Space Ship Experience ;-)
Tim1988, 23.03.2020
Moin liebe Community, ich habe den Poly D letze Woche am Mittwoch erhalten und muss sagen, dass ich sehr zufrieden bin. Hier ein paar kurze Feedbacks:

Bedienung: Ich liebe das Teil! Ich bin eh ein sehr haptischer Typ und es macht einfach Spass an den Potis zu drehen und sehr schnell zu sehr guten Ergebnissen zu kommen. Es ist das einfache Prinzip: What u See is waht u Get! Ich brauche nicht mal zwingend ein Manual, alle Bedienelemente sind schnell und einfach zur Umseztung von klasse Sounds zu finden!
Features: Vier Osc's, Lfo, Distortion, die sogar ueber ein Feedback Loop noch krasser "gefahren" werden kann, Chorus (well, Geschmackssache), Ladder Filter und zwei Env's. Gigantisch fuer diesen Preis. Feier ich!
Sound: klingt geil! Einfache Umsetzung fuer auch teilweise komplexere Sounds moeglich. Lediglich die Distortion suckt das Low End hart aus dem Klang raus (war aber zu erwarten. Eine EQ Sektion zur Eingrenzung der Distortion ware bombe!). Sehr tiefe Subs, sind nicht ohne weiteres machbar. Man kann aber trotzem sehr fette Basslines bauen. Killer!
Verarbeitung: Das Chassis ist grossartig. Die Holzverkleidung sind, naja, sehen cool aus, sind aber doch recht billig. Aber ej, fuer den Preis ist das Meckern auf hohem Niveau. Ich muss lediglich sagen, dass mir die Potis nicht ganz so zusagen, sie haben zwar einen schoenen Widerstand, aber die Verabeitung ist einfach nicht so geil. Aber auch hier: Das ist Meckern auf hohen Niveau.

Over all: Ich liebe das Teil, und der passt sich perfekt in mein Setup ein (DX7, Microkorg, Volcas, RD-8).
Was ich vermisse: die USB Schnittstelle sollte in der Lage sein Midi Daten auch ueber den Midi Output weitersenden zu koennen, sodass meine DAW quasi als Sequencer dafuer fundieren koennte. Das geht gerade nicht! Kann aber denke ich durchaus ueber ein Firmwareupdate behoben werden. (Behringer: U Know what to do! ;-))

Klare Kaufempfehlung, fuer den Preis! Liebe, und viel und Spass an alle, die sich das Teil kaufen wollen.
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Bedienung
Features
Sound
Verarbeitung
Überzeugt auf ganzer Linie
Matrix User, 30.03.2020
Ich bin total begeistert. Der Synth liegt extrem nahe am Original Minimoog, man kann die Sounds praktisch 1:1 nachbilden. Aber er geht ja nach drüber raus. Man hat noch den vierten Oszillator, er ist umschaltbar zwischen Mono-, Unisono- und Polymode. Dann hat er noch Chorus und Distortion als zusätzliche Effekte. Damit kann man schon ganz ordentliche Sounds kreieren was über die Soundgestaltung des Minimoog hinausgeht. Das Instrument erhält dadurch einen eigenen Charakter.
Aber er kann ja noch mehr, man hat ja noch den Sequenzer und Arpeggiator, und die Tastatur ist auch mit Aftertouch ausgerüstet, was eine zusätzliche Modulationsmöglichkeit bringt.
Verarbeitung ist top, für das Geld absolut zu empfehlen.
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