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5. Mikrofonauswahl

Grundsätzlich gilt hier wie bei vielen anderen Bereichen der Tontechnik:

Kaufe das Beste, was Du Dir gerade noch leisten kannst. Denn schließlich geht es hier um lediglich ein oder zwei Mikrofone für die Abnahme des Ensembles, wenn wir von einzelnen Stützmikrofonen einmal absehen. Die Aufnahme kann eben nur so gut werden, wie es ihr Schallwandler zulässt. Doch es hat sich am Mikrofonmarkt zum Glück in den vergangenen Jahren einiges getan, so dass man zwischenzeitlich auf ein breiteres Spektrum an Mikrofonen zugreifen kann. Für die einzelnen weiter oben besprochenen Aufnahmeverfahren, stehen uns eine Reihe von guten bis sehr guten Mikrofonen zur Verfügung.

Neumann Koinzidenzmikro U69i
Neumann Koinzidenzmikro U69i

Koinzidenzmikrofone

Allerdings sind die reinen Koinzidenzmikrofone für die Intensitätsstereofonie (X/Y und M/S) seltener und die wirklich guten Exemplare recht teuer.

Neumann KM 183 mit Kugelcharakteristik
Neumann KM 183

Druckempfänger mit Kugelcharakteristik

Einfacher wird es da bei der Laufzeitstereofonie (A/B), bei der sich Druckempfänger mit Kugelcharakteristik etabliert haben. Der Vorteil der Kugel ist ihre Empfindlichkeit im tieffrequenten Bereich und der damit verbundenen guten Bassübertragung. Da Mikrofone mit Druckempfänger im hohen Frequenzbereich (ab ca. 5 kHz) zusehends eine Nierencharakteristik einnehmen, müssen diese ausgerichtet werden (vgl. oben).

Rode NT 5 Stereopaar für XY
Rode NT 5 Stereopaar für XY

Druckgradientenempfänger mit Nierencharakteristik

Bei Einzelmikrofonierung und X/Y-Anwendung mit zwei Einzelmikrofonen verwenden wir Druckgradientenempfänger mit Nierencharakteristik. Sie werden oft gleich als Pärchen angeboten. Beachten Sie allerdings bei der X/Y-Technik, dass der Öffnungswinkel der Mikrofone 45 Grad nicht überschreiten sollte, wenn der Aufnahmebereich 180 Grad insgesamt beträgt (vgl. Grafik oben).

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