Line6 Helix Guitar Processor

Multieffektgerät für E-Gitarre

  • Next-Generation Dual DSP-basierte HX Modeling Engine mit 4 diskreten Stereo-Signalwegen
  • 50 Gitarrenampmodelle, 12 Bassampmodelle, 37 Boxen, 16 Mikrofone und 104 Effekte
  • importiert IRs (Impulsantworten) mit bis zu 1024 / 2048 Samples Länge
  • 12 druckempfindliche Fußschalter mit anpassbaren Anzeigefeldern
  • der Hands Free Pedal-Edit-Modus legt die Effektparameter auf die Schalter und das Expression-Pedal
  • Near-Instant-Fußschalter und Controller-Zuweisung
  • bis zu 3 Expression-Pedale
  • CV / Expression Ausgang
  • Verstärker-Schaltausgänge und weitreichende MIDI-Steuerung
  • umfangreiche Ein- und Ausgänge für die nahtlose Integration des gesamten Rigs
  • 10 Eingänge, 12 Ausgänge (darunter vier FX-Loops)
  • 8 In / 8 Out USB-Audio-Interface
  • AES / EBU, SPDIF und VDI-Schnittstellen
  • 123 dB Dynamikbereich am Gitarreneingang für enorme Tiefe und geringes Rauschen
  • robuste Konstruktion
  • Maße (B x T x H): 55,8 x 30 x 8,5 cm
  • Gewicht: 6,6 kg

Weitere Infos

Bauweise Floorboard
Amp Modeling Ja
Drumcomputer Nein
Inkl. Stimmgerät Ja
Expression Pedal Ja
USB Anschluss Ja
Kopfhöreranschluss Ja
MIDI Schnittstelle Ja
Line Out Ja
Batteriebetrieb Nein
Inkl. Netzteil Ja

Vollausstattung für den Gitarristen

Mit dem Helix hat Line 6 ein digitales Komplettsystem für Gitarristen geschaffen. Die Hardware simuliert die Kernelemente Verstärker und mikrofonierte Box ebenso wie vor- und nachgeschaltete Effekte aller Art, natürlich speicher- und nach Belieben konfigurierbar. Selbst echte Pedale lassen sich in das System über vier Send/Return-Loops integrieren. Dank leistungsstarker Signalprozessoren kann man im Helix zudem mit bis zu vier Signalsträngen arbeiten und entsprechend komplexe Klänge erzeugen, die analog, digital und über USB abgreifbar sind. Herausragendes Merkmal der Helix-Hardware ist schließlich die vorbildlich intuitive Bedienung über ein großes Farbdisplay und ergänzenden Einzeldisplays zu den Fußtastern.

Verstärkersimulation, Effekte und Steuerzentrale

Helix bietet erstklassige Simulationen von 62 Verstärkerkanälen, 37 Boxen, 17 Mikrofonen und mehr als einhundert Effekttypen. Dank zweier Signalprozessoren sind dabei komplexe Verschaltungen in bis zu vier Signalsträngen möglich, für die man früher tonnenschwere und kaum erschwingliche Racks hätte bemühen müssen. Helix setzt für seine authentischen Klangergebnisse auf eine aufwändige Modellierung auf Komponentenbasis. Ergänzend lassen sich Impulsantworten für die Boxensimulation laden. Gleichzeitig bietet die aufwändige Bedienoberfläche einen bislang unerreichten Komfort, der dank umfassender Schnittstellen auch die Steuerung externer Geräte ermöglicht. Dazu kann das Gerät wahlweise auch über eine kostenlosen Editor-Software vom Rechner aus konfiguriert werden.

Pop, Rock, Gitarre und Bass

Livemusiker profitieren von den Möglichkeiten des Helix ebenso wie Projekt- und Tonstudios. Dabei ist Helix aufgrund seiner immensen Auswahl an Verstärkern und Effekten genreübergreifend nutzbar - vom Top 40 Musiker bis hin zu Djent-Metaller. Tatsächlich wendet sich das System keinesfalls nur an E-Gitarristen, sondern kann auch elektrische Bässe und akustische Gitarren mit den passenden Klängen ausstatten sowie Keyboards und andere Linepegelgeräte mit Effekten versehen. Schließlich wird die Ausstattung an Verstärkern und Effekten auch noch kontinuierlich über kostenlose Updates erweitert.

