Diese Cordials mit dem "Servus" in der Verpackung machen schon was her. Ich nutze sie schon länger gern in meinem Eurorack für die mehr oder weniger fixen Verbindungen – sofern der Platz dafür reicht.
Zum Immer-wieder-Umstecken kann, je nach Modul, der Platz zwischen den Buchsen schon mal eng oder die Zugänglichkeit erschwert werden. Bei den Bkack Series-Modulen von Erica Synth, mit den ich die Cordials hauptsächlich nutze, ist der Platz meist kein Problem. Bei 1010 bitbox micro hab ich hingegen die Idee, die In-Out-Matrix mit Cordials zu verpatchen, schnell aufgegeben.
Die Kabel selbst, gerade die kurzen, sind sehr vernünftig zwischen "robust" und "biegsam" ausbalanciert. Die bunten Schrumpfschläuche erleichtern die Orientierung (bravo!).
Die Kabel sind generell sehr service- und bastelfreudig konzipiert und gebaut. So nehme ich mir bei jedem neuen Cordial-Kabel immer zuerst folgende zwei Hausaufgaben vor:
1. Die transparente Hülle mit all den Beschriftungen vorsichtig an einem Rand anschneiden und sorgfältig abziehen. Unter Umständen bleiben am Kabel Kleberreste – die wasche ich mit etwas Spülmittel-Lösung aus der Küche ab. :)
2. Die Gewinde am Gehäuse der Stecker mit einem Tropfen Loctite sichern. Die Tüllen lassen sich nämlich nicht richtig fest anziehen und neigen dazu, sich mit der Zeit zu lösen. Loctite (oder sein Pendant von Liqui Moly) in der Stärke Mittelfest hat sich bei mir in der Rolle bewährt: hält, wie es soll, lässt sich aber bei Bedarf auch gewaltfrei lösen.
Der geneigte Leser merkt schon: ich mache mir Mühe mit diesen Kabeln und habe Freude damit – in allen möglichen Längen wohlgemerkt. Sie sind nicht "universell", aber das ist kein Kabel und generell kaum etwas in der Welt – aber in ihrer Nische höchst praktisch.