Der HD 668B MKII zeigt gleich an mehreren Stellen Verbesserungen im Vergleich zu den Vorgängern.
Der Treiber hat weniger Klirrfaktor, vor allem im Mittelhochton, der Bassbuckel ist nicht mehr so ausgeprägt und vor allem reicht der Bass viel tiefer (-3 dB bei 20 hz).
Um 8 khz hat der Kopfhörer immer noch einen starken und relativ breiten Peak. Das mag für gewisse Studioanwendungen als "akustische Lupe" gut sein, für Musikgenuss kann es evtl. lästig werden.
Abhilfe ist aber einfach: Entweder mit einem parametrischen EQ den Bereich um 8 kz bis zu 5 dB herunterziehen oder ein Stück Küchenrolle oder Klopapier ausschneiden und vor den Treiber legen (evtl. nur ein oder zwei Lagen davon verwenden, je mehr Lagen, desto mehr Hochtondämpfung.
Dann klingt der Kopfhörer *richtig* gut.
Die Verarbeitung hat auch Fortschritte gemacht. Zierringe aus Metall darf man nicht erwarten, aber im Vergleich zu den Vorgängern wirkt der Kunststoff hochwertiger und deutlich präziser verarbeitet. Beim inneren Kopfband hat man weder auf die "Flügel" vom alten 668, noch auf die von AKG bekannten Gummibänder gesetzt. Stattdessen gibt es eine Arretierung, mit der man die Position einfach einstellen kann. Großer Vorteil dabei: Es kann nichts ausleiern. Die Kabelverbindung ist nun durch eine Klinkenbuchse am Kopfhörer gelöst - besser geht es eigentlich nicht, sollte das Kabel einmal den Geist aufgeben, kann man im Prinzip jedes zweiseitige Kabel mit Klinkenstecker verwenden.
Falls einem die Ohrpolster zu dünn sind und der Kopfhörer auf die Ohrmuschel drückt, kann man entweder im hinteren Bereich der Ohrpolster etwas Schaumstoff unterlegen oder sich nach Dritthersteller-Ohrpolstern umsehen, die etwas dicker sind.
Für das Geld kann man also nur einen dicken Daumen hoch geben. Ich würde den Kopfhörer sogar dem AKG K240 vorziehen. Er gibt Tiefbass wieder und spielt lauter und mit weniger Klirr.