Über Line 6

Der amerikanische Hersteller Line 6, der seit 2014 dem Yamaha-Konzern angeschlossen ist, gehört zu den Pionieren im Bereich der digitalen Verstärker für Gitarristen. Schon 1996, im Jahr der Firmengründung, wurde der weltweit erste digitale Modelingverstärker AxSys 212 vorgestellt. Der Durchbruch gelang Line 6 mit dem POD (1998), der Modeling-Sounds erstmals im Heimstudio verfügbar machte. Seit 2015 sorgt die Helix-Serie für nochmals deutlich verfeinerte Simulationen. Daneben hat der Hersteller aus Kalifornien seit Jahren mit der Variax-Technik eine Möglichkeit geschaffen, auch den Klang der elektrischen Gitarre per Modeling zu flexibilisieren. Neben Effektpedalen hat Line 6 auch Software und Aufnahmetechnik im Angebot und im Bereich digitaler Funkstrecken zur Tonübertragung und kleiner Beschallungsanlagen am Markt präsent.

Solo, Teamspieler und Manager

Helix ist eine Universallösung für Gitarristen. Trotz kompakter Abmessungen lässt sich hier die gesamte Verstärkerkette ersetzen. Bei der Aufnahme ist man dabei überall und zu jeder Zeit einsatzbereit. Auf der Bühne überzeugt das robuste Pedal durch enorme Klangvielfalt, bei Eliminierung von Pegel- und Konsistenzproblemen mikrofonierter realer Verstärker. Gleichzeitig ist Helix aufgrund seiner Fähigkeiten als leistungsstarker Effektprozessor und als Boxensimulation auch ein idealer Partner für vorhandene Verstärker. Und schließlich ist das Pedal mit vier programmierbaren Effektloops, MIDI-Steuerbarkeit und dem phänomenal übersichtlichen Bedienfeld eine ideale Steuerzentrale für externe Hardware.

Im Detail erklärt: Komponentenmodellierung

Bei der Komponentenmodellierung wird eine reale Schaltung Bauteil für Bauteil vermessen und in der digitalen Emulation entsprechend mit diesen Eigenschaften nachempfunden. Auf diese Weise werden auch die Besonderheiten spezifischer verbauter Bauteile, deren Ansteuerung und deren Kennlinien erfasst. In der Summe ergibt sich durch dieses Vorgehen ein Klangergebnis, das sich sehr nah an einen ausgewählten Original und nicht an einem generischen Schaltplan orientiert. Gleichzeitig ergibt sich hieraus ein verblüffend authentisches, dynamisches Spielverhalten.

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4.7 /5
  • Bedienung
  • Features
  • Sound
  • Verarbeitung
Gesamt
Bedienung
Features
Sound
Verarbeitung
Perfektes Produkt? Fast. Liest jemand von Line6 mit?
Wolfgang142, 03.02.2020
Vorab: Ich spiele sonst nur gute Vollröhrenverstärker (Music Man, MadAmp, Fender, handgefertigte Vintage-Clones), weil ich den Ton ganz differenziert mit den Fingern beeinflussen will. Da Repertoire von Bossa-Nova über Swing, Blues und Jazzballaden bis zu elegischen Rocksoli reicht, gehörte bis jetzt ein recht umfangreiches Floorboard zu meinem Equippment - mit fettem Looper für komplexe Schaltvorgänge. Mit Modelling-Technologien habe ich bisher eher zwangsläufig beschäftigt - zu umständlich, klanglich nicht wirklich befriedigend, die Response auf differenzierten Anschlag war mir zu gering. Die Motivation für den Kauf des Helix war vor allem, weil ich in der Wohnung meiner Lebenspartnerin nicht so lauf spielen kann, wie ich das gewöhnt bin in kein Platz für mehrere Röhrenamps ist, und zum großen Helix habe ich gegriffen, weil der schöne, große und gutablesbare Displays an allen wichtigen Stellen hat, so dass ich mir nicht vor jedem Auftritt haarklein einprägen und aufschreiben muss, Welche Looper-Setting ich bei welchem Song aufrufen muss und wie dort die Tasten belegt sind. Beim Helix kann man dass alles Klartextbeschriftet organisseren und dann auch stehend und ohne Brille beim Spielen rasch erfassen.

