Semi-modularer analoger Percussion-Synthesizer
- zwei Oszillatoren mit Rechteck- und Dreieck-Wellenformen und White Noise Generator
- schaltbare Low Pass / High Pass 4-Pole Transistor Ladder Filter 20 - 20.000 Hz
- analoger 8-Step Sequenzer
- integrierte Patchbay 24x 3.5 mm Miniklinke
- Patchbay Eingänge: Trigger, VCA CV, Velocity, VCA Decay, External Audio, VCF Decay, Noise Level, VCO Decay, VCF Mod, VCO 1 CV, 1-2 FM Amount, VCO 2 CV, Tempo, Run/Stop, Advance/Clock
- Patchbay Ausgänge: VCA, VCA EG, VCF EG, VCO EG, VCO 1, VCO 2, Trigger, Velocity, Pitch
- Line-Ausgang über 6.3 mm Klinke
- Kopfhörerausgang über 6.3 mm Klinke
- Abmessungen (BxHxT): 319 x 107 x 133 mm
- Format: Eurorack 60 TE x 26 mm (B x T)
- Gewicht: ca. 1.59 kg
- inkl. externem Netzteil und einem Satz Moog-Patchkabeln
- passender Koffer: Art. 505270 (nicht im Lieferumfang enthalten)
- passendes Cover: Art. 484167 (nicht im Lieferumfang enthalten)
- passende Tasche: Art. 490662 (nicht im Lieferumfang enthalten)
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Erhältlich seit März 2018
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Artikelnummer 430321
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Verkaufseinheit 1 Stück
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Bauweise Desktop
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Anzahl der Stimmen 1
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Tonerzeugung Analog
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MIDI Schnittstelle Keine
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Speichermedium Keine
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USB Anschluss Nein
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Effekte Nein
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Arpeggiator Nein
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Anzahl der analogen Ausgänge 1
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Digitalausgang Nein
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Display Nein
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Breite 60 TE / HP
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Optionale Erweiterungen Keine
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Besonderheiten Eurorack kompatibel
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Unscheinbares Soundwunder
Der DFAM (Drummer From Another Mother) von Moog ist alles andere als ein gewöhnlicher Synthesizer. Der Fokus liegt auf der Erzeugung perkussiver Sounds. Also ist er eine Drum-Machine? Auch nicht. Es lassen sich durchaus melodische Klänge erzeugen, aber die Herangehensweise ist eine erfrischend neue. Der DFAM bietet zwei Oszillatoren und einen Filter. Was Hüllkurven angeht, bietet der DFAM drei separate Decay-Regler für Oszillatoren, Filter und Verstärker. Man könnte meinen, die Klanggestaltung wäre dadurch eingeschränkt, aber das ist sie keineswegs. Statt fertiger Drum-Sounds erzeugt der DFAM seine Klänge vollständig per analoger Klangsynthese. Herzstück ist dabei ein achtstufiger Sequenzer, dessen Schritte Tonhöhe und Dynamik beeinflussen und so von wuchtigen Kicks über metallische Percussion bis hin zu einfachen Melodielinien reichen können. Der DFAM ist ein unscheinbares Soundwunder.
Connecting ist alles
Wie bei Moogs Mother-32 befindet sich rechts auf der Frontplatte eine Patchbay, die beim DFAM 24 Patchpunkte aufweist. Hier können allerlei Verschaltungen vorgenommen werden. Der Sequenzer etwa hat erst einmal nur zwei Parameter: Pitch und Velocity. Diese beiden Reglerreihen bilden die Grundlage jeder Sequenz: Während Pitch die Tonhöhe eines Schritts bestimmt, steuert Velocity die Intensität der Hüllkurven und damit den Charakter des jeweiligen Sounds. Erst durch zusätzliche Patchverbindungen werden daraus die komplexen Rhythmen und Klangverläufe, die der DFAM so besonders machen. Wer dann den Pitch zusätzlich auf das Noise-Level patcht, erhält etwa ganz plätzlich eine spannende neue Möglichkeit, Hi-Hats zu gestalten. Allerlei ungewöhnliche Klänge entstehen, wenn man die beiden Oszillatoren per FM verschaltet oder den Filter über seine Grenzen betreibt. Der DFAM ist sicher kein offensichtlicher Synthesizer, aber umso interessanter.
Alles ist erweiterbar
Der Drummer-From-Another-Mother ist ein Gerät, von dem man nicht weiß, dass man es braucht, bis man es hat. Es gibt schier unmögliche Mengen von Sounds, die es hier zu erkunden gibt und Synthesizer-Profis, die bereits ein paar Kisten ihr Eigen nennen, können die Möglichkeiten der Patchbay voll ausschöpfen. Anders als moderne Grooveboxen oder Drum-Machines speichert der DFAM jedoch keine Sounds oder Sequenzen. Jede Einstellung entsteht unmittelbar über Regler und Patchkabel, weshalb man gut beraten ist, die interessantesten Ergebnisse direkt aufnehmen – denn eine exakte Wiederholung ist später oft kaum möglich. Wer eine klassische Drum-Machine sucht, ist also hier falsch, aber wer sich traut, Neues auszukundschaften und einzigartige Sounds will, ist bei Moogs DFAM goldrichtig.
Über Moog
Der US-amerikanische Hersteller von Synthesizern mit Sitz in Asheville, North Carolina, gehört zu den Pionieren auf diesem Gebiet und genießt einen legendären Ruf. Robert Moog befasste sich seit den 50er Jahren mit elektronischer Klangerzeugung und sammelte erste Erfahrungen mit der Herstellung von Theremins. Den Durchbruch brachte 1968 das mit mehreren Grammys ausgezeichnete Album Switched-On Bach von Wendy Carlos (damals bekannt als Walter Carlos), das im Mehrspurverfahren mit einem Mono-Synthesizer eingespielt wurde. Der 1971 erschienene Minimoog wurde zum beliebtesten Synthesizer der 70er Jahre und gilt bis heute als Messlatte für die Klangqualität von Synthesizersounds. Er und die folgenden Geräte wie Memorymoog, Polymoog oder Prodigy prägten den Sound zahlreicher Alben, von Stevie Wonder bis Police und von Saga bis Kraftwerk.
Teamplayer
Der DFAM ist der Traum eines jeden Produzenten, der neue Drum- und Percussionsounds sucht. Aber auch ganze Soundteppiche sind machbar. Mit langen Decay-Zeiten, langsamen Sequenzen und geschickten Modulationen verwandelt sich der eigentlich auf Percussion ausgelegte Synthesizer dabei in eine Quelle für Drones, atmosphärische Flächen und sich ständig verändernde Klangstrukturen. Die Bedienung ist live eher etwas für Fortgeschrittene, aber mit etwas Mühe lassen sich mit dem DFAM ganz neue Soundwelten öffnen. Wie schon der Mother-32 ist auch der DFAM im Eurorack-Format gebaut. Entsprechend lädt auch er dazu ein, Verbindungen mit dem Eurorack und/oder dem Moog Mother einzugehen. Beide Desktop-Moogs können von dieser Liebeshochzeit profitieren.