Die AKAI Professional MPC XL ist eine vollausgestattete Workstation für Musikproduktionen, die mehr bietet als nur Sampling und Sequenzing. Ihr 8-Core-Prozessor der 2. Generation und ihr 16GB RAM ermöglichen es, 16 Audiospuren und 256 Sampling-Stimmen gleichzeitig abzuspielen, womit komplette Alben mit ihr produziert werden können. Auf der Rückseite sind flexible Ein- und Ausgänge zum Aufnehmen und Abmischen von Spuren vorhanden. Die Spuren lassen sich zudem intern bearbeiten und für lebendige Tracks mit Effekten versehen. Darüber hinaus befinden sich 32 virtuelle Instrumente mit an Bord, mit denen sofort überall ohne den Einsatz von echten Instrumenten losproduziert werden kann. Für einen übersichtlichen Workflow sorgen die intuitive Bedienoberfläche und das Multi-Touch-Display mit verstellbarem Blickwinkel. Was wünscht sich das Produzentenherz mehr?
In der Mitte der Bedienoberfläche fallen sofort die 16 RGB-Pads auf, die das Spielen der an Bord befindlichen virtuellen Instrumente sowie auch das Triggern von Samples ermöglichen. Sie sind nicht nur anschlagsdynamisch, sondern verfügen auch über eine 3D-Sensortechnologie, die neue Ausdrucksmöglichkeiten in der Beatproduktion eröffnet. Vier separate Quadranten ermöglichen hier eine erweiterte Steuerung über X/Y-Parameter für ein Morphen von Klängen, Layering sowie viele weitere Modulationen. Darüber befinden sich die 16 Endlos-Drehregler, denen Parameter zugewiesen werden können. Unter ihnen sind Tasten zu finden, die einen schnellen Zugriff auf verschiedene Modi wie etwa dem internen Sequenzer ermöglichen. Dieser umfasst 16 Steps mit einstellbaren Parametern wie Anschlagsstärke und Länge der Sequenz. Der Workflow mit dieser Workstation fällt dank dieser Modi besonders übersichtlich aus.
Neben zwei Monitorausgängen für Stereo-Sound ist auch ein Kopfhörerausgang auf der Rückseite für lautlose Produktionen zu finden. Über vier weitere Ausgänge können Signale an weitere Lautsprecher als alternative Abhöre oder an externe Effektgeräte ausgegeben werden. Mit den beiden XLR-Kombibuchsen lassen sich nicht nur Mikrofone anschließen, sondern auch E-Gitarren und Bässe, für die eine interne Amp-Simulation genutzt werden kann. So lässt sich der virtuelle Amp während einer Produktion über Insert-Effekte beliebig austauschen. Hip-Hop-Produzenten werden sich über den Cinch-Anschluss freuen, über den sie mit einem angeschlossenen Plattenspieler sampeln können. Darüber sind Ein- und Ausgänge für Steuerspannungen sowie auch MIDI-Ein- und Ausgänge für das Einbinden von Synthesizern und Samplern vorhanden. Projekte können auch flexibel auf angeschlossenen USB-Sticks gespeichert werden.
Die AKAI Professional MPC XL richtet sich an erfahrene Musikproduzenten, die eine tragbare Komplettlösung für professionelle Produktionen suchen. Mit einer maximalen Länge von 54,3cm finden sich hier zahlreiche, aber übersichtlich angeordnete Bedienelemente für einen intuitiven Workflow, der für erfolgreiche Produktionen in die Tiefe geht – von Mixing und Bearbeiten von Spuren bis hin zu kreativen Sounddesign für den persönlichen Stil. Dabei macht es die Funktion XL Channel Command besonders einfach, indem sie einen sofortigen Zugriff auf Pegel, Sends, Ausgänge und Aufnahmeparameter ermöglicht. Mit den zuweisbaren Q-Link-Encodern und dem Touch-Strip Controller lassen sich Automationen wie etwa Filterfahrten haptisch für abwechslungsreiche Produktionen gestalten. Mit dieser Ausstattung sind der Kreativität in der Musikproduktion keine Grenzen gesetzt.
Die Marke Akai Professional hat ihren Ursprung im japanischen Traditionsunternehmen Akai, das zum Zeitpunkt seiner Gründung 1929 zunächst Elektromotoren und etwas später auch Tonbandgeräte und Hi-Fi-Produkte herstellte. Spätestens seit 1988 steht der Name Akai schließlich aber auch für Hip-Hop wie kaum ein anderer. Mit der Entwicklung des ersten MIDI-Production-Centers, oder kurz MPC, das in Zusammenarbeit mit Roger Linn entstand, gelang Akai ein legendärer Wurf: Das MPC prägt den Sound von Hip-Hop- und Elektromusik noch bis heute maßgeblich. Bekannte Nutzer der MPC-Reihe sind u. a. DJ Shadow, Eminem und Kanye West. Heute ist Akai bekannt für seine robusten und vielseitigen USB-MIDI-Controller, zu denen nicht zuletzt die langlebige APC-Reihe von Ableton-Controllern gehört.
Nachdem die AKAI Professional MPC XL eingeschaltet wurde, zeigt das Display einen QR-Code an, der zur Bedienungsanleitung führt. Diese bietet eine detaillierte Übersicht über alle Funktionen der Workstation. Damit man immer auf dem aktuellen Stand bleibt, empfiehlt es sich vor dem Beginnen eines neuen Projektes oder dem Öffnen eines vorherigen, nach Firmwareupdates zu suchen. Dafür muss die Workstation mit dem Internet verbunden werden, was drahtlos und somit flexibel über W-LAN geschieht. Wird die Workstation zum ersten Mal genutzt, so kann eines der Demo-Projekte geöffnet werden. Diese decken eine Vielzahl von Musikstilen ab, um so die große Bandbreite an Klängen und Möglichkeiten der AKAI Professional MPC XL praxisnah zu demonstrieren. Entscheidet man sich für ein neues Projekt, so beginnt dieses im Main Mode, von dem man einen schnellen Zugriff auf die wichtigsten Funktionen hat.