Nach kurzer Beschäftigung mit dem Helix bestätigen Sich die wesentlichen Werbebotschaften:
+ Super einfache Bedienung
+ Sehr gute Soundqualität, die vor allem nicht matscht: auch bei Zerr-Sounds kann man jede Saite differenziert durchhören
+ Sehr differenzierte Reaktion aller bisher getesteten Stompbox- und Amp-Modelle auf das Spiel der Finger
+ Gute Ablesbarkeit der Displays
+ Feature-Ausstattung

Das Gerät lässt bei mir keinerlei Wünsche offen, wobei mir manche Kleinigkeit zeigt, dass hier Praktiker am Werk waren: Anzeige des eingetapten Tempos im BPM, Standardmäßige Möglichkeit, Die Fußschalter auch mit einer Reihe Snapshots (z. B Auswahl des Sounds für den Songpart Intro, Chorus, Refrain, Soli ...) . und einer Reihe im Stompbox-Modus zu betreiben (extra Boost? Doch das Wah-Wah? In dise Location lieber ohne Hall? ...)

Kleine Wermutstropfen gibt es trotzdem. Hier Tipps an Line
- Warum wird das Gerät mit einer deutlich veralteten Firmware geliefert? Auf meinem Gerät war es Version 2.31, aktuell ist - und das nicht erst seit gestern - Version 2.82. Der Unterschied ist erheblich, das die Version ab 2.8 mit einer neuen Core-Engine arbeiten. Und das Update ist ein klein wenig tricky. Zum Beispiel ist es nicht egal, welchen USB-Port seines Rechners man verwendet - und bei vielen Laptops muss man schlicht ausprobieren, an welchem Port es denn nu klappt. Bis man das herausbekommen hat, bangt man um die FUnktionstüchtigkeit des neuen Geräts, das mit halben bzw. erfolglosem Update ziwschnzeitlich zu einem nahezu funktionslosen Zombi mutiert. Nur Mut, am richtigen USB-Port klappt es dann, aber schöner wäre es, gleich die aktuelle Software-Version zu liefern.

- Und warum ist auf dem beiliegenden USB-Stick sogar nur die Bedienungsanleitung für Version 1.0 drauf? Inzwischen wurde die Bedienungsanleitung dreimal überarbeitet!

- Richtig schockiert war ich von der Verpackung. Muss man der inneren Größe des Geräts mit soviel Pappe und Schaumstoff Ausdruck geben? Hier wäre weniger mehr gewesen!

Alles in allem ein tolles Teil, noch besser als erwartet!

Ich glaube, das Helix Stomp hole ich mir auch noch - als Kleine-"immer dabeihaben"-Inkarnation des großen Floorboards.
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Sound
Verarbeitung
Line6 HELIX für Live
Patrick Zech, 08.08.2020
Seid vielen Jahren bin ich Line6 User und war immer sehr zufrieden.

So auch mit dem HELIX. Und ja... Es wird immer „Dynamischer“, ausgewogener, „echter“ (was auch immer das zu bedeuten hat), usw usw. Ich bin einfach ein RIESEN Fan von Line6 (und keinem echten Amp). Warum? Kein schleppen, man ist wahnsinnig flexibel, im Gegensatz zu Pedalboard mit vielen Pedals Audiokabel Stromkabel Rohrenamp hat man einfach nicht so viele Fehlerquellen (aber gut... wenn aus, dann ganz/ was bei einem Amp aber auch passiert kann und mir auch schon öfter passiert ist).

Ohne jetzt hier noch weitere Vergleiche zwischen Amp und HELIX zu ziehen, nun mein Fazit zu dem Gerät.

Es klingt absolut geil. Man ist wahnsinnig flexibel (in wirklich JEDER Hinsicht). Es macht so vieles so einfach. Ich nutze es jedoch auch „wie einen echten Amp“. Das bedeutet: Nicht jede Gitarre klingt mit dem selben SetUp geil. Da muss nachjustiert werden (unterschiedlich PickUps, unterschiedlicher OutPut der Gitarre). Abgesehen davon haben wir (außer vielleicht TheEdge und Co) nicht 12 Amps mit 20 Boxen in jeder Kombination mit unterschiedlichen Mikrofonen. Nein... Ein Amp (für die Jeweilige Gitarre richtig eingestellt/ machen übrigens auch viele bei echten Amps falsch/ klingt dann auch sch....), ein paar wenige Zerrer (auch für jede Gitarre richtig eingestellt), (Delay, Chorus, Reverb usw lass ich jetzt mal aus), aber dann auch wieder eine Box und ein Mikro... FERTIG. Nur wenn man echt tontechnisch Ahnung hat, macht es Sinn diese Parameter zu ändern (sprich mal ein anderer Amp oder sowas). Sonst „fliegt einem Alls um die Ohren“. Entweder stimmen Levels nicht, oder die Amps sind unterschiedlich bassig, mittig, höhenlastig (als FOH übrigens ein Klassiker bei solchen Geräten / und es geht nicht um Klangfarbe) und zuhause mag das ganz nett sein und funktionieren, bei einer großen PA mit „vollem“ Frequenzbereich und ordentlich Leistung kann das aber auch schon mal echt schwierig werden. Allerdings in meinen Projekten sind alle Mitmusiker(innen) und Tontechniker(innen) (und vor allem auch ich) immer zu 100% zufrieden.

