Bei der Auswahl eines geeigneten Digitalpianos gibt es eine ganze Reihe von Faktoren, die man beim Kauf berücksichtigen muss. Das ist nicht viel anders, als wenn man ein "richtiges" Klavier oder einen "richtigen" Flügel erwirbt. Natürlich stehen letztendlich der Klang oder die Klangmöglichkeiten immer im Vordergrund, aber die Funktionsweise der Mechanik ist genauso wichtig wie das Aussehen oder die Frage, wie leicht sich das Piano bewegen lässt.
"Richtige" Klaviere und Flügel sind individuelle Einzelstücke, und zwei Pianos werden trotz Baugleichheit nie ganz identisch sein, was Klang, Mechanik und Aussehen betrifft. Digitalpianos dagegen sind – wenn man mal vom Gehäuse absieht (sofern es sich um Holz handelt) – elektronische Bauteile, die physikalisch exakt funktionieren und damit innerhalb einer Baureihe sehr konstant sind.
Der große Vorteil von E-Pianos ist die breit gefächerte Flexibilität und die Möglichkeit, sich aus einer Anzahl verschiedener Klänge das passende "Instrument" auszusuchen. Auch das regelmäßige Stimmen fällt weg, und Du kannst zu einem Bruchteil des Preises in Deinem Wohnzimmer Klänge erzeugen, die einem richtigen Klavier schon sehr nahe kommen.
Halte Augen und Ohren offen, um ein Digitalpiano zu finden, das Deinen Klang- und Spielvorstellungen entspricht, und das sich in Deinem Wohnumfeld bestens integrieren lässt.
Der Arranger ist eine Funktion, die es dem Spieler ermöglicht, sich auf sog. Styles durch mehrere Instrumente begleiten zu lassen. Diese Funktion findet man meist bei Keyboards, vereinzelt aber auch bei Digitalpianos. Hierdurch kann durch einfachen Knopfdruck eine ganze Band oder ein Orchester von einem Instrument nach beliebigen Rhythmen und Stilrichtungen imitiert werden. So kann beispielsweise der Spieler einen Walzerrhythmus in C-Dur mit einem Orchester klingen lassen.
Lassen Sie Ihre Musik vom Smartphone oder Tablet abspielen, und vom Lautsprechersystem des Digitalpianos wiedergeben. So können Sie zu Ihrer Lieblingsmusik auch noch Klavier spielen.
Verbinden Sie Ihr Smartphone oder Tablet über Bluetooth mit dem Digitalpiano um bspw. LernApps oder andere MIDI-Anwendungen anzusteuern.
Wenn Sie sich ein Digitalpiano aussuchen, sollten Sie auch darauf achten, dass Regelknöpfe, Schieberegler, Bedienfelder und andere Steuerungselemente beim Spielen leicht zu erreichen sind. Kann man z. B. zwischen verschiedenen Klangeinstellungen einfach wechseln? Gibt es bei eingebauten Effekten und anderen Funktionen die Möglichkeit, diese mit einem einzigen Knopfdruck anzuwählen? Gibt es einen Bildschirm mit Berührungseingabe (Touch-Screen)? Oder sind alle diese Parameter nur über irgendwelche Menüpunkte auf einem winzigen LCD-Monitor umständlich anzusteuern? Ein E-Piano ist im Prinzip ein Computer, der von Hard- und Softwarespezialisten entwickelt wurde, und diese vergessen manchmal einfach, dass ein Musiker an einer Neuprogrammierung des gesamten Systems einfach nicht interessiert ist. Achten Sie also auf jeden Fall darauf, dass Sie mit dem Instrument das realisieren können, was Ihnen vorschwebt, und auch darauf, dass Sie es jederzeit - also auch während des Spiels - können!
Der Druckpunkt ist die Stelle in der Hammerbewegung eines Klavieres / Flügels, bei welcher der Hammer die Stoßzunge überwindet, um wieder in seine Ausgangssituation zurück zu fallen. Dieser Bewegungsablauf ist in allen akustischen Flügeln und Klavieren vorhanden. Diesen Druckpunkt können Sie bei allen Instrumenten ertasten, indem Sie die Taste langsam ohne einen Ton zu erzeugen nach unten drücken. Kurz vor dem tiefsten Punkt der Taste spüren Sie den Druckpunkt.
Die Halb-Pedal-Funktion simuliert das langsame Abheben der Dämpfer eines akustischen Klaviers, was sich unterschiedlich auf die Tondauer beim Ausklingen auswirkt.
MIDI (Musical Instrument Digital Interface) ist ein Datenübertragungsprotokoll, mit dem digitale Informationen über Tonhöhe, Tonlänge und Soundtyp zwischen einzelnen Instrumenten oder zwischen Instrumenten und Computer übermittelt, aufgezeichnet und wiedergegeben werden können. Nähere Informationen darüber erhalten Sie in unserem Online-Ratgeber über Keyboards. Viele Digitalpianos besitzen eine MIDI-Schnittstelle, in der Regel einen Eingang und einen Ausgang, gekennzeichnet als MIDI-IN und MIDI-OUT. Damit können Sie auf ein weiteres Tasteninstrument zugreifen, oder Sie können einen Computer mit einem Sequenzer-Programm anschließen. Auch Notensatzprogramme unterstützen in der Regel das MIDI-Protokoll. Eine andere Möglichkeit ist der Download von Sounds über MIDI-Anschlüsse, besonders bei Geräten, die noch nicht über eine USB-Schnittstelle verfügen.
Mit dem Begriff der Polyphonie wird beschrieben, wie viele Töne gleichzeitig erklingen können. Die technischen Möglichkeiten eines elektronischen Instrumentes sind – ähnlich wie bei Computern – begrenzt durch die Kapazität des oder der eingebauten Chips. Je mehr Klänge das Instrument beherrschen soll, umso mehr Daten muss der Prozessor verarbeiten können. Wenn Sie sich die technischen Daten eines Digitalpianos ansehen, werden Sie Polyphonie-Angaben von 32, 64, 128 oder sogar 256 Noten vorfinden. Ihre erste Reaktion wird wahrscheinlich sein, dass Sie sowieso nie mehr als 10 Noten gleichzeitig spielen werden (es sei denn Sie sind Jerry Lee Lewis, der auch mit seinen Füßen gespielt hat). Sie müssen allerdings dabei berücksichtigen, dass Sie sich hier in einer digitalen, elektronischen Welt bewegen, und dass jede zum Beispiel über ein Pedal gehaltene Note als klingende Note im Sinne der Polyphonie gezählt werden muss. Je höher der Wert für die Polyphonie, um so mehr nähert sich der Klang einem richtigen Klavier an. Bei Digitalpianos mit Stereo-Samples müssen Sie noch darauf achten, dass die angegebene Polyphonie eventuell halbiert werden muss, da zwei "Stimmen" für jede gespielte Note in Anspruch genommen werden. Gerade Instrumente mit hoher Polyphonie sind oftmals klanglich authentischer, da viele Resonanzen und Obertöne erklingen können.
Interne Midi-Aufnahme-Funktion