Man munkelt im Internet, dass es sich hierbei um eine Kopie von SPL Goldmike Modell 9844 handelt. Die Funktionen sind identisch. Selbst die 8 Sekunden Startzeit die auch der SPL Goldmike 9844 braucht um genug Spannung aufzubauen, wohnen dem Midas XL4-4 ebenfalls inne. Nur das beim Midas nach 8 Sekunden keine gesonderte Lampe angeht, sondern ein LED Licht, welches die zwei Röhren beleuchtet.
Kurz zu mir:
Ich bin Rapper (manchmal Sänger) und produziere selbst. Ich hab für mich einen Röhrenpreamp gesucht, der meinem Sony-C 80 Studiomic einen Hauch Röhrensound verleiht, um dieses seinem großen Bruder (dem C-800G) ebenbürtiger zu machen. Und, ich habe gefunden was ich wollte. Man hört beim Midas XL4-2 deutlich die Röhre heraus, nicht zu stark, aber auch nicht zu schwach. Ungefähr so wie bei meinem Microtech Gefell M 92.1 S Röhrenmic. Getestet habe ich den Midas XL4-2 mit einem Sony C-80 Mic und einem Lewitt LCT Pure 440. Beide klingen so schön, als wären beides Röhrenmic's. Man hört diese Transienten, die für die Röhrenfärbung ausschlaggebend sind deutlich heraus, ohne dass sie übertrieben oder gar aufgedrängt klingen. Sehr dezent und sehr authentisch. Das ganze habe ich über mein Audient ID 44 (MKI, also erste Version davon) betrieben.
Hatte zum Vergleich noch einen anderen Röhren-Preamp, nämlich den Behringer 676. Der Klang war auch sehr geil. Man hat sehr viele Einstellmöglichkeiten um den Sound individuell zu formen. Für mich klang der Midas jedoch dezenter und authentischer nach Röhre, eben nicht so übertrieben, aber immer noch clean, eben wie ein richtiges Röhrenmikrofon. Vor allem ist er idiotensicher und man kann nicht vieles verstellen. Vielleicht habe ich beim Behringer auch nicht die richtige Einstellung getroffen, mag sein, dass mir da einfach die Zeit und Geduld gefehlt hat. Den Midas fand ich jedoch auf Anhieb sehr cool für das Sony C-80 und auch das Lewitt 440 . Ich konnte damit geile Ergebnisse mit meiner Performance erzielen, weshalb der Midas geblieben ist. Der Behringer kommt auch noch in mein Studio, aber wie gesagt, für diese 2 Mikrofone hat der Midas für mich bis jetzt die Nase vorn, da er einen sehr sehr tollen Klang liefert.
Mein Fazit:
Der Midas macht aus einem Kondensator-Mic ein schön klingendes Rohrenmic. Daher meine absolute Kaufempfehlung. Vor allem ist das Ding idiotensicher, man kann nichts falsch machen, nicht verstellen, oder sonstiges. Einfach nur den Gain aufdrehen und genießen.