Abgesehen davon bevorzuge ich den HELIX allen anderen Geräten auch aus dem Grund, dass man jedes Feld beschriften und den dazugehörigen Taster färben kann. Das mag für „ein bisschen Clean und Overdrive“ unnötig sein, jedoch schalte ich teilweise komplette Effektketten um, habe verschiedene Delays (unterschiedliche Time) und Reverb-Längen oder sonst was (eher in Moderner/ Produzierter Musik). Und als Dienstleister in der Musikbranche, bin ich einfach froh „alles“ in sehr gutem Sound in einer Hand zu haben.

Ich bin gespannt was da von Line6 noch kommt... ich denke, ich werde auch da wieder dabei sein.
Klare Kaufempfehlung.
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Features
Sound
Verarbeitung
Erwartungen voll erfüllt
Oliver604, 06.05.2018
Ich verwende schon seit langem Modelingamps von Line6 - vom POD XT zum POD HD und nun den Helix aus einem einfachen Grund: sie sind leicht zu transportieren und haben alles drin, was man braucht. Mein Marshall Stack ist schwer, braucht viel Platz und macht nur laut richtig Spaß. Den Helix trägst du einfach mit dir und kannst auch locker über Kopfhörer und bei jeder PA-Lautstärke richtig abrocken. Außerdem bietet er die Vielseitigkeit vieler Amps, von denen ich allerdings nur einige verwende und viele Effekte. Wollte ich nur die realen Amps und Effekte mitnehmen, die ich im Helix verwende, würde ich dafür einen eigenen Transporter benötigen. Vom Schleppen und den Anschaffungskosten ganz zu schweigen.

Was mich am Helix total begeistert, ist der Sound. Im Vergleich zum POD HD ist das noch einmal ein deutlicher Sprung nach oben, Druckvolle Crunch Rhythmus-Sounds sind nun möglich. Beim POD HD musste ich für einen fetten Ton zu viel Gain reindrehen. Beim Helix gelingt das nun auch mit weniger Gain, was die Sounds transparenter macht. Sie fügen sich nun auch besser in den Mix ein. Beim Helix bekommt man einfach mehr Tiefe in die Sounds. Im Vergleich dazu klingt das HD eher flach.
Ein weiterer Pluspinkt sind die Voreinstellungen für Amps und Effekte. Lädt man diese nun in einen Slot, so hat man sofort einen passablen Ausgangspunkt und muß nur noch wenig nachjustieren. Anfangs hatte ich den Fehler gemacht und die Einstellungen an meinen POD HD Sounds orientiert, was keine besonders guten Ergebnisse brachte. Auch die Mic-Emulationen sind beim Helix wesentlich besser als beim HD,
Da ich für das Programmieren schon immer die Software verwendet habe (usb-Anschluss) steht für mich die Bedienbarkeit am Gerät nicht im Vordergrund. Aber auch ich schätze das einfache Bedienkonzept, wenn ich mal eben kleine Korrekturen vornehmen muss und den Helix nicht am Rechner angeschlossen habe. Das geht hier wirklich ganz simpel. Die Snapshots innerhalb eines Patches sind ebenfalls ein super Feature. So kann man für einen Song ein komplettes Preset erstellen mit Intro, Verse, Chorus und Leadsounds und muss nicht ständig das Preset wechseln.
Es werden immer wieder Vergleiche zum AXE-FX gewünscht, bzw. herangezogen. Auch ich habe überlegt, ob ich den Helix, oder das AX8 anschaffen sollte. Da aber die Software für das Programmieren des AX8 wesentlich komplexer ist habe ich mich für das Helix entschieden. Man mag dort eventuell noch bessere Sounds erzielen können, aber für mich ist nicht entscheidend, was man erzielen könnte, sondern was man tatsächlich erzielt. Und hier denke ich, kommt man mit dem Helix schneller und einfacher zum Ziel.

Die Verarbeitung ist ebenfalls super. Das Ding ist dermaßen robust und sieht auch noch edel aus. Wenn manche sagen, dass er wahrscheinlich keine Bierdusche aushält, so möchte ich auch keinem empfehlen, sein Bier in einen realen Röhrenamp zu kippen. Man muss den Helix ja nicht an den vordersten Bühnenrand stellen.

Fazit: ein super Modeller, der wirklich gutes Feeling und gute Sounds liefert. Wer auf die letzten 5-10% nicht verzichten kann, die ein guter Röhrenamp noch voraus ist, der muss beim Amp bleiben. Allen anderen kann ich den Helix wärmstens empfehlen - einfach zu bedienen, super Sound.
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Features
Sound
Verarbeitung
Innovatives Produkt - aber hat seine Schwächen.
Ceekay, 14.11.2015
Zunächst ein kurzer Überblick über meine Anforderungen und meinen Werdegang:

Ich bin das, was man einen Bedroom-Gitarristen nennt, d.h. ich betreibe das Gitarre spielen als reines Hobby. Angefangen habe ich vor etlichen Jahren mit einem Boss GT-10, habe einige Zeit danach auf einen Röhrenamp (Hughes&Kettner Switchblade 50) umdisponiert. Irgendwann habe ich mir einen AXE-FX II zugelegt, den ich bis heute verwende. Zwischendurch wurde dann just for fun ein Engl Invader II angeschafft.

Bei aller Liebe zu Röhrenamps - sie haben erhebliche Nachteile. Groß, Schwer, Sound ist Abhängig von Lautstärke, verwendet verschleißende Röhren und i.d.R. kommt ein Rack oder ein Pedal Board dann auch noch dazu was mit aufwendigem Setup und nicht zu unterschätzendem Kabelsalat verbunden ist. Es lassen sich meist auch nicht alle Parameter mit einem Fußtaster abrufen, d.h. man geht eigentlich immer irgendwelche Kompromisse ein und letztenendes hat man umso mehr Zeugs rumstehen, was man auch regelmäßig abstauben muss. :-)

Multieffektgeräte wiederum vereinen alles in einem, meist scheitert es aber entweder an viel Menü-Gefummel und/oder mittelmäßigem Sound.

Nun liefert der AXE-FX II eine beachtliche Leistung allerdings ist dieses Gerät mit einem erheblichen Programmieraufwand verbunden, was die Freude daran doch oftmals schmälert. Optimal hätte ich immer gefunden einen Bodenmultieffekt (weniger Geräte) mit Farbdisplay (wie man es längst von sämtlichen Keyboards kennt) und mit Displays beschrifteten Fußtastern, wie man es auch auf den FAMC Liquidfoot-Midi-fuß-controllern findet. Und wie auf Bestellung lieferte mir Line 6 eben dieses Gerät - Grund genug das Teil zu testen.

Bedienung:

Es gibt acht fix zugewiesene Tasten wo es durchaus Sinn macht dass sie da sind. Zusätzlich dienen die Potis unter dem Display als flexible Tasten wobei die Funktion am Display angezeigt wird. Es ist also immer nur das da was man braucht - super. Die Bedienung ist dermaßen intuitiv dass es schon fast absurd ist. Wenn man sich da einmal durchklickt, kennt man das Gerät innerhalb weniger Minuten in- und auswendig. Zu den Effektparametern gelangt man schnell und unkompliziert wenn man den zugewiesenen Fußtaster berührt. Es wurde sogar darauf geachtet dass man die Fußtaster mit dem Finger drücken kann, ohne den zugewiesenen Effekt am Bildschirm aufzurufen. Es wurde scheinbar nichts dem Zufall überlassen. Selbst die Texteingabe wurde genial realisiert.
Für erweiterte Funktionen wie MIDI-Programmierung oder Fußtasterzuweisung muss man nicht lange suchen und schon gar nicht irgend eine Gebrauchsanweisung durchblättern.

Bzgl. der Bedienung setzt das Teil (endlich) neue Maßstäbe und realisiert technische Möglichkeiten, die eigentlich schon längst zur Verfügung gestanden wären. Von daher eigentlich eine späte Entwicklung die in ihrer Umsetzung voll überzeugen kann.

Features:

Von der Hardware her, vier Effektloops - eine sehr gute Idee. Der Mikrofoneingang verfügt über 48V Phantomspannung (habe schon schlimmes befürchtet weil es nirgends angeschrieben steht ob der das hat). Von der Software her lässt er wenige Wünsche offen. Er hat zwar eine ganze Ecke weniger Amps, Cabs und Effekte die sich nicht annähernd so weit anpassen lassen wie beim AXE und verfügt auch über keinen 4x12 Grid womit sich die Effekte komplett individuell "verkabeln" ließen, allerdings ist fraglich ob man das wirklich auch alles verwendet.

Sound:

Beim Sound scheiden sich die Geister. Ich habe schon Leute auf Youtube schreiben sehen, sie wären von Fractal auf Line 6 gewechselt weil sie den Sound besser fänden. Generell würde ich sagen, dass Line 6 - Da macht auch der Helix keine Ausnahme, eher in die hellere Ecke geht. d.h. Clean-Sounds, Crunch bis hin zum High-Gain macht er ganz ordentlich und klingt durchaus authentisch. Wo er seine Probleme hat ist im unteren Frequenzbereich, d.h. wenn man eher seidigere "wet" Töne haben möchte wo man den Bass rauf und die Höhen/Mitten runter dreht, dann stößt man mit dem Teil auf seine Grenzen.
Je mehr man in die unteren Frequenzen kommt umso mehr erzeugt der Helix einen seltsamen Synth-artigen Sound der nicht mehr viel mit einem Röhrenverstärker gemein hat. Vom Sound her besteht also durchaus noch Luft nach oben. Ich würde diesbezüglich einfach empfehlen das Teil anzutesten. Wenn einem der Sound zusagt dann würde ich auf jeden Fall den Helix dem AXE vorziehen, einfach weil die Bedinung um so viel besser gelungen ist.

Verarbeitung:

Das Gehäuse an sich ist sehr solide verarbeitet. Die Bedienelemete machen da weniger den Eindruck. Ich würde jetzt nicht unbedingt gegen die Potis kicken oder am Bildschirm rumtreten. Alles in allem verhält sich das Gerät in seinem Design und seiner Beschaffenheit sehr Wohnzimmer- oder Studio-tauglich.

Für Live-Anwendungen würde ich es nicht verwenden wollen, schon alleine deshalb nicht, weil das Expression-Pedal durch einen Schlitz im Gehäuse durchragt. Wenn man sich das genauer ansieht dann sieht man durch den Schlitz die Platinen schön grün hervorstechen. Es ist auch auf der Unterseite des Gehäuses keine Öffnung wo etwa Flüssigkeit ablaufen könnte, d.h. wenn da jemals Bier drüber laufen sollte, dann wars das wahrscheinlich mit dem Gerät. Für den Live-Betrieb würde ich dann eher auf die Rack-Variante und den dazugehörigen Fußcontroller zurückgreifen.

Um noch ein paar Worte über das Expressionpedal zu verlieren: Das hat einen weiten Betätigungsweg und ist nicht all zu leichtgängig. Für meinen Geschmack super gelungen.

Fazit:

Der Helix liefert ein durchaus überzeugendes Gesamtkonzept mit hohem Spaßfaktor, welches in der Benutzerfreundlichkeit garantiert neue Maßstäbe setzt. Der Sound ist nicht schlecht und er spielt sich relativ authentisch, es gibt aber durchaus noch besseres. Von der Verarbeitung und vom Design her richtet sich das Teil wohl eher an Home- oder Studio-Anwender.

UPDATE:

Die Sounds lassen sich um einiges verbessern, wenn man ImpulseResponses (etwa 3 Sigma Audio) verwendet, anstatt der Werk-Cabs. An den AXE kommen sie aber dennoch nicht heran.

Das Firmwareupdate auf 2.01 hat einige sehr nützliche Funktionen gebracht, wie etwa die "Snapshots" (das Pendant zu den "Scenes" bei Fractal Audio), verbesserten Tuner etc.

Das Update selbst ist allerdings um einiges aufwendiger als bei Fractal Audio (schon alleine von der Line6-Website her). Wenn es dann aus irgendwelchen Gründen fehlschlägt und Firmware auf dem Gerät dann praktisch schadhaft und damit unbrauchbar ist, springt der Helix automatisch in den Update-Modus (sehr schlau gelöst), wodurch man das Update nochmal versuchen kann, anstatt dann das Gerät einschicken zu müssen.
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